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4. Jun 2024

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Gesellschaft

Das New Cotton Project setzt auf Kooperation und Spitzentechnologie für kreislauffähige Mode

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten New Cotton Project hat sich ein Konsortium von 12 Teilnehmenden aus der gesamten Wertschöpfungskette der Textilindustrie zusammengeschlossen, um zu zeigen, dass die Herstellung neuer Kleidung aus recycelten Baumwolltextilabfällen bereits heute wirtschaftlich rentabel sein kann.

Dazu wurden seit Oktober 2020 drei Jahre lang Textilabfälle gesammelt, sortiert und mit der von der Infinited Fiber Company entwickelten Technologie zur Regeneration von Textilfasern zu einer neuen, künstlichen Zellulosefaser regeneriert. Diese „neue Baumwolle“ sieht aus wie Baumwolle und fühlt sich auch so an.

Die Fasern werden zur Herstellung von Bekleidungsstoffen verwendet. Das Projekt soll auch als Inspiration und Sprungbrett für weitere, noch größere Kreislaufinitiativen in der Industrie dienen.

Die Infinited Fiber Company stellt ihre einzigartigen Textilfasern auf Zellulosebasis aus gebrauchten Textilabfällen her. Frankenhuis und Xamk arbeiteten an der Vorverarbeitung und Forschung zur Vorbehandlung von Textilabfällen. Die Hersteller Inovafil, Tekstina und Kipas verwendeten die regenerierten Fasern zur Herstellung von Garnen, Geweben und Jeansstoffen. REvolve Waste, RISE und die Aalto Universität sammelten und lieferten Daten und führten Recherchen und Analysen durch. Fashion for Good übernahm die Kommunikation mit der Industrie. Das Design und die Verarbeitung der Fasern zu Kleidungsstücken übernahmen Unternehmen der H&M-Gruppe und adidas.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“