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21. Dez 2020

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Gesellschaft

3 Fragen an Stefan Finkenzeller

Journalist: Armin Fuhrer

Es gibt noch enormes Wachstumspotenzial, meint der Geschäftsführer der PMG Projektraum Management GmbH im Interview.

Stefan Finkenzeller, Geschäftsführer der PMG Projektraum  Management GmbH, Foto: Presse

Was ist der erste Schritt in Richtung Digitalisierung?

Bei Bauprojekten ist der Überblick über die Projektorganisation sehr wichtig. Der Austausch mit vielen Projektbeteiligten aus verschieden Firmen stellt alle vor große Herausforderungen. Es ist eine zentrale Datenquelle notwendig, um analoge und digitale Prozesse zusammenzuführen und Fehler zu vermeiden. Prozesse sind unter anderem Plan- und Rechnungsprüfungsläufe, Mängeldokumentation und gemeinsames Reporting.

Was ist bei der Auswahl einer Lösung zu beachten?

Neben Standardkonformität mit den Industrieanforderungen für ein BIM-fähiges CDE (Common Data Environment) gemäß PAS 1192-2 und ISO 19650 spielt vor allem die Sicherheit eine entscheidende Rolle. So ist die Speicherung auf US-amerikanischen Servern beziehungsweise bei amerikanischen Firmen nicht mehr gestattet. Geboten ist Datensicherheit auf höchstem Niveau mit einer nach ISO 27001 zertifizierten Infrastruktur.

Wie weit ist die Digitalisierung fortgeschritten?

Der weltgrößte Industriezweig hat noch enormes Potenzial, um zu wachsen. Es gibt Akteure, die die Digitalisierung vorantreiben, darunter auch Forschungsprojekte, um zum Beispiel die Überwachung der Bauausführung mit Hilfe von KI zu optimieren.

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.