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27. Mär 2026

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Business

Klar geregelte Abläufe helfen bei unvorhergesehenen Ereignissen – Im Interview mit Alexander Albert, Vorstandsmitglied im Deutschen Reiseverband (DRV)

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: BCD Travel Germany

Kriege und Krisen setzen der globalen Wirtschaft massiv zu. Was Unternehmen und Geschäftsreisende jetzt für mehr Sicherheit unterwegs tun können, weiß Alexander Albert, Vorstandsmitglied im Deutschen Reiseverband (DRV).

Herr Albert, die angespannte Sicherheitslage gerade jetzt im Nahen Osten machen Geschäftsreisen zunehmend zu riskanten Unterfangen. Wie können Arbeitgeber sicherstellen, ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeitenden auf Geschäftsreisen nachzukommen? Das ist relativ einfach: Sie brauchen ein klar strukturiertes Programm mit entsprechenden Anbietern, sodass sich Reisende vorab über aktuelle Risiken und die Schutzmechanismen informieren können – idealerweise unterstützt durch ein internes Sicherheitsteam oder externe Beratung. Das Unternehmen muss dafür Sorge tragen, dass sicher gereist werden kann. Arbeitgeber sollten die Hinweise des Auswärtigen Amtes ernst nehmen und gemeinsam mit Expertinnen die sicherste Route gemäß der Unternehmensrichtlinien wählen. Das bedeutet, im Moment beispielsweise lieber über den Nordpol in Richtung Asien zu fliegen.

Welche Informations-, Präventions- und Unterstützungsangebote müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden aktuell bereitstellen und wie können sie sich organisatorisch und auch rechtlich auf solche kritischen Situationen vorbereiten? Der direkte Austausch hilft! Wenn Reisende frühzeitig den Austausch mit der zuständigen Abteilung (zum Beispiel der Personalabteilung) oder ihren Vorgesetzten suchen, lassen sich Risiken viel besser managen. Zudem greifen viele Unternehmen auf spezialisierte Kriseninformationsdienste zurück, denn diese können die aktuelle Lage bewerten und konkrete Handlungsempfehlungen geben. Ist eine Reise in ein potenzielles Risikogebiet geplant, kann man frühzeitig auf Travel Bans, erforderliche Genehmigungen und einzuhaltende Prozesse reagieren. Das reicht von Sicherheitsbriefings bis zu speziellen Trainings wie dem richtigen Verhalten bei einer Entführung oder in einer akuten Krise. Bei Kriegsberichterstattung oder Einsätzen in Hochrisikoländern können solche Schulungen sogar obligatorisch sein. Häufig werden sie von ehemaligen Militärexperten durchgeführt. Insgesamt ist das Teil der unternehmerischen Verantwortung, der Corporate Social Responsibility.

Wenn Reisende frühzeitig den Austausch mit der zuständigen Abteilung oder ihren Vorgesetzten suchen, lassen sich Risiken viel besser managen.

Worauf können oder müssen Geschäftsreisende jetzt selber achten, um möglichst sicher unterwegs zu sein? Grundsätzlich sollte ich mich natürlich auch immer selbst informieren.

Raketen und Drohnenangriffe selbst auf Nobelhotels, kurzfristige Flugausfälle. Angenommen, man ist nun wirklich in so einer fürchterlichen Situation – wohin können sich Geschäftsreisende dann wenden? In Krisensituationen ist das Unternehmen die zentrale Anlaufstelle. Idealerweise gibt es entsprechende Sicherheitsleitlinien. Auch die Zusammenarbeit mit einer Travel Management Company (TMC) und Sicherheitsprovidern ist entscheidend, um Optionen wie Evakuierungen zu prüfen und umzusetzen. Es kann aber auch sinnvoller sein, einfach im Hotel zu bleiben. Der enge Austausch zwischen Unternehmen und Reisenden ist dabei essenziell. Notfallkontakte und klare Abläufe helfen jedoch nicht nur in großen Krisen, sondern auch bei möglichen Unfällen und Verletzungen im Ausland.

Können sich Angestellte jetzt weigern, eine Geschäftsreise anzutreten, oder riskieren sie im Zweifel eine Abmahnung? Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gelten als klare Orientierung, auch unternehmensinterne Vorgaben spielen eine wichtige Rolle. Bei ernsthaften Sicherheitsbedenken muss das Unternehmen dafür sorgen, dass keine unnötigen Risiken eingegangen werden. Letztlich sollte man gemeinsam erörtern: Wie hoch ist das Risiko? Wie notwendig ist diese Reise? Kann die Geschäftsreise verschoben werden?

Der Aufbau eines professionellen Travel-, Krisen- und Sicherheitsmanagements ist entscheidend, entweder mit internem Know-how oder mit externen Spezialisten wie den TMCs oder Sicherheitsanbieter wie A3M oder International SOS.

Lassen sich denn gebuchte Flüge und Hotels, Messestände und Kongresse in oder über den Nahen Osten jetzt kostenlos stornieren oder umbuchen? Das obliegt der Airline. Sie erteilt entsprechende Waiver, eine Kulanzregelung, während der kostenfreie Umbuchungen oder Stornierungen möglich sind. Auch Hotels und Messeanbietern obliegt es selbst, ob und wie kulant sie sind.

