Diesen Artikel teilen:

30. Apr 2026

|

Gesellschaft

Ohne stabiles Internet wird vieles mühsam

Journalist: Katja Deutsch

|

Foto: Point Normal/unsplash

Ein Leben ohne Internet ist zwar möglich, für viele Menschen jedoch kaum noch vorstellbar. Rund sechs Milliarden Menschen weltweit nutzen es, von gelegentlicher Anwendung bis hin zur nahezu permanenten Online-Präsenz. Das Internet ist längst zu einer grundlegenden Infrastruktur geworden, vergleichbar mit Strom, Licht oder fließendem Wasser. Nahezu alle Bereiche des modernen Lebens sind heute digital organisiert: mobiles Arbeiten, Recherche, Reisebuchungen, Urlaubsplanung, Unterhaltung, Kochen, Bankgeschäfte, Streaming, Arzttermine und nicht zuletzt soziale Kontakte. Auch im Bereich Smart Living ist eine stabile Internetverbindung entscheidend, um Geräte wie Saugroboter, Beleuchtung, Verschattung oder Heizungen automatisiert und per App zu steuern.

Darüber hinaus steht das Internet für freien Zugang zu Informationen, Wissen und Bildung. Es schafft neue Chancen, ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und trägt zur Demokratisierung von Information bei. Ein offenes Internet ist damit weit mehr als nur technische Infrastruktur, es ist ein zentraler gesellschaftlicher Wert geworden. Mit der wachsenden Zahl mobiler Anwendungen steigen auch die Anforderungen an die digitale Infrastruktur. Cloud-Dienste, Online-Gaming, Videokonferenzen und zunehmend auch KI-Anwendungen benötigen hohe Bandbreiten, geringe Latenzen und vor allem stabile Verbindungen. Dabei wird der Upload genauso wichtig wie der Download.

Deutschland hinkt dieser Entwicklung jedoch noch hinterher. Insbesondere beim Glasfaserausbau, der ein deutlich leistungsfähigeres und störungsresistenteres Netz ermöglicht, haben zahlreiche europäische Länder bereits größere Fortschritte erzielt. Vor allem in Skandinavien ist eine moderne digitale Infrastruktur längst Standard. Diese Entwicklung verändert auch die Erwartungen an Internetanbieter: Nutzerinnen und Nutzer geben sich nicht mehr mit einem „reicht schon“-Internet zufrieden. Gefragt sind heute Qualität, Transparenz und faire Preise – ohne versteckte Einschränkungen. In vielen europäischen Ländern führt genau diese Kombination, oft ergänzt durch offene Netze, zu einer hohen Kundenzufriedenheit.

Mit der wachsenden Zahl mobiler Anwendungen steigen auch die Anforderungen an die digitale Infrastruktur.

Die Qualität des Anbieters entscheidet also maßgeblich über das Nutzungserlebnis. Für die Zukunft braucht es Anbieter, die technologische Entwicklungen nicht nur verstehen, sondern konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer ausrichten.

Glasfaser spielt dabei eine zentrale Rolle. Da Daten per Licht übertragen werden, ist sie deutlich schneller und stabiler als herkömmliche Kupferleitungen wie DSL. Zudem ist sie weitgehend unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Wetter oder elektromagnetischen Störungen, und Upload- und Downloadgeschwindigkeiten sind häufig gleich hoch. Was in vielen nord- und westeuropäischen Ländern bereits Alltag ist, sollte sich auch in Deutschland durchsetzen, denn ein stabiles und leistungsfähiges Internet erleichtert das Leben spürbar.

Für die Zukunft braucht es Anbieter, die technologische Entwicklungen nicht nur verstehen, sondern konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer ausrichten.

22. Apr 2026

|

Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“