Diesen Artikel teilen:

21. Dez 2023

|

Lifestyle

Besondere Unterkünfte

Journalist: Julia Butz

|

Foto: Jiatong Tian/pexels

Für die kleine Auszeit, den städtischen Kurztrip oder lang ersehnten Urlaub inmitten der Natur muss es nicht immer ein Hotel als Unterkunftsart sein.

Ruhe und Entspannung finden, auf Entdeckungsreisen gehen, Natur und Kultur erleben oder regionale Kulinarik entdecken. Egal um welche Urlaubsform es sich handelt: Am wichtigsten dabei ist es meist, sowohl erholsame als auch inspirierende Momente zu erleben, ob allein, zu zweit oder in der Gruppe. In den letzten Jahren hat sich vor allem auf dem deutschen Beherbergungsmarkt sehr viel getan. Entstanden ist eine Vielzahl inhabergeführter neuer Unterkünfte: Liebevoll renovierte Ferienhäuser, wunderbar eingerichtete Pensionen, kleine B&Bs und echte Designbonbons.

Unterkünfte, die eine ganz besondere Ausstrahlung haben, in denen man sich persönlich willkommen fühlt und die uns mit ihrem Charme manchmal auch ein bisschen den Kopf verdrehen.

Bestenfalls handverlesen und ausgesucht von Menschen, Portalen oder Agenturen, die wissen, was die Qualität einer besonderen Unterkunft ausmacht, wo sich die besten Gasthofperlen befinden und die für jeden Reiselustigen ihre persönliche Schatzkiste öffnen: Ein Landquartier auf einem Bauernhof, ein niedliches Zimmer auf einem Weingut oder eine versteckte kleine Bleibe inmitten der Abgeschiedenheit der Natur. Designliebhaber erfreuen sich an einem modern-puristischen Architekturschmuckstück in exponierter Lage. Die Großfamilie findet im reetgedeckten Ferienhaus genug Platz für alle. Schicke Stadtflucht-Appartements locken in die deutschen Metropolen. Wem würde es auch nicht gefallen, auf der Dachterrasse des Refugiums auf Zeit, am Abend noch bei einem Drink über die Dächer Berlins zu schauen? Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber alle eint, dass sie oftmals geführt sind von Menschen, die gerne Gastgeber sind. Die den Blick für die schönen Dinge des Lebens haben und die mit dafür sorgen, dass auch jeder Gast die Naturschätze, kulturellen Highlights oder den ein oder anderen Geheimtipp der Umgebung entdeckt. So wird aus einem „Beherbergungsbetrieb“ eine Lieblingsunterkunft mit persönlichem Bezug. Nicht selten sind dabei aus Gästen Stammgäste und aus Stammgästen, Freunde geworden.

Wer dabei auch noch auf der Suche nach besonders außergewöhnlichen Übernachtungsplätzen ist, wird bei persönlich geführten Häusern ebenso fündig. Problemlos kann der nächste Urlaub im ökologischen Tinyhouse, im Baumhaus oder ausgebauten Zirkuswagen verbracht werden. Oder wie wäre es mit einer Übernachtung im kuscheligen Gurkenfass an der Brandenburgischen Seenplatte? Hoch oben im Leuchtturm an der Nordsee oder in einem „Floating Home“, um sich sanft von den Wellen des Flusses in den Schlaf wiegen zu lassen? Ganz Mutige übernachten gleich in der Hängematte im Wald. Denn auch jenseits von Fernreisen warten in der Heimat echte Abenteuer: Mit dem Floss über die Havel fahren, beim Canyoning im Allgäu oder Trekking in der Pfalz. Spektakuläre Hängebrücken wie im Sauerland oder Hunsrück bieten atemberaubende Ausblicke. Noch dazu ist in Deutschland die Dichte an zauberhaften Orten ungleich höher als anderswo und gilt nicht umsonst mit all seinen Schlössern und Burgen, Weindörfern und hübschen Fachwerkstädtchen als Märchenland. Also Ihr Reise-Verrückten, Wanderlustigen, City-Entdecker und Kulturschatz-Jagende: Entdeckt Eure Heimat!

 

Rund 35 Mio. Übernachtungen wurden 2022 durch in- und ausländische Gäste in Hotels in Deutschland unternommen. Daneben gehören Ferienhäuser und -wohnungen zu den beliebtesten Unterkunftsarten. Rund 48.400 geöffnete Beherbergungsbetriebe stehen Reisenden nach aktueller Zählung in Deutschland zur Verfügung. Quelle: Statista 8/23

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.