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10. Jul 2023

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Lifestyle

Game-Highlights der zweiten Jahreshälfte

Journalist: Julia Butz

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Foto: luis villasmil/unsplash

Was erwartet uns noch in dieser Game-Saison? Brancheninsider und Game-Fluencer über die spannendsten Releases und Game-Events dieses Jahres.

Die Liste der Game-Releases 2023 ist lang und auch in der zweiten Jahreshälfte stehen noch einige Starts an, auf die Spieler schon lange warten und Game-Enthusiasten weltweit entgegenfiebern. Welches sind die wichtigsten Releases des Jahres und worauf dürfen sich alle Spielerliebhaber und die, die es noch werden wollen, dabei besonders freuen? Wir haben uns in der Szene einmal umgehört:

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Foto: Simon Cornils

Nils Bomhoff, Moderator und Co-Founder der TV- und Medienproduktionsfirma Rocket Beans Entertainment, freut sich auf „Starfield“ von Bethesda: „Ich bin zum einen ein großer Sci-Fi-Fan – habe auch „Mass Effect“ damals geliebt – und zum anderen großer „Fallout“-Fan. Beide Spiele werden hier perfekt kombiniert, wenn man z. B. New Atlantis, die Hauptstadt der United Colonies erkundet, die – nachdem, was man so hört, riesig sein soll und die größte Stadt, die überhaupt jemals gebaut wurde. Die Frage ist natürlich, ob „Starfield“ wirklich so gigantisch ist, wie es der Showcase vermittelt hat. Auch der Character-Editor soll noch umfangreicher und ausgefeilter ausfallen als in „Fallout 4“. So sollen die Raumschiffe nach eigenen Vorstellungen modifiziert und umgebaut werden können und nach neuesten Gerüchten werden wohl auch die Außenposten, also alle Gebäude, riesig ausfallen. Also viele, viele Superlative, die angekündigt wurden. Ich hoffe aber, wie viele andere auch, die es mit großer Spannung erwarten, dass es ein tolles Spiel wird. Zum Release im September werden wir es erfahren und natürlich das Game bei Rocket Beans TV oder ich in meinem Stream auf Twitch auch in einem Let’s Play anzocken,“. Weiterer 2023er Favorit ist für Nils der neueste Teil der Diabolo Reihe „Diablo 4“, der im Frühjahr bereits erschienen ist. „Als ultimatives Action-RPG ist „Diablo 4“ als einer meiner Favoriten ganz vorne dabei. Viele Fans sagen, dass es der beste Teil der Reihe sei. Ob ich das so teile, wird die Zeit zeigen. Definitiv ist es aber ein Spiel, das einfach Spaß macht, auch wenn sich zugegebenermaßen der intellektuelle Anspruch in Grenzen hält.“

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Foto: Presse

Der deutsche Twitch-Streamer Kevin Andreas Teller alias Papaplatte zählt zu den bekanntesten Streamern im deutschsprachigen Bereich. Neben seinem Stream betreibt er drei YouTube-Kanäle. Als großer „Payday“- und Shooter-Fan kann er es kaum erwarten, rund zehn Jahre nach dem offiziellen Release von Teil 2 (dem Nachfolger von „Payday: The Heist“) im September den lang ersehnten Nachfolger „Payday 3“ zu spielen. „Payday“ gehört zu den beliebtesten Koop-Shootern. Auch in „Payday 3“ wird es wieder Aufgabe, mit Freunden oder KI-Kollegen gemeinsam Raubüberfälle zu planen und durchzuziehen und den perfekten Coup zu landen. „Payday 2 war schon unfassbar gut und wir alle mussten sehr lange auf den neuen Teil warten. Gerade wurde angekündigt, dass ich diesen Monat die Beta spielen darf. Dafür lass ich alles andere stehen und liegen.“ Freuen darf man sich nach Papaplatte auch auf „Viewfinder“. Das Singleplayer-Spiel entführt in eine fotorealistische Welt voller Geheimnisse, unterstützt von revolutionärer Technik und einem genialen Puzzle-Design. Erste Kritikerstimmen behaupten, „Viewfinder“ könne sich zum Indie-Hit des Jahres mausern. „Es ist eine Art Rätselplattform und kreatives Puzzle-Spiel, das mit den Perspektiven spielt,“ sagt Papaplatte und weiter: „Extrem interessant. Das habe ich in dieser Form noch nicht gesehen.“ Das Release-Date ist für den 18. Juli angekündigt.

