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1. Okt 2021

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Gesellschaft

Jede Verpackung soll gesammelt und recycelt werden

Journalist: Armin Fuhrer

Uwe Kleinert, Leiter Nachhaltigkeit Coca-Cola Deutschland GmbH, über umweltfreundliche Verpackungsmöglichkeiten.

Uwe Kleinert, Leiter Nachhaltigkeit Coca-Cola Deutschland GmbH; Foto: Presse

Steigen die Erwartungen der Verbraucher an umweltfreundliche Verpackungen?

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit steigt insgesamt und somit auch der Wunsch nach umweltfreundlichen Verpackungen. Wichtig ist uns: Mit dem richtigen Umgang nach ihrem Gebrauch können Getränkeverpackungen ein wertvoller Rohstoff für neue Verpackungen sein. Sie dürfen daher keinesfalls auf dem Müll oder in der Landschaft landen. Jede unserer Flaschen, Dosen und Becher soll gesammelt und wiederbefüllt oder recycelt werden. Unser Ziel, dass wir bis 2023 in Europa mindestens 50 Prozent Recyclingmaterial für die Herstellung unserer nicht wiederbefüllbaren PET-Flaschen nutzen, werden wir bereits dieses Jahr übertreffen.

Ist mehr Nachhaltigkeit nur durch Verzicht zu erreichen?

Wir reduzieren Material überall dort, wo es technologisch möglich ist. Aber ohne Verpackungen können Getränke nicht gelagert, transportiert und verkauft werden. Darüber hinaus informieren wir auf der Verpackung über Nährwerte, Zutaten und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Unsere Verpackungen müssen beiden Kriterien gerecht werden – so wenig Material wie möglich, so viel wie nötig, um Produktsicherheit und Qualität zu gewährleisten und Lebensmittel vor Verderben bewahren.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“