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23. Sep 2026

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Gesundheit

Wie man länger gesund und glücklich lebt – mit Nina Ruge, Fernsehmoderatorin und Buchautorin

Journalist: Karin Kudla

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Foto: Getty Images/unsplash, QVC Deutschland

Die Lebenserwartung in Deutschland wächst – doch damit wachsen die gesundheitlichen Herausforderungen. Prävention ist der Weg zur „Longevity“.

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Nina Ruge, Fernsehmoderatorin und Buchautorin

Die meisten Menschen wünschen sich, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben, statt die gewonnenen Lebensjahre im Pflegeheim zu verbringen. Nina Ruge (69), bekannt als Fernsehmoderatorin, hat sich als Buchautorin den Themen Prävention und gesundes Altern verschrieben.

Was versteht man unter „Longevity“ und warum gewinnt das Thema gerade jetzt so stark an Bedeutung? „Longevity“ ist zum Buzzword für eine Art Dschungelcamp der illusorischen Erwartungen geworden. Bald kannst du 100 Jahre und älter werden, wenn du in jede Menge „Therapien“ investierst. Forschung und Entwicklung zu den zellulären Ursachen des Alterns sind in den letzten 20 Jahren explodiert. Das weckt die uralte Hoffnung, sich den Menschheitstraum der ewigen Jugend erfüllen zu können. Und da die Alterungsprozesse sehr komplex sind, was keiner auf Anhieb verstehen kann, werden auf diesem Humus illusorische Verjüngungstherapien verkauft. Seriöse Wissenschaft liefert keine Wunderpille, aber jede Menge hochspannender Erkenntnisse darüber, wie wir Alterskrankheiten möglichst lange vermeiden können. Derzeit verbringen Menschen in Deutschland im Durchschnitt rund zwölf Jahre ihres Lebens mit Alterskrankheiten. Deshalb bevorzuge ich „Preventive Healthcare“ und „Power of Prevention“. Das Ziel: mehr gesunde Jahre. Wenn dabei auch noch mehr Lebensjahre herausspringen, ist das schön. Also: Ich möchte jung sterben. Und das möglichst spät!

Ernährung, Bewegung, Schlaf und mentale Gesundheit gelten als die vier Grundpfeiler eines gesunden Alterns. Welche Rolle spielt jeder dieser Bereiche? Nur ein paar Stichworte: Ernährung: Gemüsebasiert – richtig viel, frisch, nicht verkocht. Wenig Kohlenhydrate wie Zucker, Weißmehl, Süßgetränke, keine hochverarbeiteten Lebensmittel wie Fertigpizza, Fruchtjoghurt oder Weißmehl-Toast, gute pflanzliche Öle – kein oder wenig Fleisch. Das ist die Basis – gemeinsam mit täglicher Bewegung, die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Balance trainiert. Tiefschlaf ist ein Regenerationsbooster – wir wissen heute sehr viel darüber, wie wir ihn ins Bett locken können. Stressmanagement ist enorm wichtig für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Und es gibt noch sehr viel mehr: Zum Beispiel regelmäßige Impfung, Hormonersatztherapie für die Frau in der Menopause – und lebenslange Diagnostik!

Nicht alles auf einmal, sondern step by step, wie es zur Persönlichkeit passt.

Welche Veränderungen im Alltag können langfristig den größten Unterschied machen? Täglich Bewegung einbauen, und je älter, desto mehr Krafttraining! Kalorien dauerhaft reduzieren, am besten mit Hilfe von Gemüse und Vollkorn – Zucker, Fleisch, Fertignahrung, Süßgetränke meiden. Kleine Inseln der Regeneration einbauen. Und: Nicht alles auf einmal, sondern step by step, wie es zur Persönlichkeit passt.

Wo sehen Sie wissenschaftlich belegte Innovationen im Bereich gesundes Altern? Zu den Lebensstilfaktoren für ein Leben in langer Gesundheit gibt es jede Menge valide wissenschaftliche Belege. Zu manchen Nahrungsergänzungsmitteln auch – wie Vitamin D, Omega-3, Kreatin, Mineralstoffen etc. Wer sich Einblick in die aktuell spannendsten Forschungsfelder verschaffen möchte, sollte in meinen Podcast STAYOUNG hineinhören. Ich habe jeden Freitag die besten Experten und Wissenschaftler dazu im (verständlichen!) Gespräch.

