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8. Jul 2026

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Lifestyle

Füttern mit Augenmaß

Journalist: Silja Ahlemeyer

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Foto: Konstantinos Feggoulis/unsplash

Tierernährung ist mehr als nur Sattmachen: Entscheidend ist, ob Futter, Menge und Alltag wirklich zum Tier passen.

Wer für ein Haustier verantwortlich ist, trifft täglich kleine Entscheidungen mit langfristiger Wirkung. Das betrifft besonders die Ernährung. Was und wie viel davon gefüttert wird, sollte sich der jeweiligen Lebensphase des vierbeinigen Freundes anpassen, vom Wachstum über aktive Jahre bis ins Alter. Dabei geht es nicht allein um die Frage, ob der Liebling Trocken- oder Nassfutter oder eine bestimmte Geschmacksrichtung in den Napf bekommt. Viel wichtiger ist, ob Energiegehalt, Nährstoffprofil, Portionsgröße und besondere Bedürfnisse zusammenpassen.

In vielen Haushalten zeigt sich hier die Herausforderung. Hunde und Katzen leben eng mit ihren Menschen zusammen, bekommen feste Mahlzeiten, aber auch Belohnungen und Leckerlis zwischendurch, manchmal sogar Reste vom Tisch. Was liebevoll gemeint ist, kann dem Tier aber auch schaden. Gerade kleine Extras fallen kalorienmäßig stärker ins Gewicht, als viele vermuten. Ein Keks hier, ein Stück Käse dort oder mehrere Trainingsleckerlis über den Tag verteilt wirken harmlos, können aber bei kleinen Hunden oder Wohnungskatzen einen erheblichen Teil des Tagesbedarfs bereits abdecken. Sinnvoll ist deshalb, Snacks nicht zusätzlich, sondern als Teil der Gesamtration zu betrachten. Eben genau wie beim Menschen auch.

Ab und zu die Proportionen prüfen Auch der Blick auf den Körperzustand ist wichtig. Das Gewicht allein sagt wenig aus, wenn Rasse, Größe und Statur nicht berücksichtigt werden. Tierärzte arbeiten deshalb häufig mit dem sogenannten Body Condition Score: Dabei wird beurteilt, ob die Rippen eines Tieres noch tastbar sind, ob Taille und Bauchlinie erkennbar bleiben und ob das Tier insgesamt eine gesunde Form zeigt. Für Halter kann eine regelmäßige Kontrolle helfen, Veränderungen früh zu bemerken, statt erst zu reagieren, wenn Übergewicht oder Muskelabbau deutlich sichtbar sind.

Ein weiterer Punkt ist die aktuelle Lebensphase. Junge Tiere brauchen andere Mengen und Nährstoffrelationen als ausgewachsene. Senioren wiederum bewegen sich oft weniger, verlieren Muskelmasse oder entwickeln Erkrankungen, bei denen Ernährung gezielt unterstützen kann. Auch Kastration, Trächtigkeit, hohe Aktivität oder ein eher ruhiger Alltag verändern den Bedarf. Moderne Tierernährung setzt deshalb stärker auf passende Profile statt auf eine einzige Lösung für alle.

Das Futter sollte alltagstauglich bleiben.

Genug Feuchtigkeit ist auch wichtig Bei Katzen kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Viele der Stubentiger trinken von Natur aus wenig. Eine Ernährung mit mehr Feuchtigkeit oder ergänzende Trinkangebote können helfen, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen. Jedoch gilt in allen Fällen: Das Futter sollte alltagstauglich bleiben. Nur was Tier und Mensch dauerhaft akzeptieren, lässt sich konsequent umsetzen.

Treten irgendwann Beschwerden wie Juckreiz, Verdauungsprobleme, Übergewicht oder Gelenkbeschwerden auf, ersetzt ein planloser Futtertausch keine vernünftige Behandlung. Er kann aber Teil eines tierärztlich begleiteten Plans sein. Spezielle Diäten arbeiten etwa mit alternativen Proteinquellen, angepasstem Energiegehalt oder Nährstoffen, die bestimmte Körperfunktionen unterstützen. Wichtig ist, solche Produkte nicht auf Verdacht ständig zu wechseln. Gerade bei Unverträglichkeiten braucht es Geduld und eine klare Fütterungsstrategie.

FACTBOX:

Eine große US-Studie mit rund 4,9 Millionen Hunden und 1,3 Millionen Katzen (Montoya, Péron, Hookey und andere) zeigt: Übergewicht bei Tieren nimmt mit dem Alter deutlich zu. Bei erwachsenen Katzen waren 47,2 Prozent übergewichtig und 13,9 Prozent adipös. Bei erwachsenen Hunden waren 24,4 Prozent übergewichtig und 1,9 Prozent adipös.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Erholung, die bleibt – Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing

![Portrait Herr Holzapfel ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Portrait_Herr_Holzapfel_ONLINE_4e2e92cdb9.jpg) ``` Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing ``` Wer möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben möchte, sollte nicht erst reagieren, wenn Beschwerden auftreten. Entscheidend ist, frühzeitig auf den eigenen Körper zu hören und Regeneration fest in den Alltag einzubauen. Dafür gibt es für mich nicht die eine Methode. Bewegung, Ernährung, guter Schlaf und mentale Entlastung gehören zusammen. Auch Thermalwasser kann dabei viel leisten, weil Wärme, Bewegung und Entspannung unmittelbar zusammenkommen. Wichtig ist aber auch, dass Erholung nicht an der Hoteltür endet. Im besten Fall nehmen Gäste etwas von dem mit nach Hause, was ihnen hier guttut: bewusste Pausen, mehr Bewegung, Atemübungen, Sauna, Schwimmen oder einfach das Wissen, wie gut es tut, zwischendurch nichts leisten zu müssen. Genau darin liegt für mich der nachhaltige Wert eines solchen Aufenthalts. Beim Thema Longevity wird heute vieles neu verpackt. Einige Bausteine kennen wir seit Jahrzehnten. Neu ist vor allem, sie stärker miteinander zu verbinden und Gesundheit körperlich wie mental zu betrachten. Ich selbst laufe viel in der Natur, schwimme und nutze täglich Atemübungen nach der Wim-Hof-Methode. Mein wichtigster Rat ist trotzdem ganz einfach: auf sich selbst achten. Stress gehört zum Leben. Aber Anspannung und bewusste Entspannung müssen sich die Waage halten.