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28. Apr 2026

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Lifestyle

Abenteuer Van-Life

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse

Über das Glück, unterwegs zu sein und sein Zuhause doch immer dabei zu haben. Ein Interview mit den TraveI-Influencern Sabrina und Igor Bukovsky.

Freiheit, Abenteuer und Naturnähe – das verbindet man mit einem Leben im Van. Könnt Ihr das bestätigen?
Beide
: Auf jeden Fall. Die Freiheit zu haben, an einem Ort zu bleiben oder einfach weiterziehen zu können, unverhofft viel Neues zu entdecken und inmitten der Natur zu sein, … das ist es. Wir freuen uns aber auch immer wieder auf unser Zuhause, den festen Wohnsitz, den wir auch nicht missen möchten. Um dann wieder sagen zu können: Auf ins nächste Abenteuer!

Wie sieht denn ein unvergesslicher Moment auf einem Roadtrip aus.
Igor: Einmal, als wir auf einem Acker übernachten durften – wir saßen gerade bei Sonnenaufgang mit dem Kaffee draußen – ging das Gatter auf und eine Herde Kühe zog gemächlich direkt an uns vorbei. Dazu der leichte Dunst, der aus dem Tal hochstieg, die schneebedeckten Berge am Horizont, das werde ich nie vergessen.
Sabrina: Oder der Tag in Norwegen, als wir allein an dem kleinen See standen, Du die Angel rausholtest und unser Abendessen gefangen hast. Das sind Dinge, die kann man auch nicht vorplanen.

Wie plant Ihr denn Eure Route? Gibt es feste Übernachtungsplätze?
Sabrina: Wir planen im Groben, wollen uns aber auch die Freiheit lassen, spontan entscheiden zu können. In Deutschland ist es allerdings illegal, ungefragt auf freien Plätzen zu übernachten. Das muss aber auch gar nicht sein. Erstens gibt es viele schöne Stellplätze, auf denen man auch ungestört steht. Oder man fragt einfach mal nett beim Bauern nach, wenn man z. B. gerade im Hofladen ein bisschen Käse gekauft hat. Das klappt eigentlich immer.
Igor: Mein Tipp sind die Winzer. An der Mosel oder Saar von Weingut zu Weingut zu fahren, ein Fläschchen zu kaufen und bei Sonnenuntergang allein auf dem Weinberg zu stehen – das ist schon etwas ganz Besonderes. Viele Winzer bieten dies übrigens auch offiziell über ihre Website an.

Eure Hunde sind immer mit von der Partie?
Igor: Ja, die beiden Fellgurken wollen wir nicht mehr missen. Sie machen zwar auch manchmal Arbeit, aber geben dafür umso mehr Liebe zurück.
Sabrina: Eine unserer liebsten Beschäftigungen ist ja das Wandern, da passt eine aktive Hunderasse gut dazu. Und wenn man mal irgendwo alleinsteht, fühl ich mich mit Hund an der Seite auch etwas sicherer.

Eure Tipps für alle Einsteiger?
Igor: Als Camper-Neuling erst mal einen Kurztrip zu machen – am besten bei schlechtem Wetter. Wenn man sich nach 24 Stunden auf engstem Raum noch gut versteht und Bock auf mehr hat, sind das die besten Voraussetzungen (lacht).
Sabrina: Wir erleben es leider immer wieder, dass Leute ihren Müll nicht mitnehmen. Das geht natürlich gar nicht, egal ob man freisteht oder auf dem Stellplatz. Und man sollte sich vielleicht nicht zu sehr von den Instagram-Bildern blenden lassen. Es gibt auch beim Campen Alltag, mal schlechtes Wetter oder nicht so schöne Orte. Aber das Glück unterwegs zu sein, das bleibt – auch wenn die Situation mal nicht „instagrammable“ ist.

Eine Übernachtung auf freien Plätzen ist nur ‚für die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit‘ zulässig. Sobald man Tisch und Stühle aufstellt, ist dies unzulässiges ‚Wildcamping‘. Im Netz informieren viele Anbieter über Pop-up Camps oder Stellflächen an ungewöhnlichen Orten als Alternative zum Campingplatz.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.