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4. Jun 2024

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Gesellschaft

Das New Cotton Project setzt auf Kooperation und Spitzentechnologie für kreislauffähige Mode

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten New Cotton Project hat sich ein Konsortium von 12 Teilnehmenden aus der gesamten Wertschöpfungskette der Textilindustrie zusammengeschlossen, um zu zeigen, dass die Herstellung neuer Kleidung aus recycelten Baumwolltextilabfällen bereits heute wirtschaftlich rentabel sein kann.

Dazu wurden seit Oktober 2020 drei Jahre lang Textilabfälle gesammelt, sortiert und mit der von der Infinited Fiber Company entwickelten Technologie zur Regeneration von Textilfasern zu einer neuen, künstlichen Zellulosefaser regeneriert. Diese „neue Baumwolle“ sieht aus wie Baumwolle und fühlt sich auch so an.

Die Fasern werden zur Herstellung von Bekleidungsstoffen verwendet. Das Projekt soll auch als Inspiration und Sprungbrett für weitere, noch größere Kreislaufinitiativen in der Industrie dienen.

Die Infinited Fiber Company stellt ihre einzigartigen Textilfasern auf Zellulosebasis aus gebrauchten Textilabfällen her. Frankenhuis und Xamk arbeiteten an der Vorverarbeitung und Forschung zur Vorbehandlung von Textilabfällen. Die Hersteller Inovafil, Tekstina und Kipas verwendeten die regenerierten Fasern zur Herstellung von Garnen, Geweben und Jeansstoffen. REvolve Waste, RISE und die Aalto Universität sammelten und lieferten Daten und führten Recherchen und Analysen durch. Fashion for Good übernahm die Kommunikation mit der Industrie. Das Design und die Verarbeitung der Fasern zu Kleidungsstücken übernahmen Unternehmen der H&M-Gruppe und adidas.

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.