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15. Sep 2022

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Lifestyle

Wenn der Rücken zum Problem wird

Journalist: Julia Butz

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Foto: Morrow Solutions/unsplash

Kreuzschmerzen, Hexenschuss, mal ist der Rücken steif, mal zieht es im Nacken. Rückenbeschwerden zählen zu den häufigsten Schmerzproblemen überhaupt.

Geformt wie ein doppeltes S und aus 24 Wirbeln bestehend, gehört die Wirbelsäule für viele Menschen zur Problemzone – für fast jedes Alter. Bewegungsschwierigkeiten und Rückenschmerzen treffen junge wie alte Menschen. Mitunter sind diese so stark, dass Bewegung gar nicht mehr möglich ist.

Dabei unterscheiden Mediziner nach der Ursache in spezifische oder nicht-spezifische Rückenschmerzen, nach zeitlichem Verlauf, nach Schweregrad und ob es sich um einen akuten, sub-akuten oder chronischen Schmerz handelt. Die Wirbelsäule steht im Fokus: Die Mehrzahl der Betroffenen hat mit nicht-spezifische Rückenschmerzen zu tun, also Schmerzen, die nicht auf eine spezifische medizinische Ursache zurückzuführen sind, wie z. B. bei einem Bandscheibenvorfall, sondern bei denen es sich um Funktionsstörungen von meist kürzerer Dauer handelt, die nicht chronisch sind und wieder abklingen.

Muskelverspannungen durch Fehlhaltungen, ungleichmäßige oder einseitige Belastungen und mangelnde Bewegung können die Ursache für nicht-spezifische Rückenschmerzen sein. Ruckartige Bewegungen z. B. beim Sport oder Heben können zu einer Wirbelblockade oder Wirbelfehlstellung führen. Schmerzen in der Nackenregion, Verspannungen und Verhärtungen in der oberen Brustwirbel- und Halswirbelsäule entstehen häufig durch eine ungünstige Körperhaltung beim Arbeiten und Sitzen am Computer. Aber auch Stress und psychische Belastungen können zu Rückenbeschwerden führen. Spezifische Rückenschmerzen können auch Ausdruck anderer Erkrankungen sein, die den Rücken miteinbeziehen. Hier können die Ursachen in Entzündungen eines Organs liegen, wie z. B. bei einer Nierenbecken- oder Prostataentzündung, Lungen- oder Wirbelsäulentumore oder auch Herzerkrankungen, die auf den Rücken abstrahlen.

Vieles lässt sich für einen starken Rücken tun. Zunächst durch richtiges Bücken und Heben, einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz und viel Bewegung. Bei akutem Schmerz helfen Wärmebehandlungen oder auch alternative Heilmethoden, die schulmedizinische Verfahren unterstützen, wie z. B. Ayurveda oder Akupunktur. In der Rückenschule können gezielte muskelkräftigende Übungen für Problemzonen innerhalb der Wirbelsäule aufgebaut und ebenso Entspannungstechniken gelernt werden. Denn manchmal ist Bewegung nicht genug. Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz, der zum einen mehr Mobilität bei einer gezielten Stärkung der Muskeln durch Bewegungstherapie bringt sowie eine mentale Stärkung. Psyche, Ernährung oder Lebensumstände sind ebenso zentral für die Heilung und Förderung des Selbstheilungsprozesses des Organismus. Wenn sich alle Aspekte als feste Einheiten in den Alltag integrieren lassen, hilft dies gezielt vorzubeugen – bevor man zu Medikament oder Spritze greifen muss.

Fakten: Rückenschmerzen sind laut Deutscher Gesellschaft für Schmerztherapie Volkskrankheit Nr. 1. Jeder Dritte in Deutschland hat sie, über 70 % erwischt es einmal im Jahr. Dabei ist jeder Zweite noch unter 30, schon die Hälfte der Berufseinsteiger hat Rückenprobleme.

