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20. Apr 2026

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Business

Mehr Mut. Mehr Wissen. Mehr Immobilien. – mit Anaïs Cosneau, Immobilienexpertin & CEO Happy Immo Club

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse, Joy S/unsplash

Immobilienexpertin Anaïs Cosneau, Gründerin einer der führenden Bildungsplattformen von Immobilienwissen von Frauen für Frauen, im Interview.

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Anaïs Cosneau, Immobilienexpertin & CEO Happy Immo Club

Frau Cosneau, was ist der Unterschied zwischen „irgendwie sparen“ und smarter Vermögensbildung? Der Unterschied liegt im Mindset. Beim Vermögensaufbau wird Kapital im Gegensatz zum Sparen nicht geparkt, sondern gezielt eingesetzt und über Jahre aufgebaut; strategisch, geplant und langfristig. Der erste Schritt ist immer eine solide Rücklage als Sicherheit. Danach kannst du dein Kapital gezielt einsetzen, zum Beispiel mit breit gestreuten ETFs oder Immobilien. Gerade im Immobilienbereich hält sich leider hartnäckig der Mythos, dass man sofort sechsstellige Summen Eigenkapital braucht. Das stimmt so pauschal nicht. Ein Beispiel: eine Investorin aus unserer Community hat ihre erste kleine Wohnung für 49.000 Euro gekauft, mit rund 3.900 Euro Eigenkapital. Auch mit wenig Startkapital lässt sich also ein Fundament legen. Entscheidend ist die saubere Kalkulation, nicht die Größe des Objekts.

Immobilien brauchen Weitsicht, einen soliden Kaufpreis, realistische Kalkulationen und ein nachhaltiges Management.

Viele junge Anleger finden Immobilien erstmal komplizierter als digitale Assets. Komplexität ist kein Nachteil, sie zeigt, dass echte Substanz dahintersteckt! Immobilien basieren auf einer ganz realen Nachfrage: Menschen brauchen Wohnraum. Es sind Sachwerte mit echtem Nutzen. Sie bringen laufende Mieteinnahmen, sind fremdfinanzierbar und bieten steuerliche Vorteile. Krypto hingegen ist eine hochvolatile, spekulative Anlage. Für mich kann das höchstens eine kleine Beimischung im Portfolio sein, aber keine stabile Basis. Strategisch entscheidend ist immer die langfristige Perspektive. Kurzfristiger Cashflow ist kein Ziel, sondern ein Risiko und wer Renditeversprechen blind glaubt, zahlt oft drauf. Immobilien brauchen Weitsicht, einen soliden Kaufpreis, realistische Kalkulationen und ein nachhaltiges Management. Und: Eine Immobilie zu kaufen heißt auch, Verantwortung zu tragen. Nicht nur fürs Geld, auch fürs Wohnen anderer. Wer schon mit kleineren Beträgen am Immobilienmarkt teilnehmen oder das eigene Portfolio breiter diversifizieren möchte, für den können auch Immobilienfonds eine attraktive Möglichkeit sein. Sie bieten professionelles Management und nehmen dir viele organisatorische Aufgaben ab. Der persönliche Einfluss auf Struktur, Finanzierung und Rendite ist damit nur naturgemäß begrenzter. Direktes Eigentum bietet da deutlich mehr Handlungsspielraum. Die eigentliche Frage ist also nicht Fonds oder Direktinvestment? Sondern: Welche Rolle möchte ich selbst in meinem Vermögensaufbau einnehmen?

Trading-Apps, Influencer-Empfehlungen, TikTok-Tutorials… Junge Menschen wachsen heute mit permanentem Zugang zu Finanzcontent auf. Verändert das die Notwendigkeit von Finanzbildung? Moderne Finanzbildung bedeutet für mich nicht, Aufmerksamkeit für einzelne Anlageprodukte zu erzeugen oder Renditeversprechen zu inszenieren. Sie bedeutet, ökonomische Mechanismen verständlich zu machen und Entscheidungsfähigkeit aufzubauen. Wissen ist dabei keine Ergänzung, sondern die Voraussetzung für nachhaltigen Vermögensaufbau. Auch in der Immobilienbranche werden komplexe Modelle wie „Investieren ohne Eigenkapital“ oder „Mietgarantie ohne Risiko“ oft stark vereinfacht dargestellt. Doch finanzielle Entscheidungen sind kein Entertainment – sie bestimmen langfristig die eigene Zukunft.

Wer schon mit kleineren Beträgen am Immobilienmarkt teilnehmen oder das eigene Portfolio breiter diversifizieren möchte, für den können auch Immobilienfonds eine attraktive Möglichkeit sein.

Factbox

Der erste Schritt zum Vermögensaufbau: Bildung. Wer Kaufpreis, Zinsen, Miete, Marktwert und Finanzierung im Zusammenhang versteht, ersetzt Unsicherheit durch Zahlen. Hier setzt der von Anais Cosneau und Maya Miteva gegründete Happy Immo Club von und für Frauen an.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.

