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30. Apr 2026

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Wirtschaft

Langlebigkeit bei Smart-TVs – geht das? – mit Dr. Norbert Kotzbauer, Geschäftsführer der Metz Consumer Electronics GmbH

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: Presse, Glenn Carstens-Peters

Dr. Norbert Kotzbauer erklärt, wie smarte Technik und Nachhaltigkeit zusammenpassen.

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Dr. Norbert Kotzbauer, Geschäftsführer der Metz Consumer Electronics GmbH

Herr Dr. Kotzbauer, wie lassen sich Fernseher nachhaltig produzieren? Es gibt wenige TV-Hersteller, die in Deutschland entwickeln und produzieren, und höchste Qualität „Made in Germany“ liefern. Doch gerade diese Nähe zwischen Entwicklung und Fertigung ermöglicht eine vergleichsweise enge Prozesskontrolle sowie kurze Wege – auch im Service – und trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen.

Können TVs mit Nachhaltigkeitsanspruch trotzdem trendy sein? Statt kurzer Innovationszyklen kann man auf eine qualitativ hochwertige Bauweise sowie auf Komponenten und Materialien setzen, die auf langfristigen Einsatz ausgelegt sind. Ergänzend dazu können kontinuierliche Software-Updates dazu beitragen, die Fernsehgeräte möglichst lange technisch aktuell und sicher zu halten. Smart und trendy kann man also trotzdem sein!

Was passiert bei einer Fehlfunktion oder Beschädigung? Das Thema „Recht auf Reparatur“ gewinnt bei Konsumenten immer mehr an Bedeutung. Das zielt genau auf die DNA von Metz ab, denn Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit sind seit jeher Bestandteil unserer Produktphilosophie. Fernseher werden so konzipiert, dass Wartung und Instandsetzung grundsätzlich möglich bleiben. Der Servicegedanke hat bei uns und auch bei unseren Fachhändlern einen sehr hohen Stellenwert.

Wir haben eine Hotline mit Sitz in Deutschland und halten Ersatzteile lange auf Lager. Reparatur ist somit immer die erste Wahl vor dem Austausch des Gerätes.

Das Thema „Recht auf Reparatur“ gewinnt bei Konsumenten immer mehr an Bedeutung.

29. Sep 2026

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Wirtschaft

Energiekurs Deutschland – Ein Beitrag von Tim Meyer, Energieexperte, Speaker und Berater

Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit. Zum einen hat sich die geopolitische Tektonik verschoben: Spätestens seit 2021 wissen wir, dass Versorgungssicherheit über Erdgas nur noch mit hohen Kosten und Preisrisiken zu haben ist – seit dem Konflikt an der Straße von Hormus gilt das auch für Kraftstoffe. Wichtiger noch: Die Welt steckt in einer elektrotechnologischen Revolution, die weit über die Energieversorgung hinausreicht. Mobilität, Wärme, industrielle Prozesse und die Fertigung von morgen werden weitgehend elektrisch. Die Märkte haben sich bereits massiv verschoben – nicht nur die deutsche Autoindustrie leidet unter Absatzverlusten einst erfolgreicher Produkte. Treiber ist der globale Boom bei erneuerbaren Energien: Mit ihnen ist Strom so günstig und verfügbar wie nie, und der Preisverfall bei Batteriespeichern gleicht Schwankungen von Wind, Sonne und Verbrauch immer besser aus. Ergebnis: Allein in diese Technologien und den Ausbau der Stromnetze fließen weltweit Investitionen von über 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr – etwa fünfmal so viel wie in neue Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke. Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. So anstrengend diese Gleichzeitigkeit wirkt: Für Menschen und Unternehmen in Deutschland liegen darin große Chancen. Zwei Dinge sind gewiss: Erstens gibt es kein Zurück – geopolitische Spannungen verschwinden nicht, und der technologische Fortschritt bei Clean Tech lässt sich nicht zurückdrehen. Zweitens sind diese Entwicklungen global: Technologien, die wir ohnehin für den Heimatmarkt entwickeln müssen, sind weltweit gefragt und können zur zentralen Säule des dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwungs werden. >Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. Umgekehrt gilt: Wer an alten Plänen und alter Technologie festhält – und sei es neu verpackt als „hocheffiziente Verbrenner“ oder „Grüngas“ –, landet auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Industrielle Revolutionen kann man nicht aufhalten. Man kann sich nur entscheiden, auf der Gewinner- oder Verliererseite stehen zu wollen. China macht das seit Jahren zur Industriepolitik: vom Abnehmer deutscher Maschinen zum aggressiven Wettbewerber, inklusive Sicherung von Rohstoffen und Lieferketten. Heute ist China globaler Marktführer bei Wind- und Solarenergie, Batterietechnik und E-Mobilität – weitere Angriffe auf deutsche Märkte sind angekündigt, auch bei Wärmepumpen. Es gilt also, aus der Not eine Tugend zu machen: Absicherung gegen fossile Preisrisiken, Investition in Zukunftsmärkte, europäische Resilienz und Klimaschutz sind dabei ein und dasselbe. Die Politik muss diese neue Realität in eine verständliche Energielandkarte übersetzen: Elektrifizierung unserer Volkswirtschaft als verankertes Ziel, politisch gemanagt und mit Investitionen hinterlegt – vor allem durch schnellere Modernisierung der Energieinfrastruktur, also Digitalisierung, effizientere Organisation und Ausbau der Stromnetze. Doch auch ohne den großen politischen Wurf gibt es Lösungen, die sich schon heute lohnen und in die unternehmerische Zukunft weisen. „Energiekurs Deutschland“ zeigt diese Richtungen auf. Je mehr Unternehmen sie jetzt nutzen, desto mehr profitiert die Allgemeinheit – denn Deutschland hat alle Voraussetzungen, sich neu zu erfinden. Wir müssen es nur wollen und anpacken.