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26. Nov 2021

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Lifestyle

Charlotte Würdig: „Weihnachten ist für mich einfach alles!“

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Die TV-Moderatorin, Schauspielerin und Unternehmerin Charlotte Würdig kommt ursprünglich aus Norwegen. Kein Wunder also, dass sie die kalte Jahreszeit mag.

Frau Würdig, welche Einstellung haben Sie zum Winter?

Ich LIEBE den Winter! Nicht nur, weil ich Norwegerin bin, sondern weil es eine Jahreszeit ist, in der man innehalten kann und nicht den Druck hat, ständig rausgehen zu müssen. Einfach mal den Tag Tag sein lassen, dann kehrt eine herrliche Ruhe ein.

Wie halten Sie sich im Winter fit und gesund?

Dank meines Sportunternehmens „Upgrade U“ habe ich keine andere Wahl, als regelmäßig Krafttraining, funktionales Training und Ausdauertraining zu betreiben. Was vor sechs Jahren als kleine Fitnessplattform für Frauen begonnen hat, ist mittlerweile ein Unternehmen mit knapp zehn Mitarbeiterinnen und einem Mann (für die Männerquote). Da muss ich auch selbst halten, was die elf Fitnessprogramme versprechen. Selbst Schuld, hätte ich doch nur ein Business mit Duftkerzen und Interieur gestartet. Aber das kann ja noch werden.

Zieht es Sie im Winter eher in den Schnee oder auch mal in die Sonne?

Winter ist Winter, da bin ich ganz spießig! Gerne begrüße ich den Sommer mit einem sonnigen Badeurlaub, aber um Weihnachten rum? Nee! Da ist der Schnee mein bester Freund, der gerne jeden Tag vorbeikommen darf. Schlitten und Skifahren stehen an den Feiertagen dann auf Platz eins, und zwar kurz vor der Wikingerrunde. Da geht es ab in den Schnee, am besten mit so wenig Klamotten wie möglich! Sauna davor muss nicht sein, das ist nur was für Schweden.

Welche Bedeutung hat Weihnachten für Sie?

Wie viel Zeit haben wir (Lacht)? Zunächst muss ich betonen, dass Weihnachten bei mir direkt nach Halloween losgeht. Kaum ist der Kürbis in der Tonne, hole ich schon die ersten weihnachtlichen Deko-Elemente raus. Ich starte mit Eukalyptus, Duftkerzen etc. und steigere mich dann Woche für Woche. Am 4. Advent explodiert es völlig, dann darf auch der 1.80 Meter große Nussknacker wieder in mein Wohnzimmer einziehen. Der Trend geht ja bekanntlich zum Zweitbaum. Am liebsten habe ich auf jeder Etage einen Weihnachtsbaum. Die Bäume sind in der Adventszeit natürlich anders geschmückt als an Weihnachten, ist ja klar. Weihnachten ist für mich einfach alles! Ich würde sogar meinen Geburtstag dagegen eintauschen! Ernsthaft jetzt. Weihnachten selbst feiern wir erst Zuhause im kleinen Kreis. Hier wird die norwegische Tradition groß geschrieben. Wir fangen schon morgens mit dem Kochen an. Pünktlich um 12 Uhr kommt der Milchreis auf dem Tisch. Im Topf versteckt sich eine weiße (gehäutete) Mandel, die gilt es zu ergattern, nachdem der Brei verteilt ist. Beim Essen wird penibel drauf geachtet, die Mandel nicht zu zerkauen. Denn wer am Ende der Mahlzeit die ganze Mandel vorzeigen kann, bleibt vom Abwasch verschont. Mögliche Breireste werden in die Garage gestellt, damit sich der Weihnachtsmann und sein Rentier stärken können. Apropos, der trudelt im Laufe des Nachmittags natürlich auch höchstpersönlich ein und überreicht den Kids schon mal die ersten Geschenke. Nach einem obligatorischen norwegischen Aquavit macht der Weihnachtsmann sich wieder auf den Weg und dann heißt es nochmal Geduld haben: Nach einem ausgiebigen Weihnachtsessen dürfen endlich die Geschenke ausgepackt werden. Hinterher gibt es einen kleinen Absacker, dann geht’s erschöpft ins Bett. 

Haben Sie ein paar schöne Geschenkideen für uns?

Mein größter Rat: Das ganze Jahr über Weihnachtsgeschenke kaufen. Sobald jemand sagt, was er/sie toll findet, aufschreiben oder am besten gleich besorgen. Und am besten direkt einpacken, dann wäre das auch erledigt. Schließlich haben wir im Dezember ja schon genug zu tun. Ansonsten verwende ich als Weihnachtskarte gern ein gemeinsames Foto aus dem letzten Jahr. Das weckt schöne Erinnerungen und ist persönlich.

Und haben Sie noch einen Tipp für lange Winterabende?

Passend zur kalten Jahreszeit und einem leckeren Heißgetränk kann man es sich mit der zweiten Staffel meines Podimo-Podcasts „Mit der Würdig“ gemütlich machen. Wieder spreche ich mit tollen Menschen über Themen, die Frauen bewegen. Zum Beispiel: Gibt es überhaupt noch den perfekten Mann? Oder: Sind wir Frauen zu wählerisch? Aber auch Themen wie Frauen und Finanzen oder die weibliche Anatomie und den perfekten Orgasmus lassen wir nicht unberührt.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.