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16. Apr 2025

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Lifestyle

„Gamen prägt positive Aspekte im Leben“ – Im Interview mit Metashi 12

Journalist: Armin Fuhrer

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Foto: Presse

Ein guter Spieler zu werden, ist harte Arbeit, aber man lernt viel für die Realität, weiß der erfolgreiche Streamer Metashi 12 aus eigener Erfahrung.

Metashi, Du giltst heute als einer der erfolgreichsten Twitch-Streamer. Fiel der Erfolg dir in den Schoß oder musstest du darum kämpfen?

Da ich wirklich von Null an begonnen habe – ohne jegliche Connections oder Vorerfahrung – würde ich lügen, wenn ich sagen würde, es wäre kein Kampf gewesen. Selbst jetzt gibt es Situationen, in denen man sich immer wieder aufs Neue aufraffen muss, um seiner Community das Beste bieten zu können.

Welche Schwierigkeiten stellten sich dir denn vor allem in den Weg?

Es waren so viele, dass ich alle gar nicht aufzählen kann. Um aber dennoch einige Dinge zu nennen, fange ich mal mit den präsentesten an: Neid, Missgunst, Zweifel. Und vor allem war es sehr schwierig für mich und meine Mitmenschen zu verstehen, wie zeitintensiv das Ganze sein muss, um in solchen Dimensionen überhaupt passieren zu können. Sehr wenig Zeit für Freunde, Familie und Freizeit ist nicht für jedermann verständlich.

Du hast zunächst mehrere Games gespielt, aber dann hast du dich auf eins konzentriert, nämlich World of Warcraft. Warum?

World of Warcraft hatte spieltechnisch mit weitem Abstand den größten Einfluss auf meine Kindheit und Jugend. So gut wie all meine schönen Erinnerungen verbinde ich mit dem Warcraft-Universum. Höhen und Tiefen, Freundschaften, Familie – World of Warcraft hat mir immer einen Platz gegeben, an dem ich mich sehr wohlgefühlt habe.

Als Streamer muss man immer auf die Zukunft fokussiert sein. Man muss nicht nur hartnäckig, sondern auch kreativ, selbstbewusst, selbstreflektierend und verantwortungsbewusst sein.

Was haben die erwähnten Rückschläge mit dir gemacht? Hattest du Selbstzweifel oder gar den Gedanken, aufzuhören?

Ach, absolut. Es gab Zeiten, da erreichte mich so wenig positives Feedback, weil ich einfach irrelevant war, dass ich kurzfristig wirklich mit dem Gedanken spielte, das Ganze – vor allem beruflich – an den Nagel zu hängen. Es gab aber mehrere Menschen in meinem Chat und meinem Umfeld, die mich selbstlos motiviert und gepusht haben – das war beispiellos. Diese Leute haben Dinge in mir gesehen, die ich damals selbst noch nicht erkennen konnte, und sie wollten mit mir zusammen gewinnen.

Wie wichtig war es vor diesem Hintergrund für dich persönlich, eine solche wichtige Entscheidung wie die Konzentration auf ein Game, zu treffen?

Sehr wichtig. Ähnlich wichtig wie ein Zeitplan, zu dem einen die Leute immer antreffen. Es gibt den Zuschauenden das Gefühl, dass man zusammen an etwas arbeitet, wenn es mit jedem Stream ein Stück weitergeht.

Welche Eigenschaften sind noch wichtig und welche Rolle spielen solche Eigenschaften für dich auch sonst im Leben?

Als Streamer muss man immer auf die Zukunft fokussiert sein. Man muss nicht nur hartnäckig, sondern auch kreativ, selbstbewusst, selbstreflektierend und verantwortungsbewusst sein – und bereit, dem stetigen Druck der Verantwortung und Vorbildfunktion gewachsen zu sein. Diese Eigenschaften prägen mich auch im privaten Leben enorm. Ich will immer etwas tun, das mich nach vorne bringt. Ich will den Leuten zeigen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur die Vision und die Passion dafür hat. Ich will ihnen auch zeigen, dass es schön ist, Dinge zu teilen und mit anderen zu erleben. Ich liebe alles daran, was aus mir geworden ist, seitdem ich Tag für Tag meine Zeit mit meiner Community verbringe.

Ich liebe alles daran, was aus mir geworden ist, seitdem ich Tag für Tag meine Zeit mit meiner Community verbringe.

Du verzichtet freiwillig auf Geldeinnahmen, weil du auf Werbeverträge bewusst verzichtest. Warum tust du das?

Ich finde, als Streamer sollte man immer versuchen, die perfekte Balance zwischen „Ich bringe meine Schäfchen ins Trockene“ und „Gier sollte ihre Grenzen kennen“ zu finden. Natürlich ist Streamen ein Beruf, und man muss damit über die Runden kommen, aber Werbedeals und Sponsorings zu seinem Hauptcontent zu machen, ist nicht Sinn der Sache.

Ich war nie materialistisch – weder jetzt noch vor dem Streamen. Geld ist für mich eine Sicherheit, falls mal etwas sein sollte, aber es war nie der Ansporn, weshalb ich das Ganze mache. Ich liebe meine Community, unseren Humor, die Herdenwärme und die Erinnerungen, die wir miteinander kreieren – und diese sind unbezahlbar. Geld ist einiges, aber auf jeden Fall nicht alles.

Vielleicht als Fazit: Kann man Eigenschaften, Stärken und Erfahrungen im richtigen Leben nutzen, die man sich als Gamer aneignet?

Definitiv! Gamen prägt viele positive Aspekte im Leben – man muss nur dafür offen sein. Dennoch denke ich, dass es auch gut sein kann, nicht den ganzen Tag vorm Rechner zu verbringen, denn frische Luft tut gut!

Factbox

Metashi 12 (bürgerlicher Name Giacomo Curci) ist ein bekannter deutscher Twitch-Streamer. Er ist 29 Jahre alt und stammt aus NRW. Metashi 12 wurde seit dem Jahr 2016 vor allem durch seine Streams von World of Warcraft bekannt. Seine Community wächst beständig.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.