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30. Apr 2026

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Wirtschaft

Smart Gardening-Trends für grüne Oasen – mit Christoph Büscher, Vorstandsvorsitzender Industrieverband Garten (IVG) e. V.

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse, Planet Volumes/unsplash+

Schon heute smart: Wie Technologie das Gärtnern verändert, erläutert Christoph Büscher, Vorstandsvorsitzender beim Industrieverband Garten (IVG) e. V.

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Christoph Büscher, Vorstandsvorsitzender Industrieverband Garten (IVG) e. V.

Herr Büscher, welche Smart Gardening-Anwendungen sind für den Hausgarten und Balkon heute bereits praxistauglich? Zahlreiche smarte Anwendungen lassen sich im eigenen Garten und auf dem Balkon problemlos einsetzen. Digitale Helfer wie Mähroboter, smarte Bewässerungssysteme oder App-gesteuerte Beleuchtung machen die Gartenarbeit komfortabler und effizienter. Besonders im Bewässerungsbereich steigt die Nachfrage, da trockene und heiße Wetterperioden zunehmen. Mähroboter gehören inzwischen zu den beliebtesten Geräten: Neben den kabelgebundenen gibt es mittlerweile auch Modelle, die ohne Begrenzungskabel funktionieren. Sie lassen sich bequem über eine App steuern, d. h. vor der ersten Nutzung muss bei dieser Ausführung kein Kabel mehr im Garten verlegt werden. Diese Produkte nutzen Sensoren zur Orientierung oder arbeiten GPS-basiert, zunehmend kommt auch Kameratechnik zum Einsatz. Akkubetriebene Gartengeräte wie Heckenscheren, Rasentrimmer und Laubsauger sind im privaten Garten ebenso sehr beliebt.

Rund um Pool- und Teichtechnik, Gartenbeleuchtung und Beschattung gewinnen smarte Steuerungssysteme an Bedeutung: Beispielsweise mit App-gesteuerten Schirmen und Markisen, der Auswertung von Wetterdaten oder darauf abgestimmten automatisierten Steuerung von Wasserpumpen und Fontänen. Darüber hinaus gibt es Sensoren, die u. a. Bodenfeuchte, Licht und Temperatur messen, im Garten, in Töpfen oder auf dem Balkon; während professionell genutzte Geräte über eine Schnittstelle zum PC oder Handy auch Wartungshinweise geben oder vor Überhitzung und Kälte warnen.

Wie Sie sehen, eröffnen smarte Geräte vielfältige Möglichkeiten, die Gestaltung und Pflege jedes Gartens zu optimieren. Die Gartenarbeit aber vollständig zu automatisieren, ist, denke ich, gar nicht im Sinne des Gartenfreunds. Für viele ist das Schneiden, Jäten und Graben schließlich ein willkommener Ausgleich zum Alltag.

Smarte Gartengeräte erleichtern die Arbeit, schonen die Umwelt und arbeiten oft effizienter.

Welche Auswirkungen haben smarte Technologien auf die Nachhaltigkeit des Gärtnerns? Smarte Gartengeräte erleichtern die Arbeit, schonen die Umwelt und arbeiten oft effizienter. So sorgen Mähroboter durch regelmäßiges Mähen für gleichmäßigen Bewuchs und sind frei von Abgasemissionen vor Ort. Intelligente Bewässerungssysteme erkennen, wann eine Bewässerung notwendig ist und wann nicht – das spart Ressourcen. Durch Leitungsnetze, Sensoren und unterschiedliche Wasserdüsen lassen sich Wassermenge und Zeitpunkt optimal auf die Bepflanzung abstimmen. In Kombination mit Regenwassersammlern und Zisternen pflegen sie Gärten nachhaltig und effektiv, auch ohne Unterstützung und über lange Durststrecken hinweg. Gesunde Pflanzen wiederum locken viele Insekten in den Garten.

Wie unterstützen diese Tools bei der Planung eines Selbstversorgergartens? In der Garten- und Landschaftspflege sind bereits Produkte im Einsatz, die verstärkt Künstliche Intelligenz, Vernetzung und Automatisierung nutzen. Sie erfassen u. a. wichtige Parameter zu Düngung und Bewässerung und geben darauf basierend Empfehlungen zu passenden Pflanzen oder optimalen Pflanzorten ab, auch für einen Selbstversorgergarten. Einige Anwendungen erstellen sogar virtuelle Gartenpläne und beziehen dabei mit ein, wie sich Beete im Jahresverlauf entwickeln könnten.

Sie erfassen u. a. wichtige Parameter zu Düngung und Bewässerung und geben darauf basierend Empfehlungen zu passenden Pflanzen oder optimalen Pflanzorten ab, auch für einen Selbstversorgergarten.

Factbox:

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2024 ist Gartenarbeit das beliebteste Hobby in Deutschland: Mehr als ein Viertel der Deutschen pflanzt, gießt, harkt und werkelt häufig im Garten. Quelle: Deutschlands beliebteste Hobbys, Freizeitaktivitäten und Sportarten bis 2024, statista 12/25

20. Apr 2026

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Wirtschaft

FONDS professionell KONGRESS gibt Orientierung in bewegenden Zeiten

Der 24. FONDS professionell KONGRESS am 28. und 29. Januar 2026 in Mannheim hat erneut seine Rolle als zentrale Plattform der Investmentbranche unter Beweis gestellt. In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer neu ausgerichteten, schwer kalkulierbaren US-Politik unter Präsident Donald Trump, nutzten Vermögensverwalter und Investmentexperten die Veranstaltung intensiv für fachlichen Austausch und gezielte Weiterbildung. Mehr als 220 Aussteller sowie über 200 Fachvorträge spiegelten den enormen Informationsbedarf in volatilen Zeiten wider. Ein markantes politisch-strategisches Signal setzte Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Energy und Daimler Truck. Er plädierte für ein geschlossenes und selbstbewusstes Auftreten Europas zwischen den Machtzentren USA und China. Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen. Chancen sieht Kaeser vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Daten und Rechenzentren sowie in neuen wirtschaftlichen Allianzen mit Schwellenländern, allen voran mit Indien. Inhaltlich dominierten Themen wie Aktien – insbesondere die „Significant Seven“ –, ETFs, Datenökonomie, Infrastruktur, Schwellenländer, Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen das Programm. Mit der Verleihung des DEUTSCHEN FONDSPREISES während einer festlichen Galanacht fand der Kongress schließlich einen würdigen Abschluss und bekräftigte seinen Anspruch, der Branche auch in bewegten Zeiten Orientierung zu geben. >Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen.