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17. Mär 2023

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Gesellschaft

Baustoffrecycling nach Abriss und Rückbau

Journalist: Theo Hoffman

Allein 60 Prozent unseres Müllaufkommens stam-men aus Bau- und Abbruchabfällen.

Das gibt Anlass zu der Überlegung, ob es nicht besser wäre, Bestandsgebäude zu sanieren, statt sie abzureißen und mit hohem Energieaufwand neu zu errichten. Muss aber abgerissen werden, rückt die Wiederverwertbarkeit von Baustoffen in den Fokus, durch die sich bei diesen Zahlen bis zu 120 Millionen Tonnen CO2 und kostbares Material einsparen lassen. Das Recycling von Baustoffen ist deshalb ein zentrales Thema im Bau und auch in der Klimaschutzdebatte. Hinzu kommt, dass wir im Zuge der Pandemie und vieler anderer Faktoren Materialengpässe haben, wie sie Deutschland seit dreißig Jahren nicht erlebt hat. Die Rückbaufähigkeit von Baustoffen ist auch davon abhängig, wie die einzelnen Bestandteile getrennt werden können. Ein zweiter Punkt ist die Planbarkeit dieser Abläufe, die mit BIM Technologien digital viel besser steuerbar ist. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ein neues Zertifizierungssystem erarbeitet, das sich dem Rückbau von Gebäuden widmet.