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25. Nov 2019

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Business

Digitale Diagnostik

Journalist: Kirsten Schwieger

Ulrich Schmid, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH), im Gespräch über die neuen Möglichkeiten der digitalen Diagnostik.


Ulrich Schmid, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH), Foto: Presse

Herr Schmidt, welche digitalen Trends beschäftigen die Diagnostika-Hersteller aktuell?

Labortests produzieren Informationen, die für 70 Prozent aller klinischen Diagnosen relevant sind. Digitale Prozesse erleichtern das Datenmanagement, stellen Informationen schnell und verlässlich zur Verfügung und verbessern die Patientenversorgung. Aus diesem Grund engagiert sich die Diagnostikbranche für die Digitalisierung unserer Gesundheitsversorgung. Wir entwickeln zum Beispiel vernetzte Laborsysteme („Smart Labs“) oder genetische Untersuchungen, bei denen die enormen Datenmengen nicht mehr mit herkömmlichen Methoden ausgewertet werden können („Big Data“). Wichtig ist, dass digitale Gesundheitsanwendungen dann auch schnell beim Versicherten ankommen. 

Haben Sie Beispiele für digitale Gesundheitsanwendungen in der Diagnostik?

Gesundheits-Apps sind in aller Munde, stellen aber nur den Startpunkt dar. Die Diagnostikindustrie entwickelt Multiallergen-Tests, bei denen eine Software die vielen ermittelten Werte abgleicht und interpretiert und damit wertvolle Unterstützung für den Arzt liefert. Diagnostische Panels können 20 und mehr Infektionserreger und deren mögliche Antibiotikaresistenz innerhalb einer Stunde bestimmen. Für Diabetiker sind integrierte Behandlungskonzepte mit digitalem Datenmanagement („Closed-loop“) in Sicht: Ein elektronisches Tagebuch speichert Patientendaten, ein Insulinrechner errechnet die zu spritzende Insulinmenge oder steuert automatisch die Insulinpumpe des Patienten.

Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung für die Einbindung von Patienten?

Telemedizin kann den Alltag des Patienten erheblich erleichtern und verbessert den Austausch von Arzt und Patient. Chronisch Kranke können ihre Therapie mitgestalten. Digitale Gesundheitsanwendungen unterstützen das Leitbild des informierten, selbstbestimmten Patienten.

28. Sep 2026

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