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31. Mär 2023

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Lifestyle

„Aktiv, erfahren, engagiert“ – Wir „neuen Alten“ sind auf dem Vormarsch!

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: rodnae/pexels, Jakob Glaser

Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes

Bleiben wir aktiv, neugierig und hören rechtzeitig auf unseren Körper – so können wir dem Leben nicht nur zwanzig und mehr Jahre, sondern den Jahren auch mehr Leben verleihen, die wir in vollen Zügen genießen können!

Die Pension als „Ruhestand“ war gestern: Heute sprechen wir von einem spannenden Abschnitt, in dem wir ein neues Kapitel unseres Lebens aufschlagen und genießen können. Statistisch gesehen haben wir nicht nur 20 gewonnene Jahre vor uns, sondern fühlen uns auch – wie Studien belegen – um bis zu zehn Jahre jünger und mit zunehmendem Alter immer glücklicher. Als „neue Alte“ sind wir gesünder und fitter als alle Generationen vor uns.

Seien wir selbstbewusst!
Dementsprechend aktiv stehen Seniorinnen und Senioren im „dritten Leben“: Sie wagen den Sprung in die Selbstständigkeit – hinter jedem fünften zwischen 2008 und 2018 gegründeten Unternehmen steht eine Person über 50 – oder sind ehrenamtlich tätig. Ihr unbezahltes Engagement im Ehrenamt und in der Angehörigenpflege hat zusammen einen Gegenwert von 8,5 Milliarden Euro jährlich – fast so viel wie das Bundesbudget für Arbeit in 2023.

Apropos Arbeit: Die Zahl der Pensionistinnen und Pensionisten, die auch in der Pension erwerbstätig sein wollen, wächst. Die Gründe sind vielseitig: Sei es, um etwas Sinnerfüllendes zu tun, einen Traum zu verwirklichen, den Lebensstandard zu halten oder einfach nur, um geistig und körperlich fit zu bleiben. Gleichzeitig sucht die Wirtschaft nach Fachkräften und kann daher den „Expertenpool Pensionisten“ gut brauchen. Darum trete ich dafür ein, Arbeit in der Pension attraktiver zu machen. Egal wie, den Betroffenen muss mehr vom Zuverdienst bleiben. Das bringt auch dem Staat zusätzliche Einnahmen und hilft der Wirtschaft: Die ältere Generation ist für ein Viertel des privaten Konsums verantwortlich.

Zusätzlich müssen wir mit Gesundheitsvorsorge und Schulungen älteren Menschen ermöglichen, länger gesund zu arbeiten – auch über den gesetzlichen Pensionsantritt hinaus, wenn sie das wollen. 

Wertschätzung statt Diskriminierung!
Ältere Arbeitskräfte sind eine wertvolle Quelle an Wissen und Erfahrung und kein „altes Eisen“. Dieses Vorurteil ist auch eine Art von Altersdiskriminierung. Ebenso wie beispielsweise die Verweigerung einer Kreditkarte ab 70, schlechtere Konditionen bei Versicherungen oder Hürden für Funktionärsposten bei Freiwilligenorganisationen.

Aber nicht mit uns! Wir entscheiden darüber, was wir können und wollen, nicht unser Geburtsdatum! Mit Beharrlichkeit, Selbstbewusstsein und den richtigen Argumenten erreichen wir ein Umdenken. Unser Einsatz wirkt: Ab 1. April 2023 hat Altersdiskriminierung bei Bankkrediten gesetzlich ein Ende. Dann zählen die finanziellen Sicherheiten, nicht mehr allein das Alter.

Gehen wir mit Einschränkungen offen um!
Ebenso selbstbewusst müssen wir gegenüber uns selbst sein, um erfolgreich und freudvoll zu Altern. Dafür müssen wir auf die Signale unseres Körpers hören. Ein offener Umgang – mit Familie, Freunden und Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin – ermöglicht effektive Vorbeugung, Behandlung und damit Lebensqualität wie auch Lebensfreude.

Übrigens: Lebensfreude blüht erst in der Gemeinschaft richtig auf – das ist das Motto der Seniorenorganisationen mit ihren vielfältigen Aktivitäten, die Interessierte stets willkommen heißen.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.