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8. Jul 2019

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Lifestyle

Das Leben geht weiter – auch mit Stoma

Journalist: Katja Deutsch

Durch Fehlbildung beim Neugeborenen, chronisch entzündeten Darm, einen Unfall oder – im häufigsten Fall – einem Darmtumor, kann es nötig sein, den natürlichen Darmausgang zeitweise oder dauerhaft zu verlegen. Beim Dickdarmausgang, auch Colostomie genannt, wird das Ende des Dickdarms meist auf der linken Seite des Unterbauches ausgleitet. Da hier der Dickdarm fast vollständig erhalten bleibt, verändert sich der Stuhlgang wenig. Muss der gesamte Dickdarm entfernt werden, wird eine Ileostomie gelegt, die sich meist auf der rechten Seite der Bauchdecke befindet und den ständig austretenden,  weichen bis flüssigen Darminhalt in einen auf der Haut haftenden Beutel ausleitet. Die Art der Versorgung mit Stomahilfsmitteln richtet sich vorrangig nach der Art des Stomas. Darmgeräusche und Blähungen treten genauso wie bei Menschen ohne Stoma auf.

Auch wenn Betroffene nach der Operation oftmals am Boden zerstört sind – sie sind nicht alleine: Die Deutsche ILCO e.V. (www.ilco.de) schätzt, dass bis zu 160.000 Menschen jeden Alters und jeden Geschlechts allein hierzulande mit einem künstlichen Ausgang leben.

Grundsätzlich muss die Stomaversorgung einfach zu handhaben sein, einen guten Hautschutz aufweisen und vor allem auslauf- und geruchssicher sein. Dazu ist es wichtig, dass das Stoma bereits bei der Operation an möglichst optimaler Stelle angelegt wird, um bei allen Bewegungen eine sicher haftende Versorgung zu gewährleisten.

Grundsätzlich stehen ein- und zweiteilige Versorgungssysteme zur Auswahl, beide werden in etwa von gleich vielen Betroffenen verwendet. Bei einteiligen Systemen ist der Beutel fest mit der Haftfläche verbunden. Sie müssen immer komplett gewechselt werden, wenn sie voll sind. Bei den zweiteiligen Systemen sind die Haftfläche und der Beutel getrennt. Verbunden werden beide durch einen Rastring oder mit einer klebenden Verbindung. Die Basisplatte kann länger als beim Einteiler auf der Haut bleiben, sodass nur der Beutel gewechselt werden muss.

Neben unterschiedlichen Haftmaterialien können sich Stomaträger zudem zwischen geschlossenen und entleerbaren Systemen entscheiden. Geschlossene Beutel (Colostomiebeutel) werden gewechselt, wenn sie voll sind. Der Ausstreifbeutel (Ileostomiebeutel) dagegen besitzt ein offenes Ende, durch das der Inhalt jederzeit in die Toilette entleert werden kann. Er wird mittels Klammer oder Klettverschluss verschlossen. Den Versorgungswechsel soll man in Ruhe und mit Sorgfalt vornehmen. Alle Hilfsmittel sollten dafür vorbereitet werden. Wer bei einer Colostomie eine Spülung (Irrigation) vornimmt, kann damit 24 Stunden und mehr ausscheidungsfrei bleiben und sich nur mit einer kleinen Abdeckung versorgen. Flugreisen sind damit gut machbar.

Ein Stoma ist keine Krankheit und keine Wunde. Nach einer Eingewöhnungszeit ist ein weitgehend normales Alltagsleben möglich, wozu z.B. auch Berufstätigkeit, Schwimmen, Sport, Partnerschaft und Familie (Intimleben, Schwangerschaft) gehören.

