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13. Apr 2026

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Lifestyle

Ein Blick hinter die Sauercrowd-Kulissen – Im Interview mit Maximilian Knabe, Initiator und aktiver Spieler beim Event Sauercrowd.

Journalist: Julia Butz

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Foto: domo4photo

Sauercrowd, initiiert von HandOfBlood, Papaplatte und Metashi, ist eines der größten Events der Streaminggeschichte. Im Dezember letzten Jahres bildeten über 200 Creator und Spieler eine gemeinsame Gilde, um das Endgame im deutschen World of Warcraft (WoW) zu erreichen. Wir fragen Maximilian Knabe alias HandOfBlood wie er beim Sauercrowd-Event die doppelte Rolle als Initiator und aktiver Spieler erlebt hat.

Maximilian, welche Gefühle überwiegen in der Rückschau auf das Event? Meine Erfahrung ist natürlich stark von meiner Rolle als Organisator geprägt, entsprechend hat ehrlicherweise oft der Stress überwogen: bei so vielen Streamenden gab es viele Fragen und Needs, da stand ich ständig unter Strom. Wir haben die Arbeit in drei Teams aufgeteilt: Metashis Team betreute Discord, das Support-Ticketsystem und In-Game-Add-Ons; Papaplattes Team kümmerte sich um die Webseite und organisierte zusätzliche In-Game-Events. Mein Team fungierte als Schnittstelle: Wir haben Meetings organisiert und moderiert, Trailer-Drehs vorbereitet, redaktionelle Vorarbeit geleistet und während des Eventzeitraums die Gesamtorganisation übernommen. Ich war Hauptansprechpartner für viele Gildenmitglieder, leitete Gildenmeetings, wir bereiteten Raids* mit der entsprechenden Auswahl der richtigen Spieler vor und haben schnell auf Probleme im Discord und in-game reagiert. Ich hatte meine Augen also überall. Am Ende bleibt aber vor allem Stolz: Ich denke, wir haben mit Sauercrowd das größte Event in der Geschichte von Twitch-Deutschland auf die Beine gestellt.

Wie würdest du deine mentale Belastung vor und während des Events beschreiben? Meine Erwartungshaltung war: Das wird die beste Zeit deines Lebens. Das hat sich während des Events jedoch schnell verändert, denn das Ganze ist deutlich mehr Arbeit als gedacht. Dazu kam auch ein gewisser Druck. Innerhalb der Gilde mussten ständig Dinge abgestimmt werden, gleichzeitig gab es auch Erwartungen, Wünsche und Kritik aus den Communitys. WoW Classic ist ein sehr soziales Spiel, das viel Organisation und Kommunikation erfordert, weil viele der heutigen Komfort-Features fehlen. Mit über 200 unterschiedlichen Menschen und Lebensrealitäten zu arbeiten ist schon herausfordernd.

Wie bist du mit möglichem Frust umgegangen? Die Gemüter sind teilweise ziemlich hochgekocht und im Vorfeld wollten uns auch viele scheitern sehen, aber von den Teilnehmenden kam überwiegend positives Feedback. Höhen und Tiefen gehören bei so großen Projekten eben dazu. Ich versuche, Situationen zu akzeptieren, konstruktiv mit Kritik umzugehen und negative Emotionen nicht die Arbeit bestimmen zu lassen.

Ich denke, wir haben mit Sauercrowd das größte Event in der Geschichte von Twitch-Deutschland auf die Beine gestellt.

Da immer alles gut aufzufangen, auch wenn mal etwas destruktiv ist, ist bestimmt nicht leicht … … durch meine über 15-jährige berufliche Erfahrung mit Social Media habe ich mir eine ziemlich dicke Haut zugelegt. Auch, wenn es den Spaß am Event spürbar gebremst hat: Diese Verantwortung gehört eben dazu, wenn man ein solches Projekt organisiert und plant. Zum organisatorischen und emotionalen Stress kam dazu, dass ich während des Events zweimal krank war und dadurch deutlich weniger Zeit zum Spielen hatte. Am Ende war es für mich eher ein Rennen, rechtzeitig Level 60 zu erreichen und die Raid-Vorbereitungen zu schaffen.

Was kannst du aus dieser Erfahrung in Zukunft auch in Reallife anwenden? Komplett neue Dinge habe ich durch das Event ehrlich gesagt nicht gelernt. Viele der Fähigkeiten, die dafür nötig sind, kenne ich bereits aus meinem Berufsalltag. Auch große Twitch-Projekte habe ich schon häufiger umgesetzt, wie unsere Influencer Darts-WM. Diese Erfahrungen haben definitiv geholfen. Eine Gilde zu leiten oder Raids vorzubereiten, ist im Grunde vergleichbar mit Projektmanagement oder der Organisation eines Vereins. Da ich seit 2014 auch im Agenturumfeld arbeite, konnte ich viele dieser Skills bereits vorher anwenden. Das Event war eher eine sehr intensive Anwendung davon.

Würdest du ein Projekt dieser Größenordnung noch einmal initiieren? Stand jetzt bin ich erstmal ziemlich gesättigt (lacht). Aber meist ist es ja so, dass mit der Zeit vor allem die positiven Erinnerungen bleiben. Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich in ein oder zwei Jahren wieder Lust auf etwas Vergleichbares bekomme – vorausgesetzt, das Interesse von außen ist auch da. Mittlerweile bin ich aber auch Realist und weiß, was solche Events für mich, meinen Alltag und mein Privatleben bedeuten.

*Raid ist eine koordinierte Gruppenmission, bei der viele Spieler gemeinsam gegen besonders starke Gegner oder schwierige Inhalte kämpfen. Bei Sauercrowd war dies beispielsweise der Weg zum „Molten Core“, der das Überleben bis Stufe 60 ohne virtuelle Tode verlangte.

Factbox

Neben dem Zocken liebt Maximilian das Bogenschießen, seinen Hund Falco und sich auch lesend in fremden Welten zu verlieren: „Eragon“, „Die Gilde der Schwarzen Magier“, „Epic“ und „Das Zeitalter der Fünf“ gehören zu seinen Lieblingsbüchern.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.