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18. Dez 2019

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Wirtschaft

„Ein Stück Natur zurück in den Alltag der Menschen bringen”

Journalist: Armin Fuhrer

Interview mit Niklas Guggenberger, Geschäftsführer der FlowerArt GmbH

Räume leiden oft darunter, dass sie trist wirken und wenig grün haben. Wie kann man das ändern?

Wir verbringen durchschnittlich 84 Prozent unserer täglichen Zeit in geschlossenen Räumen. Gerade jetzt im Winter, wenn es draußen grau und kalt ist, verbessert ein grünes Raum-Ambiente ungemein ein positives Lebensgefühl.

Wie bekommt man das hin, wenn man sich den Raum nicht mit Zimmerpflanzen vollstopfen möchte?

Das Fraunhofer Institut aus Stuttgart hat kürzlich eine Studie veröffentlicht und getestet, wie sich grüne Objekte wie Pflanzen und Moose auf Menschen im Raum auswirken. Das Ergebnis bestätigt: Wir sind ruhiger, erholen und schneller und arbeiten kreativer. Für Menschen und Büros ohne grünen Daumen gibt die Möglichkeit, sich grüne Designobjekte, die aus echten Pflanzen und Moosen hergestellt und auf natürlichem Weg konserviert werden, an die Wand zu hängen. Sie schaffen eine entspannende Atmosphäre, sind gut für das Gemüt und senken gleichzeitig den Lärmpegel. Das funktioniert in praktisch jedem Raum.

Für welche Räume kann man sich solche grünen Designobjekte anschaffen?

Eigentlich für jeden. Sie entfalten eine positive Wirkung im heimischen Wohn- und Arbeitszimmer genauso wie im Büro. Da sie nicht gepflegt werden müssen, ist es kein Problem, wenn man in den Urlaub fährt oder am Wochenende nicht im Büro ist.

29. Sep 2026

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Wirtschaft

Energiekurs Deutschland – Ein Beitrag von Tim Meyer, Energieexperte, Speaker und Berater

Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit. Zum einen hat sich die geopolitische Tektonik verschoben: Spätestens seit 2021 wissen wir, dass Versorgungssicherheit über Erdgas nur noch mit hohen Kosten und Preisrisiken zu haben ist – seit dem Konflikt an der Straße von Hormus gilt das auch für Kraftstoffe. Wichtiger noch: Die Welt steckt in einer elektrotechnologischen Revolution, die weit über die Energieversorgung hinausreicht. Mobilität, Wärme, industrielle Prozesse und die Fertigung von morgen werden weitgehend elektrisch. Die Märkte haben sich bereits massiv verschoben – nicht nur die deutsche Autoindustrie leidet unter Absatzverlusten einst erfolgreicher Produkte. Treiber ist der globale Boom bei erneuerbaren Energien: Mit ihnen ist Strom so günstig und verfügbar wie nie, und der Preisverfall bei Batteriespeichern gleicht Schwankungen von Wind, Sonne und Verbrauch immer besser aus. Ergebnis: Allein in diese Technologien und den Ausbau der Stromnetze fließen weltweit Investitionen von über 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr – etwa fünfmal so viel wie in neue Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke. Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. So anstrengend diese Gleichzeitigkeit wirkt: Für Menschen und Unternehmen in Deutschland liegen darin große Chancen. Zwei Dinge sind gewiss: Erstens gibt es kein Zurück – geopolitische Spannungen verschwinden nicht, und der technologische Fortschritt bei Clean Tech lässt sich nicht zurückdrehen. Zweitens sind diese Entwicklungen global: Technologien, die wir ohnehin für den Heimatmarkt entwickeln müssen, sind weltweit gefragt und können zur zentralen Säule des dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwungs werden. >Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. Umgekehrt gilt: Wer an alten Plänen und alter Technologie festhält – und sei es neu verpackt als „hocheffiziente Verbrenner“ oder „Grüngas“ –, landet auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Industrielle Revolutionen kann man nicht aufhalten. Man kann sich nur entscheiden, auf der Gewinner- oder Verliererseite stehen zu wollen. China macht das seit Jahren zur Industriepolitik: vom Abnehmer deutscher Maschinen zum aggressiven Wettbewerber, inklusive Sicherung von Rohstoffen und Lieferketten. Heute ist China globaler Marktführer bei Wind- und Solarenergie, Batterietechnik und E-Mobilität – weitere Angriffe auf deutsche Märkte sind angekündigt, auch bei Wärmepumpen. Es gilt also, aus der Not eine Tugend zu machen: Absicherung gegen fossile Preisrisiken, Investition in Zukunftsmärkte, europäische Resilienz und Klimaschutz sind dabei ein und dasselbe. Die Politik muss diese neue Realität in eine verständliche Energielandkarte übersetzen: Elektrifizierung unserer Volkswirtschaft als verankertes Ziel, politisch gemanagt und mit Investitionen hinterlegt – vor allem durch schnellere Modernisierung der Energieinfrastruktur, also Digitalisierung, effizientere Organisation und Ausbau der Stromnetze. Doch auch ohne den großen politischen Wurf gibt es Lösungen, die sich schon heute lohnen und in die unternehmerische Zukunft weisen. „Energiekurs Deutschland“ zeigt diese Richtungen auf. Je mehr Unternehmen sie jetzt nutzen, desto mehr profitiert die Allgemeinheit – denn Deutschland hat alle Voraussetzungen, sich neu zu erfinden. Wir müssen es nur wollen und anpacken.