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22. Dez 2022

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Gesellschaft

Home, smart home

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: unsplash

Ob als feine Einzellösung oder modular gestaltbares Smart-Home-System: Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg in ein smartes zuhause. 

Ein smartes, vernetztes Zuhause hat viele Vorteile: Es ist komfortabel, energieeffizient und ausgewählte Funktionalitäten machen die heimischen vier Wände zudem sicherer. Die Anwendungsmöglichkeiten von Smart-Home-Lösungen werden fast täglich mehr. Dutzende von Anbietern und noch viel mehr Komponenten machen den Markt allerdings auch ziemlich unübersichtlich. Vor dem Einstieg empfiehlt es sich daher, konkrete Bedürfnisse und finanzielle Möglichkeiten zu evaluieren. Danach ist meist schon klar, ob eine überschaubare Einzellösung oder ein komplettes Smart-Home-System sinnvoll ist. Kommen nur wenige Geräte zum Einsatz, lässt sich das Zuhause als DIY-Lösung smart machen. Beispielsweise mit intelligenten Steckdosen oder smarten Leuchten. Ein intelligenter Lautsprecher kann dabei schon als kleine Steuerzentrale fungieren. Die meisten DIY Smart Home Geräte arbeiten dabei mit WLAN.

Bei mehreren Anwendungsfeldern beziehungsweise einem kompletten Haus empfiehlt sich in der Regel ein Smart-Home-System. Dieses muss nicht gleich ein großes Rundum-Sorglos-Paket sein, sondern kann schlank gestartet und modular erweitert werden - je nach Fähigkeiten in Eigenregie oder mit Hilfe eines Fachmannes. Anschließend lohnt ein Check der hauseigenen technischen Geräte wie Router und bereits vorhandener smarter Devices wie beispielsweise Sonos-Boxen oder Hue-Leuchten. Übrigens sind Fritz-Box-Besitzer mit Systemen der Firma AVM gut beraten, Telekom-Kunden mit Qivicon-Komponenten. Apple-Anhänger setzen mit großer Wahrscheinlichkeit auf das HomeKit-System. Die Auswahl eines konkreten Smart-Home-Systems erübrigt meist die Entscheidung für einen bestimmten Funkstandard. Dennoch sollte man wissen, dass es verschiedene technische Standards gibt. Neben offenen Standards wie WLAN, Bluetooth, Zigbee oder Z-Wave gibt es auch proprietäre Standards – die dazugehörigen Geräte sind dann nicht kompatibel mit Geräten anderer Standards beziehungsweise Hersteller. Ein System zu finden, das in Sachen Vernetzung technisch gesehen nach möglichst vielen Seiten hin offen ist, scheint vorausschauend. Für Bauherren sind auch Smart Home Systeme wie KNX, eNet oder Loxone interessant. Smart Home Systeme lassen sich per App oder Sprachassistenten steuern. Da Sprachsteuerung DER Trend in Sachen Smart Home ist, sollte man bei der Auswahl eines konkreten Systems auf die technische Kompatibilität mit einem der drei großen Sprachassistenten (Amazon Echo, Google Assistant oder Siri) achten.

Abschließend muss „nur noch“ entschieden werden, welche Bereiche im Haus zuerst smart gemacht werden sollen. Einsteiger sollten hierbei Prioritäten setzen. Geht es primär ums Energiesparen, können intelligente Steckdosen, Leuchten oder Heizsysteme ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Auch Wohnklima, Belüftung und Haushaltsgeräte sind sowohl unter dem Aspekt Energieeffizienz als auch Komfort interessant. Viele Smart-Home-Anwender wollen mit der verknüpften Automatisierung ihr Wohneigentum sicherer machen. Wobei auch intelligente Rollläden, Außenkameras mit Bewegungsmeldern oder sich eigenständig abschaltende Herdplatten funktionelle Überschneidungen bieten.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“