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30. Jul 2020

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Gesellschaft

Häuser für unabhängige Selbstbestimmer

Journalist: Aileen Reese

Die schnelle technische Entwicklung verändert unser Leben nachhaltig. Jetzt heißt es, diese klug zu nutzen und alle Möglichkeiten der regenerativen Energieerzeugung auch im eigenen Zuhause auszuschöpfen.

Neben Energieeffizienz- oder Passivhäuser, gibt es auch schon die nächste Stufe beim Bauen und Wohnen: Zukunfts-weisende Plusenergie-Häuser. Sie verbrauchen weniger Energie als sie selbst erzeugen und schonen nicht nur den Geldbeutel der Bewohner sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur CO2-Reduktion.

Plusenergie-Häuser versorgen sich selbst mit Solarenergie, welche mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach regenerativ erzeugt wird. Da diese Häuser über eine perfekt gedämmte Gebäudehülle verfügen, benötigen sie nur noch sehr wenig Energie. Die erzeugte Energiemenge reicht nicht nur für Heizung und Warmwasser sondern auch für Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Es bleibt sogar noch genug Energie für das Elektroauto an der hauseigenen Tankstelle übrig, alternativ kann der Überschuss in das Stromnetz eingespeist werden.

Wer zudem noch auf nachhaltige Baustoffe setzt, leistet zusätzlich noch einen wertvollen Beitrag zur CO2 Reduktion. Holz zum Beispiel hat eine große ökologische Bedeutung: Dieser Baustoff wächst fast unbegrenzt nach und verwandelt dabei nicht nur CO2 in Sauerstoff, sondern bindet das für die Atmosphäre schädliche CO2 in hohem Maße.

Für Hausbauer, die unabhängig und nachhaltig sein wollen, ist die Verknüpfung von energieeffizienter und nachhaltiger Bauweise die perfekte Kombination.

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!