Diesen Artikel teilen:

14. Mär 2022

|

Gesundheit

Aus dem niederbergischen Land nach Florida – zur Weltspitze

Journalist: Katja Deutsch

|

Foto: Jan Schulze-Siebert/Pixabay

Wie wird man einer der besten Golfer der Welt? Wer in jungen Jahren Mitglied in einem Sportverein ist, hat schon mal den ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Martin Kaymer, Berufsgolfer und zweifacher Gewinner der Major-Turniere, begann bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Golfen, vorher spielte er viel Fußball. Im örtlichen Sportverein, dem GC Mettmann, am Rande des niederbergischen Landes in der Nähe von Düsseldorf gelegen, übte er seine ersten Schwünge mit dem Golfschläger. In der Oberstufe besuchte er das auf Sport ausgerichtete Lore-Lorentz-Gymnasium in Düsseldorf, und startete für den Golf-Bundesligisten GC Bergisch Land in Wuppertal. Die Greens, die Weite, die Natur, die Konzentration auf das Loch und den perfekten Schlag – mit 15 Jahren, in einem Alter, wo die meisten Jugendlichen die totale Null-Bock-Mentalität haben, erreichte Martin Kaymer bereits Handicap 0 und wurde als großartiges Talent gefeiert.

Mit 25 Jahren spielte er sich schließlich ganz nach oben und gewann das PGA Championship, vier Jahre später ging er als strahlender Sieger aus dem US Open hervor.

Da Golfen hierzulande immer noch eher ein Nischendasein führt, ist dieser Major-Sieg eine ganz besondere Auszeichnung. So ist Martin Kaymer aus Mettmann erst der zweite Deutsche, der zu diesem leuchtenden Kreis der Major-Sieger gehört. Im Februar 2011 führte der begnadete Golfspieler aus Nordrhein- Westfalen als bis zu diesem Zeitpunkt zweitjüngster Spieler acht Wochen lang die Golfweltrangliste an. Seitdem reiht sich nicht nur Training an Training, sondern Erfolg an Erfolg.

Gerade ist der berühmte Golfstar mit 37 Jahren das erste Mal Vater geworden und hat dafür eine dreimonatige Trainingspause eingelegt. Der kleine Sam kam im Januar in Deutschland zur Welt, seit März spielt der frischgebackene Papa wieder Turniere in den USA. Mit seiner Kleinfamilie will er zukünftig in Florida leben. Schmunzelnd diskutiert man in der Golfszene jetzt den „Windel-Faktor“.

Dieses Phänomen bezeichnet ein signifikantes Karrierehoch nach der Geburt des ersten Kindes, besonders dann, wenn es sich um einen Sohn handelt. Erfunden hat diesen Windel-Faktor Keith Elliott, der ihn in seinem „The Golf Form Book 1996“ beschrieb. Seine Theorie machte er anhand etlicher Spitzengolfer deutlich: Jack Nicklaus wurde 1961 Vater und siegte im darauffolgenden Jahr nicht nur bei der PGA Tour bei den U.S. Open, sondern noch bei zwei weiteren Turnieren. Elliott führte noch weitere Sportler zur Untermauerung seiner These an: Arnold Palmer, Greg Norman, Nick Price, Steve Elkington und Larry Mize. Für das Jahr 2022 könnte dem Spitzengolfer also ein echtes Karrierehoch winken. Drücken wir ihm die Daumen, dass diese These stimmt!

29. Dez 2025

|

Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.