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Foto: Presse

Für Gian Luca Vitale, CEO und Founder, The metagame Ai GmbH, ist die Sache ganz klar: „Counter Strike 2 natürlich! So much Hype, so much love!” Denn auch auf „Counter Strike 2“ haben die Fans lange warten müssen. Gian sieht „Counter Strike“ als ‚die Mutter allen E-Sports an` und darin die Chance, zum einen sehr viele Leute als Spieler zurückzuholen und sich dabei gleichzeitig mit der jungen Generation zu verbinden. Indem der Klassiker auch dem aktuellen Stand der Technologie gerecht wird und die Quality of Life-Features – also die vielen kleinen Dinge, die jedem Gamer das Zockerleben erleichtert, die inzwischen Standard sind, beinhaltet.

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Foto: Presse

Auch Julia Wilner, Gaming & E-Sports Lead, Metaverse Marketing Specialist bei PricewaterhouseCoopers GmbH schaut mit Spannung auf „Counter-Strike 2“: „In unserem Team spielen mehrere Kollegen den E-Sport-Klassiker „Counter-Strike: Global Offensive“ (CS:GO). Daher schauen wir natürlich mit Spannung auf „Counter-Strike 2“, welches im März wie aus dem Nichts plötzlich angekündigt wurde und im Sommer veröffentlicht werden soll, auch wenn es sich dabei eher um ein Update handelt.“ Nicht minder interessant ist für sie nach 30 Jahren das Ende der legendären „FIFA”-Reihe von Electronic Arts: „Die Umbenennung in „EA Sports FC” mit dem geplanten Juli-Release bringt sicherlich einige Neuerungen, auf die vor allem Casual Gamer gespannt blicken. Für uns ist das Thema spannend, weil wir auch Fußballclubs bezüglich E-Sport beraten. Nun hat die DFL „eFootball” ab der Saison 2023/24 zu einem Lizenzkriterium für die Bundesliga und 2. Bundesliga gemacht und viele Clubs setzen sich intensiv mit dem Thema E-Sport auseinander. Einige überlegen auch, ob sie nun neben dem Fußballsimulator auch andere Games mit aufnehmen. Und auch für Sportvereine ist das Thema nun präsenter denn je.“ Gespannt sein darf man nach Julia Wilner auch auf Ubisofts „Assassin's Creed Mirage“ im Herbst: „Nach langem Rätselraten und drei Jahren endlich mal wieder ein neues „Assassin's Creed“ und der dreizehnte Teil der Hauptserie. Zur Abwechslung vom letzten Wikingerschauplatz in Nordeuropa wird „Assassin's Creed Mirage“ in Bagdad spielen und soll im Sinne eines wieder klassischen „Assassin's Creed“, zurück zu den Wurzeln gehen, also wieder mehr Schleichen und viele Parcour-Elemente enthalten.“

Die Frage ist natürlich, ob „Starfield“ wirklich so gigantisch ist, wie es der Showcase vermittelt hat.

Die für die zweite Jahreshälfte angekündigten Release-Dates in der Übersicht:
EA Sports FC – 13.7., Viewfinder – 18.7., Starfield - 6.9., Payday 3 – 21.9., Assassin's Creed Mirage – 12.10., Counter-Strike 2 – Sommer (genaues Releasedate noch nicht bekannt), Diabolo 4: seit 9.5.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.