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15. Nov 2023

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Lifestyle

Deutschland ist Kultur- und Reiseland

Journalist: Theo Hoffmann

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Foto: Pixabay/pexels

Wir haben vor unserer Haustür Kulturlandschaften, die wir meist viel zu wenig entdeckt haben, weil es uns mehr ins Ausland zieht. Das sollten wir ändern.

An manche Orte reist man mit der ganzen Familie am liebsten gleich mehrfach im Jahr. Egal ob dort Schnee liegt, ob dunkle Wolken am Himmel hängen oder die Sonne zu einem Spaziergang oder einem Bad in einem schönen See einladen. Vielseitige Naturlandschaften, aber auch Städte mit einer lebendigen Kultur und einer reichen Geschichte stehen als Ganzjahresdestinationen weit oben auf der Liste beliebter Reiseziele. Und weil die Tourismusbranche folglich ein großes Interesse daran hat, die Qualität und das Angebot ihrer jeweiligen Region immer weiter zu steigern, um das Interesse aufrechtzuerhalten und die Wertschöpfungskette nicht abreißen zu lassen, wird meist kräftig investiert. Neue Events, Erlebniswelten für Familien, natürlich auch Musicals, Abenteuerparks und Hochseilgärten draußen in der Natur und vieles mehr sind wichtige Anziehungspunkte.

Es gibt viele Veranstalter, die zudem mittlerweile bewusst in Nachhaltigkeit investieren und damit eine ganz neue Reisekultur schaffen. An manche Orte reist man per Bahn und vom Bahnhof aus sogar gleich mit dem Rad an, auf keinen Fall aber mit dem Auto. Herbergen sind z. B. aus Holz gebaut und werden ausschließlich mit Erneuerbaren Energien betrieben. Bio-Obst und -Gemüse sind dabei inklusive und es macht einfach Spaß zu entdecken, was zu einem schönen Urlaub auf diese Weise alles beitragen kann.

Die Wintermonate kann man mit Wandern, Skilaufen und Ausflügen in Theater, darunter in die großen Häuser der Metropolen oder charmante kleinere Häuser wie historische Schlosstheater verbringen.

Gerade in der kalten Jahreszeot sollte man sich so viel wie möglich draußen aufhalten, und es ist wahrlich ein zauberhafter Anblick, wenn in den Mittelgebirgen oder in den Alpen der erste Schnee gefallen ist und man ohne Langlaufskier einfach mal so zum Winterwandern aufbricht. Ein Blick ins Internet verspricht eine riesige Auswahl an Wander-Vorschlägen und es gibt etliche Ziele, von denen man ohne eine gute Recherche im Vorhinein vielleicht noch nie gehört hat. Warum sollte man nicht einmal den Spuren alter Flößer an deutschen Flüssen folgen, die noch mit vielen Relikten wie alten gezimmerten Laufstiegen von der Vergangenheit erzählen? Oder man spickt seine Wanderung mit kleinen kulinarischen Highlights und steuert ausgewählte Gasthöfe an. In einigen Regionen

sind Wanderwege sogar für Kunst- und Literaturfans als Kulturwanderwege ausgebaut. Warum also nicht mal Wege ablaufen, die zuvor berühmte Maler gelaufen sind, die hier ihre Motive fanden? Dafür braucht man nicht mal einen ganzen Rucksack voller Kunstführer und Bildbänden der Malerei mitzuschleppen, denn der Wanderer kann ohne Vorwissen und Suchen nach geeigneten Plätzen die Blickwinkel der Maler an mehreren Gemälde-Stelen einnehmen. Wer die hier entstandenen Bilder dann im Original betrachten möchte, besucht nach der Wanderung gleich eine Gemäldegalerie, die in den ehemaligen Wohnorten der Künstler zur Verfügung stehen.

Das Interesse für Geschichte und historische Stätten ist ein Motiv für Reisen zu alten Schlössern, Kaiserpfalzen, Burgen, Klöstern und Kirchen. Von den Staufern bis zur Reformation, vom Dreißigjährigen Krieg bis hin zu Preußens Geschichte erzählen Orte mit bewegter Vergangenheit. Wichtig ist nur, dass man aufbricht und die Augen dafür öffnet.

 

Inlandsreisen liegen voll im Trend. Die für ihre Reiselust in aller Welt bekannten Deutschen sind auch öfter für kürzere, einwöchige Reisen unterwegs und machen sich über das ganze Jahr hinweg gern auf den Weg, um Kulturerlebnisse für Jung und Alt mit Bewegung und Genuss zu verbinden.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.