Diesen Artikel teilen:

21. Feb 2022

|

Lifestyle

Der Garten als zweites Wohnzimmer

Journalist: Theo Hoffmann

|

Foto: Benjamin Combs/unsplash

Der eigene Garten rückt den Wohnflächen im Haus immer näher. Das zeigen die Trends neuer Gartenmöbel 2022 und überhaupt die Neuinterpretation privater Außenflächen.

Ärzte und Psychologen raten angesichts der Pandemie: „Gehen Sie nach draußen, nutzen Sie jede Gelegenheit, frische Luft zu schnappen und Tageslicht zu tanken.“ Wir sind durch das Homeoffice dazu übergegangen, unsere Räume weniger zu verlassen als früher. Was übrigens auch zu Schlafstörungen führen kann, denn der Körper richtet sich nach Licht und Sonnenstunden und es kann zu Rhythmusstörungen kommen. Spazierengehen ist das eine, den eigenen Garten nutzen das andere. Die Neugestaltung von Gärten ist 2022 ein großes Thema und es gibt bemerkenswerte Trends. „From Crisis to Innovation“ lautet deshalb auch das Motto des Garden Trends Reports 2022“. Dabei geht es nicht nur um den Luxus eines Gartens mit allen Vorzügen, sondern auch um das Ziehen von eigenem Obst in Wohnungen und auf Balkonen.

Ein zentrales Thema ist die Erweiterung des Gartens zum neuen Wohnraum. Da sind fantasievollen Ausgestaltungen keine Grenzen gesetzt. Viele Anbieter haben dafür spezielle Möbel zum Gebrauch im Garten, auf Terrassen und in speziellen Lounges im Freien kreiert. Ja, dafür gibt es spezielle Sofagarnituren und Sessel, die dem guten alten Klappstuhl oder Holzmöbeln für draußen kräftig Konkurrenz machen. Die Stoffe unterscheiden sich natürlich von denen der Innenraummöbel. Und doch sind sie optisch und haptisch mit ihnen verwandt. Damit eignen sie sich zu erweiterten Wohn- ja zuweilen zu erweiterten Schlafzimmern, wie wir es aus südlichen und tropischen Ländern schon kennen. Im Trend liegen dabei auch nachhaltige Stoffe, Holz natürlich, aber auch – ganz schick – recyceltes Meeresplastik.

Die Nähe zum Blumenbeet und grünen Inseln schafft neue Begegnungsstätten für die Familie und die Freunde. All das kennen wir ja bereits von den klassischen Grillpartys.

Wer es sich leisten kann, geht über exklusive Grills aber noch hinaus und richtet sich eine Outdoor-Küche ein. Das kann gleich eine komplette Küche, aber zuweilen auch nur eine kleinere Feuerstelle sein. Für all das braucht man selbstverständlich gutes Licht, was bei den Gartentrends 2022 deshalb eine große Rolle spielt. Von Lichterketten für draußen über Lampions in den Bäumen bis hin zu LED-Leuchten in Tiergestalt gibt es eine reiche Palette von Angeboten.

Was die Bepflanzung betrifft, so liegen 2022 zum Beispiel kleine Blumeninseln im Rasen im Trend. Um so etwas anzulegen, kann man an bestimmten Stellen Rasenflächen abtragen und durch Mutterboden ersetzen.

Ziemlich „in“ ist es außerdem, nicht nur heimische Pflanzen anzubauen, sondern auch mediterrane. Klar, eine Palme würde sich bei uns nicht so wohl fühlen. Wohl aber ist es möglich, mit Zitrusbäumchen, Feigen und Oliven aus eigenem Anbau ein bisschen mediterranes Flair zu schaffen. Dabei gilt es nur, die Überwinterung der frostempfindlichen Pflanzen gut zu organisieren. Wenn man das geschickt und unter Zuhilfenahme von Pflegeprodukten und Ratgebern macht, können solche Pflanzen auch bei uns leben.

Die Bepflanzung ist aber immer von persönlichen Geschmäckern abhängig. Manch einer schwärmt für Stauden, Gräser oder Bäume, der andere will bunte Blumenbeete, auch wenn die Farbenpracht nun mal leider vergänglich ist.

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.