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17. Dez 2019

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Gesellschaft

Willkommen im Zeitalter der Sachwerte

Journalist: Rolf B. Pieper

Diversifizieren Sie in der Breite und werden Sie Krisensieger

Sachwert oder Geldwert - das ist eine der grundlegenden Entscheidungen. In unsicheren Zeiten rückt die Sicherheit stärker in den Fokus; Sachwerte sind dann besonders gefragt, doch die "richtigen" Anlagen zu finden, ist nicht einfach.

Sachwerte haben sich seit Jahrhunderten - insbesondere in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen – bewährt. Sie sind die einzig verlässlichen Wertspeicher und bieten für Vermögen jeder Größenordnung bestmöglichen Schutz.

Im Gegensatz zum Geldwertprinzip: Es gibt ein Zinsversprechen auf einem Schriftstück, basierend auf Schulden, begleitet mit sehr wenig Sicherheit. Jeder Geldwert ist der Inflation ausgesetzt und muss zur Werterhaltung hohe Zinsen produzieren. Sogar der Nobelpreisträger Markowitz irrte mit seiner Portfoliotheorie – statt risikolosem Zins gibt es heute zinsloses Risiko.

Entwickeln Sie sich vom Sparer zum Investor – diversifizieren Sie mit Sachwerten! Sachwerte zeichnen sich durch relativ hohe Wertbeständigkeit aus. Nahezu jeder Sachwert erfährt durch die Inflation einen Wertzuwachs - es muss immer mehr Geld für das Produkt ausgegeben werden. Zur Geldanlage eignen sich fast alle Sachwerte, jedoch mit unterschiedlicher Ausgestaltung für Liquidität, Wertsteigerungspotenzial und Laufzeit. Geschickte Diversifikation, also Streuung, offeriert die maximale Sicherheit auch bei der Sachwert-Anlage. Besonders gefragt sind Edelmetalle als Sachwert, weil sie niemals ihren Wert verlieren werden. Aber auch neue Sachwerte rücken immer mehr in den Fokus der Anleger: Technologiemetalle! Im Bereich der Rohstoffe bieten sie durch Ihre Knappheit den besten Nährboden für Renditen - von der Natur aus begrenzt und mathematisch nicht vermehrbar. Das neue Gold! 

2. Jul 2026

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Gesellschaft

Deutschland in einer neuen sicherheitspolitischen Realität – Ein Beitrag von Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer, BDSV

Liebe Leserinnen und Leser, „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“. Diesen Satz des Generalinspekteurs Carsten Breuer haben sich inzwischen auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius zu eigen gemacht. Er beschreibt eine neue sicherheitspolitische Realität, mit der wir uns auch im fünften Kriegsjahr der russischen Vollinvasion auf die Ukraine konfrontiert sehen und die Grundlage für unser sicherheitspolitisches Handeln sein muss. Der Zwischenzustand, der unserem Land damit attestiert wird, ist in dieser Form im Grundgesetz jedenfalls nicht vorgesehen. Unsere Verfassung unterscheidet zwischen Friedenszustand, dem Spannungsfall als Vorstufe des Verteidigungsfalls, die bereits die Anwendung bestimmter Notstandsrechtsvorschriften ermöglicht und dem eigentlichen Verteidigungsfall. Letzterer tritt nach Artikel 115a Grundgesetz dann ein, wenn das Staatsgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht. Nach Analysen der NATO besteht das Ziel, unsere Streitkräfte spätestens bis zum Jahr 2029 rundherum abschreckungs- und verteidigungsfähig auszustatten. Dieses Ziel muss darüber hinaus mit einer umfassenden Befähigung zur Gesamtverteidigung im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Resilienz einhergehen. Schon heute erleben wir ständige hybride Angriffe in der Form von Drohnenüberflügen, Cyber-Attacken oder Desinformationskampagnen, die bestimmten staatlichen Akteuren zugeordnet werden. >Nach Analysen der NATO besteht das Ziel, unsere Streitkräfte spätestens bis zum Jahr 2029 rundherum abschreckungs- und verteidigungsfähig auszustatten. Hieraus ergeben sich zweierlei Schlussfolgerungen: Erstens: Um unserem Beitrag in diesem Prozess – wie der NATO versprochen – zu erfüllen, wollen wir schon im Jahr 2029 ca. 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung sowie perspektivisch weitere 1,5 % des BIP für militärisch-relevante Infrastrukturmaßnahmen ausgeben. Rechnet man diese Ausgaben zusammen, so machen diese im Jahr 2029 40 % unseres Bundeshaushaltes aus. Allein in den Verteidigungsbudgets der Jahre 2025 bis 2029 sind kumuliert ca. 200 Milliarden Euro nur für Rüstungsausgaben geplant. Kurz: Es geht also um gewaltige Summen, die unsere Volkswirtschaft als Ganzes fordern. Zweitens benötigen wir ein umfassendes Verständnis der Sicherheits- und Resilienz-Notwendigkeiten in unserer Gesellschaft. Die Gewährleistung von Sicherheit ist die zentrale Querschnittsaufgabe unserer Zeit, die jeden und jede von uns betrifft: im Bevölkerungsschutz, beim Schutz kritischer Infrastrukturen, über Bedrohungen zu Lande, zu Wasser, in der Luft sowie im Cyberraum. Jeder Sektor ist gefragt, hier einen Beitrag leisten. In der Politik schließlich müssen diese Anstrengungen koordiniert und verzahnt werden. Dokumente wie die Nationale Sicherheitsstrategie oder die unlängst vorgestellte Militärstrategie sind der notwendige Ausfluss dieser Anstrengungen. Im BDSV wird dieser umfassende Sicherheitsbegriff seit unserer Gründung im Jahr 2009 konsequent gelebt. In unserem Verband sind alle Ausrüster staatlicher Sicherheitsbehörden willkommen und vereint. Über die Plattform SVI-Connect, die wir gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ins Leben gerufen haben, leisten wir seit Jahresbeginn zudem einen Beitrag zur Verzahnung klassischer Rüstungsunternehmen mit neuen, bislang überwiegend zivilen Zulieferern – zum Vorteil beider Seiten. Nicht zuletzt deshalb ist Deutschland auf gutem Weg, seine selbstgesteckten Ziele in der Zeitenwende zu erreichen. Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie tut alles in ihrer Macht Stehende, um hier ihren Beitrag zu leisten.