2. Apr 2026

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Business

Kein Roboter zum Gelddrucken, aber ein starker Wächter: KI bei Banken

Künstliche Intelligenz kann im Bankwesen schon ziemlich viel – aber eigenständig Geld drucken oder wundersam vermehren, das kann sie (noch) nicht. Banken setzen KI heute flächendeckend in mehreren Bereichen ein, allen voran in der Betrugsprävention, wo Fraud Detection mittlerweile Branchenstandard ist. KI-gestützte Systeme analysieren Transaktionen von Kundinnen und Kunden in Echtzeit, erkennen und stoppen auffällige Transaktionen und Zahlungsanweisungen in der Regel sofort, und reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Angriffsszenarien. Gerade, weil sich Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, ist die Adaptionsgeschwindigkeit in diesem Bereich besonders hoch. Solche Systeme werden in Zukunft weiter optimiert werden, wodurch Banken Routineaufgaben mehr und mehr automatisieren können. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Kundenberatung, schnellere Analysen – etwa bei Kreditentscheidungen – und insgesamt bessere Kundenerlebnisse. Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen. Ziel ist es, Informationen effizienter zu nutzen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Vergleich zur Betrugsprävention befindet sich dieser Bereich jedoch noch in einer stärkeren Wachstumsphase, auch wenn die Entwicklung hier aktuell sehr dynamisch verläuft. >Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Es gibt unzählige Anbieter von bankenspezifischer KI. Viele davon decken nur bestimmte Anwendungsfelder ab, weshalb Banken häufig mehrere KI-Systeme parallel einsetzen. Auch, wenn Banken langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Daten haben, kann die Auswahl passender KI-Tools herausfordernd sein, denn die Lösungen müssen regelkonform sein, Change Compliance- und Datenschutzrichtlinien beachten, außerdem sollten die Daten innerhalb Europas bleiben und nicht unkontrolliert in andere Rechtsräume fließen. Erhöht KI im Bankwesen nun die Sicherheit – oder eher das Risiko für Betrug und Verlust? Grundsätzlich beides. Denn einerseits verbessert KI die Fähigkeit, Betrug frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, andererseits entstehen neue Gefahren, insbesondere durch autonome KI-Agenten. Je mehr Entscheidungsfreiheit diese Systeme erhalten, desto größer ist das Risiko, dass sie Sicherheitsvorgaben umgehen oder manipuliert werden. Deshalb gewinnt das Prinzip „Human in the Loop“ beziehungsweise „Human in the Lead“ an Bedeutung: Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Auch im Finanzmarkt insgesamt sind automatisierte Prozesse kein neues Phänomen. Mechanismen wie algorithmischer Handel oder Stop-Loss-Orders können bereits heute Kettenreaktionen auslösen. KI könnte solche Effekte künftig verstärken, stellt aber nicht die ursprüngliche Ursache dar. Wohin wird sich KI im Bankwesen entwickeln? Eigenständig Geld drucken wird sie hoffentlich niemals – doch sie wird als umfassendes System im Hintergrund immer besser in den Bankenalltag integriert werden. Der Mensch wird im Bankwesen jedoch in zentralen Bereichen immer die Oberhand behalten, besonders bei der letzten Kontrolle und beim direkten Kundenkontakt – denn hier können aufmerksame Bankangestellte besser als jede KI als Sicherheitsschranke wirken, die ihre betagten Kundinnen davor schützen, auffällige Transaktionen hoher Summen vorzunehmen. >Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen.

2. Apr 2026

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Business

Arbeiten im Update-Modus

Die Spielregeln der Wirtschaft verändern sich rasant und mit ihnen die Frage, was Unternehmen heute wirklich erfolgreich macht: Neue Software wird eingeführt, Abläufe werden neu zugeschnitten, Entscheidungen stärker datenbasiert getroffen. Prioritäten verschieben sich spürbar im Tagesgeschäft, neue Produkt- und Serviceverständnisse entstehen und vertraute Routinen lösen sich auf. Hinzu kommen wachsende regulatorische Anforderungen: mehr Nachweise, klarere Regeln im Umgang mit Daten, Systemen und Verträgen. Was bislang informell funktionierte, muss nun sauber dokumentiert sein. Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. >Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. In dieser Verdichtung von Veränderungen wird deutlich, wie stark der Arbeitsalltag unter Druck steht. Nicht durch einen großen Umbruch, sondern vielmehr durch die vielen kleinen, kontinuierlichen Veränderungen, die parallel passieren. Und ja – ein großer Teil davon liegt auf den Schultern der Mitarbeitenden. Umso wichtiger ist es, dass klar wird, warum sich Dinge verändern und welche Rolle jede und jeder Einzelne dabei spielt. Erst dann entsteht aus vielen Maßnahmen ein stimmiges Gesamtbild. Wofür war noch gleich die nächste E-Learning-Schulung gut? Warum ist auch das nächste Compliance-Training wirklich wichtig? Die ehrliche Antwort: Weil Lernen heute einfach dazugehört. Nicht als Selbstzweck, sondern damit Orientierung entsteht, Sicherheit wächst und sich Arbeit eben nicht wie ein undurchdringlicher Regel-Dschungel anfühlt. Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives: ein gemeinsames Verständnis und die Fähigkeit, Veränderungen nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv mitzugestalten. >Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives.