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19. Dez 2025

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Lifestyle

Freundschaft auf dem Teller – mit Alina Meissner-Bebrout, Sterneköchin & Unternehmerin

Journalist: Thomas Soltau

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Foto: Jan Düfelsiek, Chuttersnap/unsplash

Alina Meissner-Bebrout, Inhaberin des bi:braud (1*) in Ulm, über ihren Weg zur Sterne-Köchin.

250602_Zeiss_BiBraud_09_Portrait_Alina_1138 Credit Jan Düfelsiek online.jpg

Alina Meissner-Bebrout, Sterneköchin & Unternehmerin

Wie viel Lässigkeit verträgt ein Sternelokal? Von Anfang an war mir wichtig: Der Gast muss sich wohlfühlen, als würde er zu Freunden nach Hause kommen. Niemand soll sich hier verkleiden oder anders verhalten müssen. Natürlich braucht es Feingefühl im Service – manche Gäste möchten mehr Abstand, andere schätzen die lockere Du-Ebene. Das Gespür dafür, was der einzelne Gast braucht, ist das Wichtigste.

Warum sind Frauen in der Spitzengastronomie noch immer die Ausnahme? Es werden immer mehr, und das ist gut. Aber es geht nicht nur um die Spitzengastronomie – es geht um Frauen in Führungspositionen generell und darum, dass sie sichtbarer werden. Im Hintergrund sind bereits viele Frauen tätig, die nur noch nicht genug wahrgenommen werden. Die Herausforderung bleibt berufsübergreifend: Wie lassen sich Familie und Arbeit vereinen? Viele Betriebe arbeiten daran, diese Strukturen zu verbessern.

Was hat Sie auf Ihrem Weg zum bi:braud geprägt? Ich habe alles selbst durchlaufen, ganz klein mit fast nichts gestartet. Über zehn Jahre ist hier alles natürlich gewachsen. Ich hatte Zeit, Fehler zu machen und herauszufinden, was mir Spaß macht. Diese langsame Entwicklung hat mir Gelassenheit gegeben – ich war an Punkten, wo ich alles hinschmeißen wollte, stand kurz vorm Heulen, habe mich aber durchgekämpft. Das gibt mir heute die Stärke, mit extremen Situationen entspannt umzugehen.

Niemand soll sich hier verkleiden oder anders verhalten müssen.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.