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29. Jan 2026

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Lifestyle

Ein Leben in Farbe – mit Natascha Ochsenknecht, Unternehmerin, Autorin & Designerin

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse, Fuu J/unsplash

Ein Gespräch über Selbstfürsorge, Lebenslust und warum es sich lohnt, neugierig zu bleiben, in jedem Lebensalter. Natascha Ochsenknecht im Interview.

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Natascha Ochsenknecht, Unternehmerin, Autorin & Designerin

Knallpinker Lippenstift, wechselnde Haarfarben und ein Stil, der jede Schublade sprengt: Natascha Ochsenknecht liebt das Leben bunt. „Ich bin eine alterslose Exotin“, sagt Natascha Ochsenknecht, „hatte schon immer eine Art Narrenfreiheit, kann eigentlich anziehen und machen, was ich will ¬– dass ich im Dschungelcamp war, hat auch niemanden überrascht“, sagt sie augenzwinkernd. Spontan, humorvoll, immer offen für Neues. Für sie bedeutet Älterwerden nicht Stillstand, sondern das Bewusstsein, zu wissen, was wirklich zählt und wofür man dankbar ist.

Aufgewachsen in einem kleinen Ort in Niedersachsen, lernte sie früh, was es heißt, anders zu sein. Ihre Eltern galten als unkonventionell, auch sie selbst fiel auf, allein durch ihre Größe. „Anfangs wurden wir im Dorf gemieden, bis wir aktiv auf die Nachbarn zugegangen sind und gemerkt haben: Hinter Ablehnung steckt oft nur Unsicherheit.“ Diese Erfahrung hat sie geprägt. Auch sie begegnet Menschen mit Offenheit statt Vorurteilen und mit der Gelassenheit, nicht allen gefallen zu müssen. „Älterwerden hieß für mich schon früh, nicht jede Meinung zu wichtig zu nehmen.“ Diesen Gedanken möchte sie besonders jungen Frauen mit auf den Weg geben: „Zehn Leute, zehn Meinungen! Hört mehr auf eure innere Stimme, auf das Bauchgefühl. Und habt den Mut, authentisch zu sein.“

Hört mehr auf eure innere Stimme, auf das Bauchgefühl. Und habt den Mut, authentisch zu sein.

Ob Mode- oder Kosmetiklinie, Bücher, Fernsehshows oder neue kreative Wege: Natascha Ochsenknecht liebt es, sich auszuprobieren. „Ich werde oft gefragt: Hast du nicht Lust ...? Und dann denke ich: warum eigentlich nicht?“ Diese Neugier führte sie auch zu ihrer farbenfrohen Fotokunst. Ihre Werke sind so lebendig wie sie selbst und werden in limitierter Auflage in Galerien angeboten. Gerade hat sie das Schauspiel für sich entdeckt. „Ich trainiere, wieder besser auswendig zu lernen.“ Nach einer Corona-Demenz ist das eine besondere Herausforderung und zugleich ein Symbol für ihren Durchhaltewillen. Aktuell startet sie ihren eigenen Podcast: „Wonder Mom“ geht Ende Januar online und verspricht spannende Gäste und Gespräche voller Offenheit, Humor und echtem Leben. Auch künftig hat sie Pläne: singen, schreiben, Neues ausprobieren. Farbe strukturiert dabei auch ihren Alltag – im wahrsten Sinne. Ihr Morgenritual beginnt mit Kaffee im Bett, Gedanken zum Vortag und dem Blick in den farblich markierten Kalender. „Die Farbe Pink zum Beispiel steht für Termine, bei denen ich Geld verdiene. Die Farbe Gelb, so wie wir es jetzt machen, für Interviews oder Medientermine. Wenn ich Tage freihabe, dann bekommen Sie Lila oder eine andere Markierung“, erzählt sie. „Das gibt mir Struktur, aber auch Vorfreude. Ich sehe sofort, was mich erwartet, und kann bewusst in den Tag starten.“ Farbe als Kompass und kleine Erinnerung daran, dass Leben mehr ist als Termine. „Wir sind zu einer Stressgesellschaft geworden und viele setzen sich mit zu engen Zeitplänen selbst unter Druck. Ich finde, wir dürfen uns selbst auch mal Luft zum Atmen lassen.“ Nach vielen gesundheitlichen Herausforderungen spielt Selbstfürsorge in ihrem Leben schon lange eine zentrale Rolle. Sich mit jeder Erfahrung ein Stück näherzukommen, auch darin liegt das Glück des Älterwerdens.

Sich mit jeder Erfahrung ein Stück näherzukommen, auch darin liegt das Glück des Älterwerdens.

# Über die Person:

Natascha Ochsenknecht wurde als Model bekannt und hat sich seither als vielseitige Unternehmerin, Autorin und Designerin etabliert. Derzeit läuft die aktuelle Staffel der Reality-Serie „Diese Ochsenknechts“. Auch ihre Kinder Wilson Gonzalez, Jimi Blue und Cheyenne stehen regelmäßig in der Öffentlichkeit.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.