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3. Apr 2021

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Gesellschaft

Die Zukunft der Energie bedeutet…

Journalist: Katja Deutsch

Geothermie ist eine grundlastfähige Erneuerbare Energie, die weitestgehend CO2-frei rund um die Uhr ohne Beeinflussung von Klimaereignissen für die Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom zur Verfügung steht. Eine klimaschonende Wärmewende ist ohne Geothermie nicht machbar.

Geothermie in Form von Oberflächennaher bis Tiefer Geothermie ist flächendeckend für die Energieversorgung von einzelnen Gebäuden bis zu Großstädten einsetzbar. Je nach Temperatur des genutzten Tiefenhorizonts ist zum Teil der Einsatz von Wärmepumpen für die Bereitstellung von Nutzwärme notwendig. Zusätzlich kann die Geothermie als Prozesswärme in der Industrie eingesetzt werden. 

Grundvoraussetzung für die Nutzung der Geothermie ist eine genaue Kenntnis des Reservoirs. Dies entscheidet über die praktische Nutzung eines entsprechenden Tiefenhorizonts. Für die Erschließung des Zielhorizonts sind Tiefenbohrungen von einigen Metern bis zu sechs Kilometern durchzuführen. Schließlich ist eine geeignete Pumpentechnik nötig, mit der der erschlossene Wärmeträger zur Weiterverarbeitung an die Erdoberfläche gebracht werden muss. 

Die Politik muss wesentlich dafür sorgen, dass der Bund die Versicherung des Fündigkeitsrisikos übernimmt und die Erkundung der geothermischen Lagerstätten hydrothermal wie petrothermal vorantreibt. Zudem müssen durch Abbau von Benachteiligungen im Vergleich zu fossilen Energien der Zugang der Geothermie zu bestehenden Wärmenetzen ermöglicht sowie die ungleiche Besteuerung von Betriebskosten bezüglich des Pumpenstroms abgeschafft werden.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“