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21. Dez 2020

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Gesellschaft

3 Fragen an Stefan Finkenzeller

Journalist: Armin Fuhrer

Es gibt noch enormes Wachstumspotenzial, meint der Geschäftsführer der PMG Projektraum Management GmbH im Interview.

Stefan Finkenzeller, Geschäftsführer der PMG Projektraum  Management GmbH, Foto: Presse

Was ist der erste Schritt in Richtung Digitalisierung?

Bei Bauprojekten ist der Überblick über die Projektorganisation sehr wichtig. Der Austausch mit vielen Projektbeteiligten aus verschieden Firmen stellt alle vor große Herausforderungen. Es ist eine zentrale Datenquelle notwendig, um analoge und digitale Prozesse zusammenzuführen und Fehler zu vermeiden. Prozesse sind unter anderem Plan- und Rechnungsprüfungsläufe, Mängeldokumentation und gemeinsames Reporting.

Was ist bei der Auswahl einer Lösung zu beachten?

Neben Standardkonformität mit den Industrieanforderungen für ein BIM-fähiges CDE (Common Data Environment) gemäß PAS 1192-2 und ISO 19650 spielt vor allem die Sicherheit eine entscheidende Rolle. So ist die Speicherung auf US-amerikanischen Servern beziehungsweise bei amerikanischen Firmen nicht mehr gestattet. Geboten ist Datensicherheit auf höchstem Niveau mit einer nach ISO 27001 zertifizierten Infrastruktur.

Wie weit ist die Digitalisierung fortgeschritten?

Der weltgrößte Industriezweig hat noch enormes Potenzial, um zu wachsen. Es gibt Akteure, die die Digitalisierung vorantreiben, darunter auch Forschungsprojekte, um zum Beispiel die Überwachung der Bauausführung mit Hilfe von KI zu optimieren.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“