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29. Jun 2021

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Lifestyle

Familienglück durch Zufriedenheit

Journalist: Alicia Steinbrück

In seiner Dating-Doku „First Dates – ein Tisch für zwei“ spielt der italienisch-deutsche Koch und Autor Roland Trettl Amor und bringt bis dato einander fremde Menschen zusammen. Was ist sein Geheimrezept für ein glückliches Familien- und Beziehungsleben? 

Roland Trettl mit seiner Frau Daniela: Gemeinsam arbeiten sie an neuen Projekten und feuern sich immer wieder gegenseitig an.; Foto: Helge Kirchberger

Für viele Paare ist es schwierig, sich die Zweisamkeit zu bewahren, wenn Kinder ins Spiel kommen. Haben Sie Tipps, wie das trotzdem gelingen kann? 

Ich denke, dass Struktur und festgelegte Uhrzeiten für ein Kind wichtig sind. In meinen Augen macht es wenig Sinn, das Kind beispielsweise einmal um 19:00 Uhr und am nächsten Tag dann erst um 21:30 Uhr ins Bett zu bringen. Ein Kind benötigt eine gewisse Konstanz und klare Vorgaben.

So weiß man auch als Elternteil, dass in der Regel dann z. B. ab 20:00 Uhr Raum für Zweisamkeit da ist.

Was sind Ihrer Meinung nach die  Geheimzutaten für eine glückliche Beziehung oder Ehe?

Die größte Geheimzutat liegt darin, dass die Partner auch allein mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. Auf dieser Basis kann eine glückliche Beziehung aufbauen. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, wird es wohl auf Dauer eher nicht klappen. Dem Partner/der Partnerin mit dem nötigen Respekt zu begegnen, Freiheiten einzuräumen und sich neidlos am Erfolg des anderen zu erfreuen funktioniert meiner Ansicht nach nur, wenn man mit sich selbst im Reinen und ein glücklicher Mensch ist.

Sind Sie ein romantischer Typ? 

Das kommt ganz auf die Definition an. Wenn eine Frau einen voll beladenen Tisch mit viel Essen und gutem Wein dem Kerzenschein vorzieht, dann bin ich sehr wohl romantisch.

Wie können Paare ihre Liebe auch nach Jahren oder Jahrzehnten frischhalten? 

Hier kann ich nur sagen, wie meine Frau und ich unsere Beziehung frischhalten: Wir feuern uns immer wieder gegenseitig an und nehmen uns regelmäßig neue Projekte vor. Es ist wichtig, dass man nie den Respekt verliert und es immer wieder Gelegenheiten gibt, bei denen man auch mal zum anderen aufschaut, den Menschen toll oder einfach auch nur schön findet. Es sollte ein Antrieb da sein, der von beiden Seiten befeuert wird.

Würden Sie als Koch sagen, dass Liebe durch den Magen geht? 

Ich würde sagen, dass gute Nahrung grundsätzlich antreibt. Und wenn der An-trieb stimmt, dann stimmt die Liebe auch.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.