Diesen Artikel teilen:

16. Mär 2021

|

Lifestyle

50Plus – Lebensfreude pur!

Journalist: Uwe-Matthias Müller

Der dritte Lebensabschnitt ist viel mehr als nur ein Ruhestand.

Es ist ein Anglizismus und er klingt gut:  BEST AGER. Die, die im besten Alter leben. Ich spreche lieber von 50Plus. Das ist zwar vergleichsweise hölzern, markiert aber genau die Altersgrenze, um die es geht. Was ist denn das  beste Alter?

Jedes Alter ist schön und hat seine Vorzüge. Warum tun sich so viele schwer damit, dem Alter 50Plus zu huldigen, das Alter zu akzeptieren und zu genießen?

Das Wort „Alter“ hat in unseren Ohren einen negativen Klang, suggeriert es doch statt Lebenserfahrung und neuer Perspektiven Ausrangiertsein, Gebrechlichkeit, Tod. Klar, diese Bedeutung kann das Wort Alter haben. Aber für Menschen 50Plus hat das Wort Alter ganz andere Bedeutungen.

In den Medien gibt es nur eine werberelevante Zielgruppe. Sie umfasst die Menschen, die zwischen 14 und 49 Jahre alt sind. Menschen über 50 kommen dort nicht (mehr) vor, mit denen lässt sich angeblich kein Geld mehr verdienen. Das war vielleicht früher richtig, ganz früher. Heute aber ist die Lebenserwartung unserer Bürger erfreulicherweise weit jenseits der 85 Jahre. Und obwohl mit zunehmendem Alter auch mehr Zipperlein auftreten, erfreuen sich viele Menschen dank gesünderer Ernährung und mehr Bewegung bis ins hohe Alter einer guten Gesundheit. Die Mehrheit der Menschen über 50 in unserem Land verfügt auch über die finanziellen Mittel ihr Leben so zu gestalten, wie sie sich das vorstellen. Die Bürger jenseits der 50 verfügen über das höchste Einkommen und die meisten Ersparnisse in unserem Land. Sie sind es, die am kräftigsten konsumieren. Und sie wollen sich nicht einschränken müssen, wenn sie nicht mehr täglich zur Arbeit gehen. Auch im höheren Alter soll der finanzielle Lebensstandard gesichert sein.

Menschen jenseits der 50 sind noch unglaublich aktiv. Sie glauben das nicht? Schauen Sie auf die Trainer-Gilde im Fußball. Die erfolgreichsten Trainer sind 50Plus. Schauen Sie ins Kino und Theater. Die ausdrucksstärksten und einprägsamsten Künstler sind 50Plus. Schauen Sie an die Werkbänke bei BMW und anderen Welt-Konzernen: Ein großer Teil der Beschäftigten ist 50Plus. Das gleiche Bild im Öffentlichen Dienst: Polizei, Lehrer, Feuerwehr-Leute – viele sind 50Plus. Das Durchschnittsalter der Abgeordneten im Deutschen Bundestag beträgt 49,4 Jahre. Unsere Gesellschaft würde ohne das bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen nicht funktionieren: Die meisten Engagierten sind 50Plus.

All diese Menschen verdienen Geld, wohnen in ihrer Wohnung oder ihrem Haus, haben Ersparnisse. Sie wollen in den Städten wohnen oder auf dem Land. Sie erwarten von der Politik, dass diese überall gleich-wertige Lebensverhältnisse erhält oder wieder schafft. Diese Menschen nehmen aktiv am sozialen Leben ihrer Gemeinde teil, wirklich oder digital. 

Diese Bürger wollen nicht mit 50 oder 60 „runter-fahren“. Ganz im Gegenteil, sie wollen vielleicht beruflich noch einmal einen Neustart wagen und ihr Wissen mit nachfolgenden Generationen teilen, sie wollen privat nachholen, wofür sie sich vorher keine Zeit genommen haben – eine neue Sprache lernen, malen, kochen, reisen. Sie machen das mit viel Freu-de, mit kräftigem Engagement und – mit Geld.

Sie leben im besten Alter. Das sind Best Ager!

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.