27. Mär 2026

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Lifestyle

Zwischen Feinschliff und Neuanfang

![Helen Briem_(c)_Frank Föhlinger (2) Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Helen_Briem_c_Frank_Foehlinger_2_Online_23388c2dce.JPG) Helen Briem (20) ist eine der größten Hoffnungsträgerinnen im deutschen Golfsport. Nach ihrer Zeit als Weltranglistenerste bei den Amateuren und beeindruckenden Auftritten auf der Ladies European Tour schlägt sie nun bereits in ihrer zweiten Profi-Saison auf der prestigeträchtigen LPGA-Tour ab. **Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Vorbereitung?** Ich möchte wieder mehr Konstanz in mein langes Spiel bringen, vor allem aus der Tee Box. Daher arbeite ich intensiv an meinem Schwung. Aber auch das Putten steht im Fokus. Zudem werde ich ein paar Tage früher zum ersten Turnier anreisen, um dort auf Rasen und unter Turnierbedingungen den letzten Feinschliff zu bekommen. **Worauf sind Sie mit Blick auf die kommenden Monate gespannt?** Ich freue mich auf meine erste Saison auf der LPGA, werde aber auch das ein oder andere LET-Turnier spielen. Das ist jedoch recht schwer zu planen. Daher bin ich gespannt, welche Turniere ich schlussendlich spielen werde und, ob es vielleicht sogar für das ein oder andere Major reicht. **Was gibt Ihnen auf dem Platz Vertrauen?** Ich versuche, mich auf meinen Rhythmus zu fokussieren. Ich weiß auch, dass es meist einen nächsten Tag gibt, an dem es wieder besser laufen kann. Außerdem stehen auf der Scorekarte keine Bilder – der Ball muss ins Loch, nicht jeder Schlag muss perfekt aussehen. Genau das rate ich auch Amateurgolfern: den Fokus auf den Rhythmus legen und sich nicht auf perfekte, sondern auf effektive Schläge konzentrieren. ![Nicolai von Dellingshausen_(c)_Frank Föhlinger Online .jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Nicolai_von_Dellingshausen_c_Frank_Foehlinger_Online_c8e56cb3d7.jpg) Nicolai von Dellingshausen (33) absolviert dieses Jahr seine vierte volle Saison auf der DP World Tour. Im vergangenen Jahr feierte er in Österreich seinen Premierensieg in der europäischen Eliteklasse und krönte die Spielzeit als bester Deutscher im Gesamtranking. **An welchen Details arbeiten Sie jetzt besonders, um sich optimal auf die Turniere einzustellen?** Ich arbeite vor allem daran, eine bessere Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Ich versuche, dieses Jahr bewusster zu planen und gleichzeitig die spielerischen und mentalen Fortschritte aus 2025 weiterauszubauen. **Welche Erwartungen haben Sie für diese Saison?** In der Vergangenheit haben meine Erwartungen selten zu etwas Positivem geführt. Daher versuche ich mich davon zu lösen. Wichtiger sind für mich die Standards, die ich mir über die Zeit erarbeitet habe – sowohl im spielerischen als auch im mentalen Bereich. Diese möchte ich nicht nur halten, sondern weiterentwickeln. **Wie gelingt es Ihnen, in entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben?** Es hilft mir, meine Gefühle in dem Moment bewusst wahrzunehmen und ehrlich zu mir zu sein. Dieses Annehmen von Druck oder Nervosität sorgt für Klarheit und gibt mir das Vertrauen, auch in schwierigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. ![Max Kieffer_(c)_Frank Föhlinger_U (1) Kopie Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Max_Kieffer_c_Frank_Foehlinger_U_1_Kopie_Online_8aacbd4d7b.JPG) Max Kieffer (35) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Golfsports. Nachdem der Düsseldorfer beeindruckende 13 Jahre ununterbrochen auf der DP World Tour aktiv war, nutzt er die Erfahrungen einer herausfordernden vergangenen Saison nun als Ansporn für einen fokussierten Neustart im kommenden Jahr. **Welche Themen stehen im Vordergrund?** Aktuell liegt mein Fokus vor allem darauf, mein Eisenspiel und mein Putten wieder auf ein höheres Level zu bringen. Im Eisenspiel ist es eine Mischung aus gezieltem Techniktraining und dem Übertragen der technischen Anpassungen auf den Platz. **Was nehmen Sie sich für diese Saison vor?** Ergebnistechnisch ist mein klares Ziel, mir die Tour-Karte der DP World Tour zurückzuholen. Gleichzeitig möchte ich mein Spiel weiterentwickeln und wieder auf ein hohes Level bringen. **Was hilft Ihnen, nach Rückschlägen den Kopf wieder freizubekommen?** Golf darf man nicht zu ernst nehmen. Rückschläge gehören dazu. Und mir hilft es, bewusst aus der Turnier-Bubble herauszukommen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Das rate ich auch Hobbygolfern: sich von schlechten Runden nicht zu sehr mitnehmen zu lassen und den Spaß am Spiel zu bewahren. ![Alexandra Försterling_(c)_Frank Föhlinger_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Alexandra_Foersterling_c_Frank_Foehlinger_2_Online_d89ae6c7c0.jpg) Alexandra Försterling (26) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Golferinnen der vergangenen Jahre. Die Berlinerin startete 2023 als Profi durch, konnte seitdem bereits viermal auf der Ladies European Tour gewinnen und durfte bei den olympischen Spielen für das Team Deutschland antreten. **Woran arbeiten Sie in Ihrer Vorbereitung auf die neue Saison besonders?** Aktuell arbeite ich intensiv an meinem Schwung, da sich dafür die Saisonpause am besten eignet. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf körperliche Regeneration, um nach meiner Verletzung 2025 wieder mein volles Potenzial zu erreichen. **Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?** Mein Ziel ist es, wieder im Siegerkreis zu stehen. Gleichzeitig möchte ich in jedem Turnier mein Bestes geben, geduldig bleiben, meinem Spiel vertrauen und die Freude am Golf bewahren. **Was hilft Ihnen, in Drucksituationen ruhig zu bleiben?** In Drucksituationen hilft mir die Konzentration auf meine Bauchatmung. Das beruhigt mich und senkt den Puls. Zudem lenke ich mich kurz ab, etwa durch ein lockeres Gespräch mit meinem Caddie. Das können auch Freizeitgolfer übernehmen: Ruhig atmen, im Moment bleiben und sich nicht von der Situation überwältigen lassen.