24. Sep 2026
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Lifestyle
Journalist: Chan Sidki-Lundius
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Foto: Presse
Kaum ein Sport hat in den vergangenen Jahren einen ähnlichen Aufschwung erlebt wie Padel.

Katharina Hering, deutsche Padel-Ranglistenerste
Tempo, Taktik, Spaß und Teamgeist: Diese Mischung begeistert immer mehr Menschen. Gespielt wird normalerweise im Doppel auf einem von Glaswänden umgebenen Court (20 x 10 Meter). Die Wände sind Teil des Spiels und sorgen dafür, dass selbst scheinbar verlorene Bälle zurück ins Match kommen. So entstehen lange Ballwechsel, überraschende Wendungen und spektakuläre Punkte. Ein weiterer Grund für den Erfolg: Padel ist leicht zu spielen. Anders als beim Tennis muss man nicht erst eine aufwändige Technik beherrschen, um erste Ballwechsel zustande zu bringen. Der kleinere Platz und der handliche Schläger erleichtern den Einstieg und sorgen dafür, dass Padel schnell richtig viel Spaß macht.
Padel ist für ambitionierte Spielende ebenfalls spannend. Mit zunehmendem Können rücken Positionierung, Schlagvarianten und taktische Entscheidungen stärker in den Mittelpunkt. Da verwundert es nicht, dass Padel sich auch in Deutschland rasant zu einem intensiven Leistungssport mit professionellen Strukturen und internationaler Perspektive gewandelt hat. Einen Eindruck vom Können der Weltelite kann man sich vom 4. bis 11. Oktober beim CUPRA Germany Premier Padel P2 in Düsseldorf machen. Eine der begehrten Wildcards für die Hauptrunde hat sich Johannes „Jojo“ Lindmeyer (33) erspielt. Der für den deutschen Nationalkader aktive Wahlkölner spielt seit 2014 Padel, seit 2018 mit stärkerem Fokus. Für ihn und seinen Doppelpartner Matthias Wunner ist das P2 ein Highlight in diesem Jahr. „Natürlich treffen wir dort als Außenseiter auf Weltklassespieler. Trotzdem wollen wir versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen, aus den Matches viel für unsere eigene Entwicklung herauszuziehen und eine geile Zeit zu haben.“
Drei Fragen an die deutsche Padel-Ranglistenerste Katharina Hering
Katha, wie viele andere hast auch du vom Tennis zum Padel gewechselt. Warum? Ich hatte mein Limit im Profitennis erreicht und fand Padel von Anfang an faszinierend. Nach etwa einem dreiviertel Jahr intensiven Trainings war ich bereits im Nationalkader und hatte erste Sponsoren. Das zeigt, wie schnell man im Padel durchstarten kann.
Was begeistert dich an Padel? Neben dem rasanten, taktikaffinen Spiel und der Tatsache, nicht allein auf dem Platz zu sein, vor allem die coole Padel-Community. Schlechte Stimmung ist da selten. Und man geht auf Augenhöhe miteinander um, selbst wenn große Leistungsunterschiede da sind.
Mit deiner Doppelpartnerin Lena Plümer trittst du demnächst beim P2 an. Was erwartest du dir davon und was sind deine nächsten Ziele? Wir wollen die mega Atmosphäre und möglichst viele tolle Matches genießen. Und dann möchte ich die Eins in Deutschland lange halten und auf internationalem Niveau unter die Top-250 kommen.