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30. Sep 2021

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Gesellschaft

„Ein ‚Schema F‘ zum smarten Bauen gibt es nicht“

Journalist: Kirsten Schwieger

Drei Fragen an Andreas Thamm, Vorsitzender der Geschäftsführung der UBM Development Deutschland GmbH.

Wie arbeitet es sich in einem intelligenten Bürogebäude?

Sehr angenehm! Denn das Gebäude „denkt“ mit. Sobald es erkannt hat, dass Sie da sind, reguliert es zum Bei-spiel die Lichtverhältnisse. Außerdem wissen Sie schon beim Frühstück, wo ein Schreibtisch oder Parkplatz frei ist, und können diese gleich buchen.

Welche Technologien und Standards braucht es dafür?

Eine ausgeklügelte Gebäudetechnik und dahinter liegende intelligente Verarbeitungsprozesse für die gesammelten Daten. Zu Beginn braucht es einen genauen Plan, welche Art von Daten und in welchem Umfang nötig sind, um ein Gebäude smart zu steuern. Gebäudeklima, Raumnutzung, Energieverbrauch etc. unterliegen sehr unterschiedlichen Parametern, führen aber nur in ihrer Gesamtheit zu einer guten Gebäude-Performance. 

Welche Vorteile bringt das Smart Office mit sich? 

Als Eigentümer wäre ich beispielsweise daran interessiert, niedrige Betriebskosten zu haben. Als Arbeitgeber über besseres Raumklima und andere Stellschrauben die Motivation und die Gesundheit der Mitarbeiter:innen zu fördern. Weniger Personalkosten durch geringere Krankenstände können bei großen Unternehmen viele Millionen Euro ausmachen!

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“