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14. Okt 2020

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Wirtschaft

Was verändert die Digitalisierung bei der Tiernahrung?

Journalist: Alicia Steinbrück

Dr. Herman-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung Deutscher Verband Tiernahrung e. V., über die Qualität von Tierfutter und die neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung.


Dr. Herman-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung Deutscher Verband Tiernahrung e. V.; Foto: Presse

Die Futtermittelwirtschaft ist ein elementarer Bestandteil für die Herstellung von tierischen Lebensmitteln: Von der Aufnahme der Erntegüter bis zur Fütterung der Tiere. Mit einer Vielzahl von Agrarrohstoffen werden hochwertige Futtermittel hergestellt: Weizen aus der Region, Sojaschrot aus Südamerika, Futterzusatzstoffe aus Asien oder Nebenprodukte der Lebensmittelerzeugung werden auf eine Vielzahl von Kriterien überprüft. 

Das Qualitätsmanagement erhält durch die Digitalisierung neue Möglichkeiten. Satellitengestützte Feldaufnahmen, Laborergebnisse mit Nanogrammwerten in Echtzeit und Informationen aus Rückstellmustern für ausgelieferte Ware an die Partner der Supply Chain sind Beispiele. Das eröffnet neue Möglichkeiten, Prozesse zu beschleunigen und effizienter zu machen. Das digital begleitete Tier kann optimal ernährt werden – zu seinem Wohl und zum Klimaschutz. 

27. Nov 2025

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Wirtschaft

Landmaschinen-Hersteller: „In 10 Jahren ist KI auf dem Acker“ – mit Philipp Horsch, Geschäftsführer des Landmaschinen-Herstellers Horsch mit Sitz in Schwandorf bei Regensburg

![Philipp Horsch 2023 (2) ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Philipp_Horsch_2023_2_ONLINE_6f2ac62a0a.jpg) ``` Philipp Horsch, Geschäftsführer des Landmaschinen-Herstellers Horsch mit Sitz in Schwandorf bei Regensburg ``` **Wo steht deutsche Landmaschinen-Technik im internationalen Vergleich?** Deutschland ist da führend. Wir haben im Gegensatz zu anderen Ländern eine sehr exportfreudige Industriekultur. Trotzdem macht uns die geopolitische Situation Sorgen. **Sie meinen die US-Zölle?** Ja, unter anderem. Zum Glück sind die USA für uns nur ein kleiner Markt. Wir machen dort nur ca. fünf Prozent unseres Umsatzes. **Wann kommt denn die KI auf den Acker?** Ich schätze, dass wir in 5-10 Jahren soweit sind. Die Situation auf dem Acker ist erheblich komplexer als auf der Straße. Sie wissen z. B. nie genau, wann es wie viel regnen wird. Der Boden verändert sich ständig. Davon hängt aber z. B. ab, wie tief das Saatgut eingebracht werden muss. Hinzu kommen Einflüsse im Bereich der Oberfläche wie organische Rückstände oder Steine. Trotzdem wird schon heute automatisiert gefahren, d. h.: Die Maschine fährt autonom, der Fahrer überwacht sie nur noch. **Was wird später mal aus Ihrem Familienunternehmen?** Der Generationswechsel ist eines der wichtigsten Themen eines jeden Unternehmens. Bei uns sieht es gut aus: Wir sind vier Gesellschafterfamilien mit 13 Kindern in der nächsten Generation. Wahrscheinlich die Hälfte davon tendiert in unsere Firma, vier davon sind schon operativ im Unternehmen tätig.