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6. Jul 2026

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Der Code der Nachhaltigkeit

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: Presse

Nachhaltigkeit wird häufig über Verzicht definiert: weniger Emissionen, weniger Ressourcenverbrauch, weniger Energieeinsatz. Doch die eigentliche Herausforderung und das zentrale Spannungsfeld unserer Zeit ist eine andere. Wie gelingt es uns, komplexe hochdynamische Systeme so zu steuern, dass Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz gleichzeitig erreicht werden? Stromnetze müssen volatile erneuerbare Energien integrieren. Produktionsanlagen stehen unter wachsendem Kosten- und Regulierungsdruck. Wasser-, Energie- und Lieferketteninfrastrukturen reagieren sensibel auf Klimarisiken, geopolitische Unsicherheiten und steigende Komplexität. Nachhaltigkeit wird damit zunehmend zu einer herausfordernden Steuerungs- und Optimierungsaufgabe mit sehr vielen wechselwirkenden Freiheitsgraden.

Genau solche komplexen Systeme beschreibt die moderne Physik seit Jahrzehnten mithilfe mathematischer Modelle, Simulationen und fundamentaler Naturgesetze, die sich selbst auf das Universum als Ganzes anwenden lassen. Das Ergebnis: ein kosmologisches Standardmodell mit wenigen Parametern, das die Entwicklung und Strukturen des Kosmos mit erstaunlicher Präzision beschreibt. Einer der fundamentalen Erkenntnisdurchbrüche war die datenbasierte Messung der sogenannten Dunklen Energie, in der Astrophysik als Omega-Lambda (ΩΛ) bezeichnet, deren Erforschung 2011 mit dem Nobelpreis für Physik gewürdigt wurde.

Was lange Zeit Grundlagenforschung war, wird heute zunehmend zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Denn Unternehmen und Infrastrukturbetreiber stehen vor derselben Kernfrage: Wie lassen sich komplexe Zusammenhänge besser verstehen, Entwicklungen zuverlässiger prognostizieren und Ressourcen intelligenter einsetzen? Genau hier setzen wir bei OmegaLambdaTec an. Wir verbinden Physik, Simulationen und Künstliche Intelligenz zu einem Ansatz, den wir „First Principles AI“ nennen. Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Methoden aus der Spitzenforschung in reale branchenübergreifende Nachhaltigkeitslösungen zu überführen. Der entscheidende Unterschied: rein datengetriebene KI-Systeme liefern intransparente Black Box Ergebnisse. In kritischen Infrastrukturen und fehlerintoleranten Systemen reicht das nicht aus. Entscheidungen müssen nachvollziehbar, belastbar und unter realen Bedingungen verlässlich sein. Deshalb kombinieren wir moderne KI mit physikalischen Modellen und simulationsgestützten Verfahren. So entstehen Lösungen, die komplexe Systeme nicht nur analysieren, sondern deren Verhalten prognostizierbar und optimierbar machen.

Wie relevant dieser Ansatz bereits heute ist, zeigen konkrete Anwendungen: Die Berliner Wasserbetriebe simulieren langfristige Szenarien für eine klimasensible, zukunftsfähige und sichere Wasserversorgung. Der Anlagenbauer GEA optimiert wasserintensive Produktionsprozesse und reduziert den Ressourcenverbrauch. Gemeinsam mit der BMW Group wird an KI-gestützten Verfahren zur Qualitätssicherung geforscht, die das Potenzial zur Reduktion von Ausschussquoten aufweisen. Der Landmaschinenhersteller AGCO kann mit dem Multi-Routen-Optimierer selbst komplexe Ernteprozesse mit vielen beteiligten Maschinen ressourcen-optimiert orchestrieren. Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW simuliert bereits heute verschiedene Netzsituationen bis 2045, um den Aus- und Umbau des Stromnetzes sowie die Integration erneuerbarer Energien effizient planen und optimieren zu können. Die Netzgesellschaft Niederrhein konnte mithilfe der Lösung GRYDNOVA die prognostizierten Kosten für den Ausbau ihres Verteilnetzes um bis zu 90 Prozent reduzieren – ein enormes Einsparpotenzial.

Diese Praxisbeispiele verdeutlichen, worum es bei nachhaltiger Transformation zunehmend geht: nicht um den Gegensatz von Ökologie und Ökonomie, sondern um deren intelligente Verbindung. Nachhaltigkeit wird damit vom regulatorischen Pflichtprogramm zum strategischen Wettbewerbsfaktor. Gerade darin liegt aus unserer Sicht eine große Chance für Deutschland und Europa. Wissenschaftliche Exzellenz, industrielle Erfahrung und technologisches Know-how sind vorhanden. Entscheidend wird nun sein, daraus schneller skalierbare Lösungen mit messbarer Wirkung zu entwickeln. Genau daran arbeiten wir bei OmegaLambdaTec tagtäglich. Mit einem interdisziplinären Team aus forschungserfahrenen Astrophysikern, Physikern, Mathematikern und KI-Experten entwickeln wir simulations- und KI-gestützte Optimierungslösungen für Energie, Industrie und kritische Systeme. Nicht als Selbstzweck, sondern als wichtiger Beitrag zu einer Wirtschaft, die nachhaltiger, resilienter und zugleich wettbewerbsfähiger wird.

Wir bei OmegaLambdaTec verstehen uns als Brückenbauer zwischen wissenschaftlicher Grundlagenentwicklung und praktischer wertschöpfender Umsetzung – und als Beispiel dafür, wie DeepTech „Made in Germany“ einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten kann. Denn die Zukunft der Nachhaltigkeit entscheidet sich nicht allein an neuen Energiequellen oder politischen Zielsetzungen. Sie entscheidet sich an unserer Fähigkeit, die Komplexität der realen Welt intelligent zu beherrschen.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Erholung, die bleibt – Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing

![Portrait Herr Holzapfel ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Portrait_Herr_Holzapfel_ONLINE_4e2e92cdb9.jpg) ``` Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing ``` Wer möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben möchte, sollte nicht erst reagieren, wenn Beschwerden auftreten. Entscheidend ist, frühzeitig auf den eigenen Körper zu hören und Regeneration fest in den Alltag einzubauen. Dafür gibt es für mich nicht die eine Methode. Bewegung, Ernährung, guter Schlaf und mentale Entlastung gehören zusammen. Auch Thermalwasser kann dabei viel leisten, weil Wärme, Bewegung und Entspannung unmittelbar zusammenkommen. Wichtig ist aber auch, dass Erholung nicht an der Hoteltür endet. Im besten Fall nehmen Gäste etwas von dem mit nach Hause, was ihnen hier guttut: bewusste Pausen, mehr Bewegung, Atemübungen, Sauna, Schwimmen oder einfach das Wissen, wie gut es tut, zwischendurch nichts leisten zu müssen. Genau darin liegt für mich der nachhaltige Wert eines solchen Aufenthalts. Beim Thema Longevity wird heute vieles neu verpackt. Einige Bausteine kennen wir seit Jahrzehnten. Neu ist vor allem, sie stärker miteinander zu verbinden und Gesundheit körperlich wie mental zu betrachten. Ich selbst laufe viel in der Natur, schwimme und nutze täglich Atemübungen nach der Wim-Hof-Methode. Mein wichtigster Rat ist trotzdem ganz einfach: auf sich selbst achten. Stress gehört zum Leben. Aber Anspannung und bewusste Entspannung müssen sich die Waage halten.