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22. Jun 2021

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Lifestyle

In Essen geht alles!

Um 850 gegründet, von Äbtissinnen regiert, durch Kohle und Stahl geprägt, ist Essen heute die drittgrünste Stadt der Republik mit der zweit-besten Skyline und erstklassiger Industriekultur. In der weltoffenen Ruhr-Metropole kommen Naturliebhaber, Kulturbeflissene und Strandgänger auf den Geschmack: Ob man Stadt und Umgebung im Kanu oder per Rikscha erkundet, Kunst in stillgelegten Zechen genießt oder mit dem Urlaubsflirt an der Strandbar turtelt – in Essen geht alles. Die folgenden drei Streifzüge dienen als Inspiration für kleine Kurztrips auf eigene Faust. 

Flip-Flops und van Gogh 

Der Urlaub in Essen startet am Strand. Am beliebten Seaside Beach Baldeney haben Strandaktive die Wahl zwischen Climbing oder Stand-Up-Paddeln, Minigolf und Bogenschießen. Sonnenanbeter lassen unter Palmen die Seele baumeln oder drehen mit der Rikscha eine Runde um den Baldeneysee. Wer am Tag noch nicht genug Urlaubsfl air getankt hat, begibt sich abends in der Weststadt in die Rooftop-Lounge des Lil’Tiger – und genießt den Blick über die City und das Ruhrgebiet. 

Leicht verkatert, und mit den Flip-Flops vom Vortag, geht es am nächsten Morgen ins Museum Folkwang. Zu den Meisterwerken moderner Kunst, die den Besuchern in den lichtdurchfluteten Räumen des Stararchitekten Davin Chiperfield auf ganz besondere Weise in ihren Bann ziehen. Von Monet bis Picasso begeistert hier neben wechselnden Ausstellungen und Retrospektiven Besucher aus aller Herren Ländern. Erst letztes Jahr wurde der Kunsttempel zum Museum des Jahres gekührt. 

Kormorane und Cocktails

Wunderbar entschleunigen kann man bei einer Kanutour auf der Ruhr. Achtung: Nicht ungläubig die Augen reiben, wenn unterwegs Kormorane und Eisvögel ins Sichtfeld rücken – oder das Essener „Schloss Versailles” auf einer Anhöhe vorbeizieht. Die Villa Hügel ist mit seinen 269 Zimmern das größte Einfamilienhaus Deutschlands und ehemaliger Stammsitz der Familie Krupp.

Wer lieber weiterpaddelt und den Tag bei einem kühlen Cocktail und guter Lounge- Musik im Haus am See ausklingen lässt, verschiebt den Besuch einfach auf den nächsten Morgen.

Künstler und Kohle-Kumpel

Nirgends ist der Wandel der Stadt augenfälliger als auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Los geht die Tour bei einer Führung mit einem echten Kumpel. Das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche liefert den geschichtlichen Rahmen. Bei einem Bummel über das Gelände, zwischen ei-ner der weltbesten Design- Ausstellungen im Red Dot  Design Museum und dem Tanzzentrum PACT, finden sich instagram-würdige Motive soweit das Auge reicht. Was liegt da näher, als ein Urlaubs-Selfie aus Essen mit der ganzen Welt zu teilen. 

www.visitessen.de/erleben 

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.