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3. Apr 2021

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Lifestyle

Kakaoanbau wird immer nachhaltiger

Journalist: Katja Deutsch

Pralinen, Riegel, Kuchen und Torten, Lebkuchen, Mousse oder einfach pur: Vieles, was wir täglich essen, besteht aus Schokolade. Die meist dunkle, zarte Köstlichkeit macht uns umgehend glücklich – gerade zu Pandemiezeiten. Sobald ein Stückchen des zartschmelzenden Hochgenusses in den Mund gelangt, werden Glücksbotenstoffe ausgeschüttet und wir sehen das Leben entspannter und fühlen uns wohl. 

Dr. Carsten Bernoth, BDSI-Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V; Foto: Presse

Wichtigste Zutat für diese Prise Seelenglück ist Kakao, beziehungsweise die Kakaobohne, die vermahlen wird und als Hauptbestand-teil der Schokolade für deren unwiderstehlichen Geschmack verantwortlich ist.

Meter hohen Kakaobäume feuchtes und warmes Regenwaldklima. In Mittel- und Südamerika, Westafrika und Südostasien entwickeln sich innerhalb mehrerer Monategroße Kakaofrüchte, deren feste Schale die jeweils 25 bis 40 darin heranwachsenden Kakaobohnen bestens schützt – während gleichzeitig zig Blüten am Stamm blühen. Ein einzigartiger Anblick! Hier liegt der Ursprung unseres Genusses.

„Im Gegensatz zu vielen Obstsorten wird die Kakaofrucht reif geerntet“, sagt Dr. Carsten Bernoth, BDSI-Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V.. „Die Farbe der reifen Kakaofrüchte hängt dabei stark von der Sorte ab und variiert von grün bis violett.“ Die Samen werden einer Fermentationsgärung unterzogen und getrocknet und durch diesen Veredelungsprozess zu Kakaobohnen. Um die Qualität der Kakaosamen zu analysieren, macht man in Stichproben den Cut-Test und halbiert sie. In einer Tafel Schokolade stecken etwa 50 Bohnen. 

Nachdem die Anbau- und Erntebedingungen der Kakaobohne vor Jahren noch weltweit in scharfer Kritik standen, haben verschiedene Initiativen, Verbände und auch Einzelunternehmen enorme Anstrengungen unternommen, um die etwa viereinhalb Millionen Kleinbauern, die vom Kakaoanbau leben, auf dem Weg zu sicheren Arbeitsbedingungen, fairer Bezahlung und Wissen im Um-gang mit Düngung, Ernte und Pflanzengesundheit zu unterstützen. Welche Vorgaben gibt es hierzu von deutscher oder europäischer Seite? 

„Die ILO-Konventionen für die Arbeitsbedingungen gelten auch in den jeweiligen Anbauländern. Sie sind auch Bestandteil der Standards und Zertifizierungen, die die Branche einsetzt“, so Dr. Bernoth. „Sämtliche Initiativen versuchen dabei, stärker auf die bäuerlichen Strukturen einzuwirken. Ihr wichtigstes Instrument sind so genannte Kinderbeobachtungs- und Monitoring-Systeme, bei denen die ganze Dorfgemeinschaft mit einbezogen wird. Bauern werden hierbei aufgeklärt und die Ursachen für eventuelle Kinderarbeit untersucht und abgeschafft.“ An der Elfenbeinküste und Ghana, zusammen mit Nigeria den wichtigsten Anbaugebieten für den deutschen Markt, gehen mittlerweile mehr als 90 Prozent der Kinder zumindest vier Jahre lang zur Schule.

Wurden im Jahr 2011 in Deutschland erst drei Prozent aller Schokoprodukte mit zertifiziert nachhaltig angebautem Kakao verkauft, so liegt ihr Anteil heute bei 72 Prozent – ein überragender Wert. „Unser Ziel ist erstens der weitere Ausbau nach-haltig angebauter Kakaofrüchte“, so Dr. Bernoth. „Und zweitens, dass die Menschen Schokolade weiterhin als Element des Genusses sehen.“ Denn auch wenn vieles, was wir lieben, momentan nicht möglich ist – Schokolade hilft. Nicht nur uns, sondern Millionen Menschen.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.