27. Mär 2026

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Lifestyle

Zwischen Feinschliff und Neuanfang

![Helen Briem_(c)_Frank Föhlinger (2) Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Helen_Briem_c_Frank_Foehlinger_2_Online_23388c2dce.JPG) Helen Briem (20) ist eine der größten Hoffnungsträgerinnen im deutschen Golfsport. Nach ihrer Zeit als Weltranglistenerste bei den Amateuren und beeindruckenden Auftritten auf der Ladies European Tour schlägt sie nun bereits in ihrer zweiten Profi-Saison auf der prestigeträchtigen LPGA-Tour ab. **Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Vorbereitung?** Ich möchte wieder mehr Konstanz in mein langes Spiel bringen, vor allem aus der Tee Box. Daher arbeite ich intensiv an meinem Schwung. Aber auch das Putten steht im Fokus. Zudem werde ich ein paar Tage früher zum ersten Turnier anreisen, um dort auf Rasen und unter Turnierbedingungen den letzten Feinschliff zu bekommen. **Worauf sind Sie mit Blick auf die kommenden Monate gespannt?** Ich freue mich auf meine erste Saison auf der LPGA, werde aber auch das ein oder andere LET-Turnier spielen. Das ist jedoch recht schwer zu planen. Daher bin ich gespannt, welche Turniere ich schlussendlich spielen werde und, ob es vielleicht sogar für das ein oder andere Major reicht. **Was gibt Ihnen auf dem Platz Vertrauen?** Ich versuche, mich auf meinen Rhythmus zu fokussieren. Ich weiß auch, dass es meist einen nächsten Tag gibt, an dem es wieder besser laufen kann. Außerdem stehen auf der Scorekarte keine Bilder – der Ball muss ins Loch, nicht jeder Schlag muss perfekt aussehen. Genau das rate ich auch Amateurgolfern: den Fokus auf den Rhythmus legen und sich nicht auf perfekte, sondern auf effektive Schläge konzentrieren. ![Nicolai von Dellingshausen_(c)_Frank Föhlinger Online .jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Nicolai_von_Dellingshausen_c_Frank_Foehlinger_Online_c8e56cb3d7.jpg) Nicolai von Dellingshausen (33) absolviert dieses Jahr seine vierte volle Saison auf der DP World Tour. Im vergangenen Jahr feierte er in Österreich seinen Premierensieg in der europäischen Eliteklasse und krönte die Spielzeit als bester Deutscher im Gesamtranking. **An welchen Details arbeiten Sie jetzt besonders, um sich optimal auf die Turniere einzustellen?** Ich arbeite vor allem daran, eine bessere Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Ich versuche, dieses Jahr bewusster zu planen und gleichzeitig die spielerischen und mentalen Fortschritte aus 2025 weiterauszubauen. **Welche Erwartungen haben Sie für diese Saison?** In der Vergangenheit haben meine Erwartungen selten zu etwas Positivem geführt. Daher versuche ich mich davon zu lösen. Wichtiger sind für mich die Standards, die ich mir über die Zeit erarbeitet habe – sowohl im spielerischen als auch im mentalen Bereich. Diese möchte ich nicht nur halten, sondern weiterentwickeln. **Wie gelingt es Ihnen, in entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben?** Es hilft mir, meine Gefühle in dem Moment bewusst wahrzunehmen und ehrlich zu mir zu sein. Dieses Annehmen von Druck oder Nervosität sorgt für Klarheit und gibt mir das Vertrauen, auch in schwierigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. ![Max Kieffer_(c)_Frank Föhlinger_U (1) Kopie Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Max_Kieffer_c_Frank_Foehlinger_U_1_Kopie_Online_8aacbd4d7b.JPG) Max Kieffer (35) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Golfsports. Nachdem der Düsseldorfer beeindruckende 13 Jahre ununterbrochen auf der DP World Tour aktiv war, nutzt er die Erfahrungen einer herausfordernden vergangenen Saison nun als Ansporn für einen fokussierten Neustart im kommenden Jahr. **Welche Themen stehen im Vordergrund?** Aktuell liegt mein Fokus vor allem darauf, mein Eisenspiel und mein Putten wieder auf ein höheres Level zu bringen. Im Eisenspiel ist es eine Mischung aus gezieltem Techniktraining und dem Übertragen der technischen Anpassungen auf den Platz. **Was nehmen Sie sich für diese Saison vor?** Ergebnistechnisch ist mein klares Ziel, mir die Tour-Karte der DP World Tour zurückzuholen. Gleichzeitig möchte ich mein Spiel weiterentwickeln und wieder auf ein hohes Level bringen. **Was hilft Ihnen, nach Rückschlägen den Kopf wieder freizubekommen?** Golf darf man nicht zu ernst nehmen. Rückschläge gehören dazu. Und mir hilft es, bewusst aus der Turnier-Bubble herauszukommen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Das rate ich auch Hobbygolfern: sich von schlechten Runden nicht zu sehr mitnehmen zu lassen und den Spaß am Spiel zu bewahren. ![Alexandra Försterling_(c)_Frank Föhlinger_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Alexandra_Foersterling_c_Frank_Foehlinger_2_Online_d89ae6c7c0.jpg) Alexandra Försterling (26) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Golferinnen der vergangenen Jahre. Die Berlinerin startete 2023 als Profi durch, konnte seitdem bereits viermal auf der Ladies European Tour gewinnen und durfte bei den olympischen Spielen für das Team Deutschland antreten. **Woran arbeiten Sie in Ihrer Vorbereitung auf die neue Saison besonders?** Aktuell arbeite ich intensiv an meinem Schwung, da sich dafür die Saisonpause am besten eignet. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf körperliche Regeneration, um nach meiner Verletzung 2025 wieder mein volles Potenzial zu erreichen. **Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?** Mein Ziel ist es, wieder im Siegerkreis zu stehen. Gleichzeitig möchte ich in jedem Turnier mein Bestes geben, geduldig bleiben, meinem Spiel vertrauen und die Freude am Golf bewahren. **Was hilft Ihnen, in Drucksituationen ruhig zu bleiben?** In Drucksituationen hilft mir die Konzentration auf meine Bauchatmung. Das beruhigt mich und senkt den Puls. Zudem lenke ich mich kurz ab, etwa durch ein lockeres Gespräch mit meinem Caddie. Das können auch Freizeitgolfer übernehmen: Ruhig atmen, im Moment bleiben und sich nicht von der Situation überwältigen lassen.