Diesen Artikel teilen:

5. Jul 2023

|

Lifestyle

Aufregende Tacos für den Sommer

Journalist: Jakob Bratsch

|

Foto: Yezmin Barreto/pixabay, Israel Albornoz/unsplash, Alondra Medina/pexels, Los Muertos Crew/pexels

(je 6 Tacos, 2 Pers.)

1. Tacos Banana Foto: Yezmin Barreto/pixabay

- 6 kleine Mais-Tortillas
- 2 Bio-Bananen
- 1 Schalotte, fein gewürfelt
- 2 Ancho-Chilischoten, fein gewürfelt
- 2 TL Tomatenmark
- Ducca
- Limettensaft
- je 2 EL Koriander & glatte Petersilie, gehackt
- 3 EL Erdnusskerne, geröstet & gesalzen

Zubereitung:
Die Bananen heiß abwaschen, schälen und die Schalen aufheben. Eine Banane in einen Mixer geben und mit 1 EL Öl, Chili-Würfeln sowie Tomatenmark mixen. Mit Limettensaft und Salz abschmecken.

Danach den Strunk der Bananenschalen entfernen und die Bananenreste von den Schalen abkratzen, dann die Schalen in feine Streifen schneiden.

Schalottenwürfel in 1 EL Butter bei geringer Hitze glasig anschwitzen, Bananenschalenstreifen dazugeben und weitere 5 Min. bei mittlerer Hitze anbraten. Würzen mit Salz & Ducca.

Zum Schluss die Tortillas erwärmen und mit etwas Bananen-Chilisoße bestreichen. Die Schalotten-Bananenschalen-Füllung darauf verteilen und mit Kräutern, etwas Limettensaft und Erdnusskernen toppen.

online-1(32).png
Foto: Israel Albornoz/unsplash

2. Tacos Caviar y Naranja

- 6 kleine Weizen-Tortillas, gekühlt
- 4 EL geräucherte Butter, weich
- 2 große Bio-Orangen
- 1 TL brauner Zucker
- 120g Imperial Kaviar

Zubereitung:
Eine Orange heiß abwaschen. Die Schale sehr fein abreiben und mit der Rauchbutter verrühren, danach kühl stellen.

Nun beide Orangen auspressen und den Saft mit dem Zucker zum Kochen bringen und auf die Hälfte einkochen lassen. Abkühlen lassen und in einer flachen Schale über Nacht einfrieren.

Zum Schluss die Tortillas dünn mit der Orangen-Rauchbutter bestreichen. Den gefrorenen Saft fein hacken und auf den Tortillas verteilen. Jeden Taco mit 20g Kaviar toppen und kühl servieren.

pexels-alondra-medina-5548452.jpg
Foto: Alondra Medina/pexels

3. Tacos Camarón 

- 6 kleine Mais-Tortillas
- 12 regionale White-Tiger-Garnelen, geschält & entdarmt
- 3 Scheiben Serrano-Schinken
- 4 getrocknete Aprikosen, fein gewürfelt
- 2 grüne Peperoni, fein gewürfelt
- 1 Schalotte, fein gewürfelt
- Piment d'Espelette
- 1 reife grüne Tomate (z.B. Green Zebra)
- 3 EL Koriander, gehackt
- Limettensaft

Zubereitung:
Die Serrano-Scheiben übereinanderlegen und auf Feuerzeuggröße einrollen. Über Nacht einfrieren. Den gefrorenen Schinken-Stick auf einer Microplane-Reibe fein reiben und die entstandenen Flakes in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei geringer Hitze langsam knusprig ausbraten. Währenddessen die Schalottenwürfel mit kochendem Wasser überbrühen und abkühlen lassen.

Für die Salsa 2 TL Olivenöl mit Aprikosenwürfeln, Peperoni und Schalotten vermischen. Die Tomate halbieren, das Innere direkt in die Salsa drücken und verrühren. Abschmecken mit Salz und Piment d'Espelette.

Die Garnelen bei mittlerer Hitze in 1 EL Olivenöl für 3 Min. anbraten, mit Salz und Piment d'Espelette würzen.

Die Tortillas erwärmen. Je 2 Garnelen sowie 2 TL Salsa auf eine Tortilla geben und mit Schinkenflakes, Koriander und Limettensaft toppen.

pexels-los-muertos-crew-7613552.jpg
Foto: Los Muertos Crew/pexels

4. Tacos Danza Mexicana Foto: Los Muertos Crew/pexels

- 6 kleine Mais-Tortillas
- 250g Lammfilet
- 3 EL Limettensaft
- 5 EL Tequila
- 1 Avocado, geschält und entkernt
- 1 Mango, geschält und fein gewürfelt
- 1 EL Echter Wildreis
- Tajin (Salsa en polvo)
- 3 EL Koriander, gehackt

Zubereitung
Die Lammfilets für 2 Stunden mit Tequila & Limettensaft marinieren. Trocken tupfen und in einer Grillpfanne bei hoher Hitze rundherum anbraten. Zum Schluss noch salzen. Zugedeckt auf einem Teller 10 Min. ruhen lassen.

In der Zwischenzeit beide Avocadohälften längs in jeweils drei Spalten schneiden und jede Spalte rundherum in der heißen Grillpfanne bräunen.

Danach 200ml Rapsöl (oder Frittierfett) in einem Topf auf 190°C erhitzen. Den Wildreis vorsichtig dazugeben und einige Sekunden aufpuffen lassen. Mit einer Schöpfkelle auf Küchenpapier geben und abtropfen lassen.

Zum Schluss die Tortillas erwärmen und mit je einer Avocadospalte sowie Mangowürfeln belegen. Beides reichlich mit Tajin würzen. Das Lammfilet in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls auf die Tortillas verteilen. Schließlich mit Koriander und Puffreis toppen.

11. Jun 2026

|

Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

|

Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.