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3. Apr 2021

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Gesellschaft

Die Zukunft der Energie bedeutet…

Journalist: Katja Deutsch

Geothermie ist eine grundlastfähige Erneuerbare Energie, die weitestgehend CO2-frei rund um die Uhr ohne Beeinflussung von Klimaereignissen für die Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom zur Verfügung steht. Eine klimaschonende Wärmewende ist ohne Geothermie nicht machbar.

Geothermie in Form von Oberflächennaher bis Tiefer Geothermie ist flächendeckend für die Energieversorgung von einzelnen Gebäuden bis zu Großstädten einsetzbar. Je nach Temperatur des genutzten Tiefenhorizonts ist zum Teil der Einsatz von Wärmepumpen für die Bereitstellung von Nutzwärme notwendig. Zusätzlich kann die Geothermie als Prozesswärme in der Industrie eingesetzt werden. 

Grundvoraussetzung für die Nutzung der Geothermie ist eine genaue Kenntnis des Reservoirs. Dies entscheidet über die praktische Nutzung eines entsprechenden Tiefenhorizonts. Für die Erschließung des Zielhorizonts sind Tiefenbohrungen von einigen Metern bis zu sechs Kilometern durchzuführen. Schließlich ist eine geeignete Pumpentechnik nötig, mit der der erschlossene Wärmeträger zur Weiterverarbeitung an die Erdoberfläche gebracht werden muss. 

Die Politik muss wesentlich dafür sorgen, dass der Bund die Versicherung des Fündigkeitsrisikos übernimmt und die Erkundung der geothermischen Lagerstätten hydrothermal wie petrothermal vorantreibt. Zudem müssen durch Abbau von Benachteiligungen im Vergleich zu fossilen Energien der Zugang der Geothermie zu bestehenden Wärmenetzen ermöglicht sowie die ungleiche Besteuerung von Betriebskosten bezüglich des Pumpenstroms abgeschafft werden.

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.