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3. Sep 2021

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Lifestyle

Über die Hälfte aller Frauen haben unterschiedlich große Brüste

Journalist: Katja Deutsch

Barbie hat die längsten Beine, die schmalste Taille, die längsten und vollsten Haare – und perfekt geformte und exakt gleich große Brüste. Glücklicherweise sehen echte Frauen aber nicht aus wie die tausendste Kopie von Barbie, sondern sind sehr individuell in ihrer Schönheit. 

Neben verschiedenen Schuhgrößen und unterschiedlich langen Beinen hat auch mehr als die Hälfte aller Frauen auf der Welt unterschiedliche Brüste. Sei es, dass eine Brust schlaffer ist als die andere, dass bei einer die Brustwarze mehr nach außen zeigt, oder dass eine Brust mehr Volumen hat. Expert:innen beschreiben insgesamt sieben verschiedene mögliche Unterschiede der Brustform. 

Oftmals beträgt dieser Unterschied nur wenige Millimeter, sodass der BH auf der einen Seite Falten wirft, doch auch dauerhaft verschiedene Körbchengrößen sind keine Seltenheit. Bei einer halben Körbchengröße Unterschied gibt es oft Probleme, einen gutsitzenden BH zu finden. Es ist in solch einem Fall besser, sich an der größeren Brust zu orientieren und den Größenunterschied der kleineren Seite mit Einlagen aus Schaumstoff oder Silikon auszugleichen. Auch BHs mit herausnehmbaren Kissen eignen sich hierbei gut: Auf der Seite mit der größeren Brust nimmt man die Verstärkung einfach heraus, um so optisch ein symmetrisches Dekolleté zu bekommen. Es gibt mittlerweile auch einen Anbieter, der BHs mit unterschiedlichen Körbchengrößen anbietet. Ein gutsitzender BH ist wichtig, er sollte die Brust gut stützen, aber weder Falten werfen noch Druckstellen hinterlassen oder einschneiden. Um Wülste unter den Achseln zu vermeiden und einen guten Sitz zu garantieren, hebt man die Brust vorsichtig in das BH-Körbchen hinein

Jeder Körper ist anders, jeder ist auf seine Weise schön, sexy und begehrenswert. Keine Frau und erst recht kein Mann sollte sich selbst oder andere abwerten, weil die Brüste hängen, eine Trichterform haben oder ungleich geformt sind. Ein vermeintlich perfektes Aussehen ist kein Garant für immerwährende Glückseligkeit, auch wenn das gerne so vermittelt wird. Auch nach Schwangerschaften und langen Stillzeiten können sich die Brüste verändern: Viele Frauen sind Rechtshänderinnen und legen ihr Baby deshalb öfter an die linke Seite, sodass links mehr Milch produziert wird und die Brust größer wird. 

Unterschiedliche große, unterschiedlich geformte und insbesondere „Rüsselbrüste“ empfinden viele Frauen trotzdem als enormen seelischen Stress. Oft verhindert der asymmetrische Busen sogar das Ausleben einer erfüllenden und entspannten Sexualität. Wird der Leidensdruck zu stark, besteht die Möglichkeit einer operativen Angleichung: Fettabsaugung, Straffung, Veränderung der Brustwarzenvorhöfe, Aufbau mit Silikon oder Eigenfett. Nutzen und Risiken sollte man hier allerdings genau abwägen und sich auch nicht gleich beim vermeintlich günstigsten Anbieter unters Messer legen. Jede Frau ist anders, jede Frau ist schön: Das gilt auch nach einer Brustoperation infolge einer Krebserkrankung. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, dabei wird heute glücklicherweise in den meisten Fällen eine Brust erhaltende Therapie durchgeführt, also so wenig Gewebe wie möglich entfernt. Das Ergebnis sind auch hier asymmetrische Brüste.

Die meisten wünschen sich nach einer Operation optisch ihre Weiblichkeit und einen Aufbau ihrer Brust zurück, andere bleiben lieber „oben ohne“. Denn ein glückliches Leben und eine glückliche Beziehung hängen nicht von äußerlichen Gegebenheiten und dem vermeintlich perfekten Busen ab.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.