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21. Jun 2021

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Wirtschaft

Ein sicherer Zugang wird immer wichtiger

Journalist: Armin Fuhrer

Ein digitales Besuchsmanagement sorgt dafür, dass Unternehmen vor dem Zutritt durch unbefugte Personen geschützt werden.

In einer globalisierten Welt wachsen auch für mittelständische Unternehmen die Anforderungen an die Sicherheit immer stärker. Das gilt nicht nur für die Sicherung des digitalen Verkehrs, sondern auch für den sicheren Zugang von Personen, die nicht zum Unternehmen gehören. Dabei kann es sich um Besucher und Kunden ebenso wie um externe Dienstleister handeln. Noch immer regeln viele Unternehmen diesen Zugang von außen auf die ganz herkömmliche Art und Weise: Am Empfang sitzt ein Pförtner, der einen kurzen Blick auf den Personalausweis des Besuchers wirft und ihn bestenfalls in ein Besucher- oder Gästebuch einträgt. Diese Methode birgt große Risiken, denn eine effektive Identitätskontrolle ist dadurch in keiner Weise gerechtfertigt. Wie soll beispielsweise ein Pförtner einen gut gefälschten Ausweis er-kennen? Und wie soll er beurteilen, ob es sich bei dem Dokument einer Person aus einem fernen Land tatsächlich überhaupt um einen echten Identitätsnachweis handelt? Mal ganz abgesehen davon, dass mit der für jede andere Person einsehbaren Eintragung in das Besucherbuch die Anforderungen eines modernen Datenschutzes in keiner Weise berücksichtigt sind. Und nicht zuletzt ist diese althergebrachte Methode ineffizient und personalintensiv.

Moderne Technik kann aber leicht Abhilfe schaffen. Ein digitales Besucher- und Zutrittsmanagement sorgt dafür, dass die Identität temporärer Besucher effizient überprüft werden kann und die Anforderungen an den Datenschutz gleichzeitig berücksichtigt werden. Ein modernes System kann den Besucher bereits vor dem Besuch registrieren. Das funktioniert ähnlich dem Sicherheitscheck am Flughafen. Vor Antritt des Besuchs kann sich die jeweilige Person online vom Büro oder vom Home Office registrieren und dabei alle notwendigen Daten angeben. Dazu können neben den Adressdaten und dem Grund des geplanten Besuchs unter anderem qualifizierende Merkmale wie die Branche und die Position gehören und ebenso natürlich die notwendigen Ausweisdaten. Im Gegenzug bekommt der Besucher oder die Besucherin vor der Anreise zum Beispiel einen QR-Code oder eine Bestätigungsmail zugeschickt. Mit ihrer Hilfe kann er oder sie sich per Smartphone am Eingang checken lassen. 

Auf diese Weise hat das Sicherheitsmanagement des besuchten Unternehmens zu jedem Zeitpunkt den Überblick über die Besucher. Personen ohne Zugangsberechtigung können daher die Räume des Unternehmens erst gar nicht betreten. Ebenso können mit Hilfe digitaler Technik auch die Datenschutzbelange befolgt werden, denn die Einsicht in die Besucherliste oder gar -daten ist für andere, nicht befugte Personen nicht mehr möglich. Und nicht zuletzt ist dieser digitale Sicherheitscheck effizient sowie kosten- und personalsparend, denn für den sicheren Zugang ist nur noch eine Einrichtung zum digitalen Check und eine Sicherheitsschranke notwendig. Die Notwendigkeit, eigens Personen für den Sicherheitscheck, die vielleicht sogar rund um die Uhr beschäftigt werden müssen, einzusetzen, entfällt. 

2. Apr 2026

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Business

Kein Roboter zum Gelddrucken, aber ein starker Wächter: KI bei Banken

Künstliche Intelligenz kann im Bankwesen schon ziemlich viel – aber eigenständig Geld drucken oder wundersam vermehren, das kann sie (noch) nicht. Banken setzen KI heute flächendeckend in mehreren Bereichen ein, allen voran in der Betrugsprävention, wo Fraud Detection mittlerweile Branchenstandard ist. KI-gestützte Systeme analysieren Transaktionen von Kundinnen und Kunden in Echtzeit, erkennen und stoppen auffällige Transaktionen und Zahlungsanweisungen in der Regel sofort, und reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Angriffsszenarien. Gerade, weil sich Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, ist die Adaptionsgeschwindigkeit in diesem Bereich besonders hoch. Solche Systeme werden in Zukunft weiter optimiert werden, wodurch Banken Routineaufgaben mehr und mehr automatisieren können. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Kundenberatung, schnellere Analysen – etwa bei Kreditentscheidungen – und insgesamt bessere Kundenerlebnisse. Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen. Ziel ist es, Informationen effizienter zu nutzen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Vergleich zur Betrugsprävention befindet sich dieser Bereich jedoch noch in einer stärkeren Wachstumsphase, auch wenn die Entwicklung hier aktuell sehr dynamisch verläuft. >Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Es gibt unzählige Anbieter von bankenspezifischer KI. Viele davon decken nur bestimmte Anwendungsfelder ab, weshalb Banken häufig mehrere KI-Systeme parallel einsetzen. Auch, wenn Banken langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Daten haben, kann die Auswahl passender KI-Tools herausfordernd sein, denn die Lösungen müssen regelkonform sein, Change Compliance- und Datenschutzrichtlinien beachten, außerdem sollten die Daten innerhalb Europas bleiben und nicht unkontrolliert in andere Rechtsräume fließen. Erhöht KI im Bankwesen nun die Sicherheit – oder eher das Risiko für Betrug und Verlust? Grundsätzlich beides. Denn einerseits verbessert KI die Fähigkeit, Betrug frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, andererseits entstehen neue Gefahren, insbesondere durch autonome KI-Agenten. Je mehr Entscheidungsfreiheit diese Systeme erhalten, desto größer ist das Risiko, dass sie Sicherheitsvorgaben umgehen oder manipuliert werden. Deshalb gewinnt das Prinzip „Human in the Loop“ beziehungsweise „Human in the Lead“ an Bedeutung: Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Auch im Finanzmarkt insgesamt sind automatisierte Prozesse kein neues Phänomen. Mechanismen wie algorithmischer Handel oder Stop-Loss-Orders können bereits heute Kettenreaktionen auslösen. KI könnte solche Effekte künftig verstärken, stellt aber nicht die ursprüngliche Ursache dar. Wohin wird sich KI im Bankwesen entwickeln? Eigenständig Geld drucken wird sie hoffentlich niemals – doch sie wird als umfassendes System im Hintergrund immer besser in den Bankenalltag integriert werden. Der Mensch wird im Bankwesen jedoch in zentralen Bereichen immer die Oberhand behalten, besonders bei der letzten Kontrolle und beim direkten Kundenkontakt – denn hier können aufmerksame Bankangestellte besser als jede KI als Sicherheitsschranke wirken, die ihre betagten Kundinnen davor schützen, auffällige Transaktionen hoher Summen vorzunehmen. >Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen.