Diesen Artikel teilen:

23. Dez 2021

|

Gesellschaft

Wussten sie schon, dass... Bauherren von Fördermöglichkeiten für energieeffizientes Bauen profitieren?

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Maximilian Nötzel, Geschäftsführer der Ytong Bausatzhaus GmbH, informiert über finanzielle Fördermöglichkeiten für Energieeffizienzhäuser.

Maximilian Nötzel, Geschäftsführer der Ytong Bausatzhaus GmbH, Foto: Presse

Energieeffizientes Bauen ist auch finanziell attraktiv. Wer ein Energieeffizienzhaus baut, kann bei der KfW zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse erhalten. Für das Förderprogramm Energieeffizientes Bauen gilt: Je geringer der Energiebedarf der Immobilie, desto höher der Förder- und Tilgungszuschuss. Zur Bewertung wurden drei Effizienzhaus-Standards festgelegt: 55, 40 und 40 Plus. Für sie alle gibt es zusätzlich einen Bonus, wenn die Kriterien für die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder Nachhaltigkeits-Klasse (NH) erreicht werden. Hier beträgt der mögliche Kreditbetrag 150.000 Euro, der (Til- gungs-)Zuschuss ist jeweils 2,5 Prozent höher als in der klassischen Effizienzhaus-Variante. Für ein Effizienzhaus 55 EE liegt er bei 26.250 Euro (statt 18.000 Euro). Voraussetzung für die EE-Klasse ist zum Beispiel, dass mindestens 55 Prozent regenerative Energie zur Wärmeversorgung des Gebäudes beiträgt oder ein Nachhaltigkeitszertifikat für das Effizienzhaus ausgestellt wird.

18. Mär 2026

|

Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.