Als Fernsehmoderatorin agierte Nina Ruge sicher in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und People-Journalismus. Für sie kann Schönheit das Ergebnis einer gesunden Lebensweise, innerer Stärke und Bescheidenheit sein. Um selbst gesund zu altern, folgt sie ihrem Motto: „Alles wird gut. Aber nicht von alleine!“

Seriöse Wissenschaft liefert keine Wunderpille, aber jede Menge hochspannender Erkenntnisse darüber, wie wir Alterskrankheiten möglichst lange vermeiden können.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Weit verbreitet, aber oft übersehen: Postpartale Depression – mit Dr. Christiane Sommer, Medical Lead Alzheimer-Erkrankung und Postpartale Depression bei Biogen

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Dr. Christiane Sommer, Medical Lead Alzheimer-Erkrankung und Postpartale Depression bei Biogen

Niedergeschlagenheit, Angst, starke Überforderung oder Schwierigkeiten, eine Bindung zum Kind aufzubauen: Etwa jede siebte Mutter in Deutschland ist von einer Postpartalen Depression (PPD) betroffen.

Jährlich erkranken rund 85.000 Frauen daran. Dabei geht es nicht um den sogenannten Babyblues, der viele Frauen in den ersten Tagen nach der Geburt betrifft und meist nach ein bis zwei Wochen wieder abklingt. Eine PPD ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Die Symptome können bereits während der Schwangerschaft auftreten oder sich erst nach der Entbindung entwickeln. Sie können über Monate, in manchen Fällen sogar über Jahre andauern und das Leben der Betroffenen sowie ihrer Familien erheblich beeinträchtigen.

Trotzdem bleibt die Erkrankung häufig unsichtbar und ist noch immer tabuisiert. Aus Scham oder Angst vor Verurteilung sprechen viele nicht darüber. „Eine Postpartale Depression bleibt oft unerkannt – nicht, weil sie selten ist, sondern weil zu wenig darüber gesprochen wird. Viele Frauen wissen nicht, dass das, was sie fühlen, eine Erkrankung ist – und dass es Hilfe gibt“, betont Dr. Christiane Sommer, Medical Lead Alzheimer-Erkrankung und Postpartale Depression bei Biogen. Umso wichtiger ist es, Bewusstsein zu schaffen, Vorurteile abzubauen und den Zugang zu Unterstützung zu stärken. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, da die Erkrankung behandelbar ist und unterschiedliche therapeutische Ansätze existieren. Keine Mutter sollte mit einer PPD allein bleiben.

Eine Postpartale Depression bleibt oft unerkannt – nicht, weil sie selten ist, sondern weil zu wenig darüber gesprochen wird.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Erholung, die bleibt – Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing

![Portrait Herr Holzapfel ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Portrait_Herr_Holzapfel_ONLINE_4e2e92cdb9.jpg) ``` Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing ``` Wer möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben möchte, sollte nicht erst reagieren, wenn Beschwerden auftreten. Entscheidend ist, frühzeitig auf den eigenen Körper zu hören und Regeneration fest in den Alltag einzubauen. Dafür gibt es für mich nicht die eine Methode. Bewegung, Ernährung, guter Schlaf und mentale Entlastung gehören zusammen. Auch Thermalwasser kann dabei viel leisten, weil Wärme, Bewegung und Entspannung unmittelbar zusammenkommen. Wichtig ist aber auch, dass Erholung nicht an der Hoteltür endet. Im besten Fall nehmen Gäste etwas von dem mit nach Hause, was ihnen hier guttut: bewusste Pausen, mehr Bewegung, Atemübungen, Sauna, Schwimmen oder einfach das Wissen, wie gut es tut, zwischendurch nichts leisten zu müssen. Genau darin liegt für mich der nachhaltige Wert eines solchen Aufenthalts. Beim Thema Longevity wird heute vieles neu verpackt. Einige Bausteine kennen wir seit Jahrzehnten. Neu ist vor allem, sie stärker miteinander zu verbinden und Gesundheit körperlich wie mental zu betrachten. Ich selbst laufe viel in der Natur, schwimme und nutze täglich Atemübungen nach der Wim-Hof-Methode. Mein wichtigster Rat ist trotzdem ganz einfach: auf sich selbst achten. Stress gehört zum Leben. Aber Anspannung und bewusste Entspannung müssen sich die Waage halten.