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14. Nov 2024

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Wirtschaft

Der ideale Zeitpunkt: Forstwirtschaft im Winter

Journalist: Julia Butz

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Foto: taryn elliott/pexels

Wenn die Temperaturen sinken und der Wald in eine Art Winterschlaf fällt, ist die Zeit ideal für die Ernte.

Die Bäume reduzieren den Wassergehalt im Stamm, die Trockenheit erhöht insbesondere bei Laubbäumen die Qualität des Holzes. Auch Schädlinge und Pilze ziehen sich bei Kälte zurück. Um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern, der gern unter Baumrinden überwintert, eignet sich die kalte Jahreszeit dazu, verstärkt zu kontrollieren und bei Verdacht nur einzelne Bäume gezielt zu fällen. Die Holzernte mit schweren Maschinen und der Abtransport der Stämme fallen auf dem gefrorenen harten Winterboden nicht nur leichter, auch der Boden wird so sehr viel weniger beschädigt, die empfindliche Bodenstruktur und Wurzelsysteme geschont. Nicht zuletzt bietet der Winter auch aus Arbeitsschutzgründen Vorteile: Denn, wenn die Baumkronen kein Laub mehr haben, kann sehr viel leichter beurteilt werden, ob totes Geäst während der Arbeit herunterfallen könnte.

27. Nov 2025

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Wirtschaft

Landmaschinen-Hersteller: „In 10 Jahren ist KI auf dem Acker“ – mit Philipp Horsch, Geschäftsführer des Landmaschinen-Herstellers Horsch mit Sitz in Schwandorf bei Regensburg

![Philipp Horsch 2023 (2) ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Philipp_Horsch_2023_2_ONLINE_6f2ac62a0a.jpg) ``` Philipp Horsch, Geschäftsführer des Landmaschinen-Herstellers Horsch mit Sitz in Schwandorf bei Regensburg ``` **Wo steht deutsche Landmaschinen-Technik im internationalen Vergleich?** Deutschland ist da führend. Wir haben im Gegensatz zu anderen Ländern eine sehr exportfreudige Industriekultur. Trotzdem macht uns die geopolitische Situation Sorgen. **Sie meinen die US-Zölle?** Ja, unter anderem. Zum Glück sind die USA für uns nur ein kleiner Markt. Wir machen dort nur ca. fünf Prozent unseres Umsatzes. **Wann kommt denn die KI auf den Acker?** Ich schätze, dass wir in 5-10 Jahren soweit sind. Die Situation auf dem Acker ist erheblich komplexer als auf der Straße. Sie wissen z. B. nie genau, wann es wie viel regnen wird. Der Boden verändert sich ständig. Davon hängt aber z. B. ab, wie tief das Saatgut eingebracht werden muss. Hinzu kommen Einflüsse im Bereich der Oberfläche wie organische Rückstände oder Steine. Trotzdem wird schon heute automatisiert gefahren, d. h.: Die Maschine fährt autonom, der Fahrer überwacht sie nur noch. **Was wird später mal aus Ihrem Familienunternehmen?** Der Generationswechsel ist eines der wichtigsten Themen eines jeden Unternehmens. Bei uns sieht es gut aus: Wir sind vier Gesellschafterfamilien mit 13 Kindern in der nächsten Generation. Wahrscheinlich die Hälfte davon tendiert in unsere Firma, vier davon sind schon operativ im Unternehmen tätig.