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26. Nov 2021

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Lifestyle

Augen auf beim Katzenkauf

Journalist: Kirsten Schwieger

Katzeninfluencerin Sina Pollok gibt Tipps zur Anschaffung, Zusam-menführung, Haltung und Ernäh-rung der kuscheligen Samtpfoten.

So süß habe er ausgesehen mit einem Herzchen-Muster im Fell, dass sie nicht widerstehen konnte. Seit ein paar Monaten ist Toffee das neueste Mitglied in der nun fünfköpfigen British Kurzhaar Katzenfamilie von Sina Pollok. Selbst ein Profi wird offenbar schwach beim Anblick einer niedlichen Samtpfote. Doch anders als viele andere Katzenkäufer hat sich die 23-jährige Petfluencerin nicht zu einem Spontankauf aus dubioser Quelle hinreißen lassen. „Ich kannte die Züchterin schon lange, wusste dass sie einem Züchterverein angehört und habe mir natürlich die Papiere von Toffee aushändigen lassen“, berichtet Pollok und fügt hinzu: „Viele wissen das leider nicht, weil sie sich im Vorweg nicht ausreichend informieren. Dazu kann ich allerdings nur jedem raten, der mit dem Gedanken spielt, eine Katze anzuschaffen – egal ob ein Rassetier vom Züchter oder eine Katze aus dem Tierheim.“


Bei Tierheimkatzen sind naturgemäß andere Dinge zu beachten. Hier liegt der Fokus nicht auf dem Stammbaum, sondern auf der individuellen Biografie. „Meist sind das ja keine Babykatzen wie beim Züchter, sondern erwachsene Tiere mit einer, nicht selten problematischen, Vergangenheit“, betont Pollok und ergänzt: „Die Katze sollte auf jeden Fall zu einem passen.“ Die Auswahl dort ist jedenfalls groß. Mit dem Nachlassen der Corona-Pandemie und der Homeoffice-Arbeit steigt im ganzen Bundesgebiet die Zahl abgegebener Katzen. Die ersten Tierheime verhängten bereits Aufnahmestopps.

Worüber müssen sich zukünftige Katzenhalter also informieren beziehungsweise im Klaren sein? „Dass eine Katze nicht nur Zeit, sondern auch einiges an Geld kostet. Pro Monat und Katze ungefähr 50 Euro im Unterhalt, ohne Tierarztkosten“, gibt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau zu bedenken und fügt hinzu: „Auf keinen Fall sollte aber beim Futter gespart werden, wobei hochwertig nicht gleichbedeutend mit teuer ist. Es gibt durchaus gutes Mittelklassefutter mit einem ordentlichen Fleischanteil und dafür ohne Getreide, Zucker und Zusatzstoffe.“ Um plötzliche Kostenexplosionen zu vermeiden, rät Pollok zudem zu einer OP-Krankenversicherung: „Not-Operationen mit eventuellen Klinikaufenthalten können richtig ins Geld gehen.“

Und was ist zu beachten, wenn schon eine Katze im Haushalt lebt? „Ehrlich gesagt gab es bei mir nie Probleme mit der Zusammenführung, allerdings hatte ich ja auch immer Babykatzen. Die habe ich einfach zusammengesetzt und nur beobachtet. Ein bisschen Fauchen ist ja ganz normal. Wenn die Katzen allerdings richtig aufeinander losgehen und sich verletzen, sollte man natürlich dazwischen gehen“, rät Pollok. Auf jeden Fall sei das Internet eine gute Quelle für allgemeine Informationen zur Katzenhaltung und auch bei konkreten Fragestellungen. „Es gibt jede Menge super Facebook-Gruppen, an die man sich bei Problemen wenden kann“, verrät die Petfluencerin, die unter instagram.com/amy_simba immer ein offenes Ohr für British Kurzhaar-Fans hat.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Warum die Zukunft pflanzlich isst – mit Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends

![Katrin Kasper_credit_Dennis Williamson Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Katrin_Kasper_credit_Dennis_Williamson_Online_358773f745.jpg) ``` Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends ``` Immer mehr Menschen essen weniger Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Sie ernähren sich pflanzlicher – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie können. Sogar Discounter eröffnen heute eine vielfältige, genussvolle Welt an pflanzlichen Lebensmitteln. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Es geht nicht um Verzicht, sondern um eine Bereicherung: Neue Aromen, neue Texturen, neue Möglichkeiten – die pflanzliche Küche ist längst dort angekommen, wo Genuss, Gewissen und Gesundheit zusammenfinden. Das Bewusstsein dafür wächst, wie sehr uns diese Ernährungsform guttut. Viele spüren bereits nach kurzer Zeit, wie sich mehr Leichtigkeit, Energie und Wohlbefinden einstellen. Pflanzlich zu essen wird zu einer Form von Selbstfürsorge und Wertschätzung – für den eigenen Körper ebenso wie für die Natur, unsere Mitgeschöpfe und die Gesellschaft. Nur ein Beispiel: Die internationale Forschungsgruppe Zero Carbon Analytics rechnet vor, wie weniger Fleischkonsum unser Gesundheitssystem entlasten würde: In Deutschland könnten 1,9 Milliarden Euro für Medikamente und Behandlung eingespart werden – genug, um 36.500 Pflegekräfte zu beschäftigen. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um eine neue Idee von Luxus. Nicht stur am Gestern festhalten, sondern das Bessere entdecken. Eine pflanzenbetonte Ernährung öffnet Türen, statt sie zu schließen. Pflanzlicher zu essen bedeutet deshalb kein radikales Umdenken. Sondern die Einladung, Neues auszuprobieren – und direkt zu spüren, wie gut es tut. Mein Tipp: Essen Sie neugierig!