30. Dez 2019
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Gesellschaft
Journalist: Armin Fuhrer
Interview mit Joachim Weimann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Man sollte vor allem auf die Reputation des Anbieters achten. Bachelor- und Master-Abschlüsse vergeben viele. Deshalb wird immer wichtiger, woher man seinen Abschluss hat. Es ist eine gute Idee, dort zu studieren, wo die Qualität durch die staatliche Aufsicht gesichert wird: an den Universitäten und Fachhochschulen, die ja auch gehalten sind, Weiterbildung anzubieten.
Das ist eine Frage des eigenen Anspruchs. Fachhochschulen sind eher der Praxis verpflichtet und Universitäten haben einen stärker wissenschaftlichen Hintergrund. Wer etwas tiefer in die Materie eindringen will, sollte an einer Uni studieren. Außerdem ist die Reputation eines Universitätsabschlusses ein bisschen höher.
Fast alle Angebote, die staatliche Hochschulen in der Weiterbildung machen, werden von privaten Ausgründungen durchgeführt. Um im Wettbewerb bestehen zu können, braucht man die Flexibilität eines Privatunternehmens. Deshalb sind auch die Unis kundenorientiert, flexibel und passen sich den Bedürfnissen von Studierenden an, die neben dem Studium auch noch ein Berufsleben haben. Sie haben aber nicht die Nachteile rein privater Anbieter, bei denen nicht wirklich sicher ist, welche Qualität ihre Ausbildung wirklich hat.