Nicht zuletzt stellt sich natürlich auch noch die strategische Frage: Wie können Unternehmen ihre Geschäftsreiseorganisation insgesamt resilienter machen, um besser auf solche unvorhergesehenen politischen Risiken und Kriegssituationen reagieren zu können? Der Aufbau eines professionellen Travel-, Krisen- und Sicherheitsmanagements ist entscheidend, entweder mit internem Know-how oder mit externen Spezialisten wie den TMCs oder Sicherheitsanbieter wie A3M oder International SOS. Auch TMCs gibt es zahlreiche – die Chefsache Business Travel des DRV bietet hier Orientierung. Geschäftsreisen sind per se anfällig für Störungen, etwa durch Streiks, Wetterkapriolen, gesperrte Lufträume oder geopolitische Krisen. Ziel ist es daher, Resilienz zu schaffen und Mitarbeitenden auch in unvorhergesehenen Situationen Sicherheit und Orientierung zu geben.

Haben Sie zum Schluss noch einen guten Rat an alle Geschäftsreisenden in dieser Zeit? Ja: Ruhe bewahren, Nachrichten lesen und bei Fragen den Vorgesetzten direkt ansprechen. Dazu das TMC oder natürlich die eigene Abteilung fragen.

Fun Facts:

Alexander Albert… wohnt und lebt in Frankfurt am Main und geht gerne ins Waldstadion zu den Spielen von Eintracht Frankfurt. Er hält sich gerne in den Bergen auf, egal ob zum Skifahren oder Wandern. Die nächste große Reise geht im Herbst nach Ecuador und Galapagos. Beruflich ist er viel unterwegs, in der Regel mit der Bahn (der Umwelt zuliebe), egal ob in Deutschland oder im nahen Ausland wie der Schweiz, Belgien, Holland oder Frankreich.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.

2. Apr 2026

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Business

Kein Roboter zum Gelddrucken, aber ein starker Wächter: KI bei Banken

Künstliche Intelligenz kann im Bankwesen schon ziemlich viel – aber eigenständig Geld drucken oder wundersam vermehren, das kann sie (noch) nicht. Banken setzen KI heute flächendeckend in mehreren Bereichen ein, allen voran in der Betrugsprävention, wo Fraud Detection mittlerweile Branchenstandard ist. KI-gestützte Systeme analysieren Transaktionen von Kundinnen und Kunden in Echtzeit, erkennen und stoppen auffällige Transaktionen und Zahlungsanweisungen in der Regel sofort, und reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Angriffsszenarien. Gerade, weil sich Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, ist die Adaptionsgeschwindigkeit in diesem Bereich besonders hoch. Solche Systeme werden in Zukunft weiter optimiert werden, wodurch Banken Routineaufgaben mehr und mehr automatisieren können. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Kundenberatung, schnellere Analysen – etwa bei Kreditentscheidungen – und insgesamt bessere Kundenerlebnisse. Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen. Ziel ist es, Informationen effizienter zu nutzen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Vergleich zur Betrugsprävention befindet sich dieser Bereich jedoch noch in einer stärkeren Wachstumsphase, auch wenn die Entwicklung hier aktuell sehr dynamisch verläuft. >Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Es gibt unzählige Anbieter von bankenspezifischer KI. Viele davon decken nur bestimmte Anwendungsfelder ab, weshalb Banken häufig mehrere KI-Systeme parallel einsetzen. Auch, wenn Banken langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Daten haben, kann die Auswahl passender KI-Tools herausfordernd sein, denn die Lösungen müssen regelkonform sein, Change Compliance- und Datenschutzrichtlinien beachten, außerdem sollten die Daten innerhalb Europas bleiben und nicht unkontrolliert in andere Rechtsräume fließen. Erhöht KI im Bankwesen nun die Sicherheit – oder eher das Risiko für Betrug und Verlust? Grundsätzlich beides. Denn einerseits verbessert KI die Fähigkeit, Betrug frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, andererseits entstehen neue Gefahren, insbesondere durch autonome KI-Agenten. Je mehr Entscheidungsfreiheit diese Systeme erhalten, desto größer ist das Risiko, dass sie Sicherheitsvorgaben umgehen oder manipuliert werden. Deshalb gewinnt das Prinzip „Human in the Loop“ beziehungsweise „Human in the Lead“ an Bedeutung: Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Auch im Finanzmarkt insgesamt sind automatisierte Prozesse kein neues Phänomen. Mechanismen wie algorithmischer Handel oder Stop-Loss-Orders können bereits heute Kettenreaktionen auslösen. KI könnte solche Effekte künftig verstärken, stellt aber nicht die ursprüngliche Ursache dar. Wohin wird sich KI im Bankwesen entwickeln? Eigenständig Geld drucken wird sie hoffentlich niemals – doch sie wird als umfassendes System im Hintergrund immer besser in den Bankenalltag integriert werden. Der Mensch wird im Bankwesen jedoch in zentralen Bereichen immer die Oberhand behalten, besonders bei der letzten Kontrolle und beim direkten Kundenkontakt – denn hier können aufmerksame Bankangestellte besser als jede KI als Sicherheitsschranke wirken, die ihre betagten Kundinnen davor schützen, auffällige Transaktionen hoher Summen vorzunehmen. >Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen.

2. Apr 2026

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Business

Arbeiten im Update-Modus

Die Spielregeln der Wirtschaft verändern sich rasant und mit ihnen die Frage, was Unternehmen heute wirklich erfolgreich macht: Neue Software wird eingeführt, Abläufe werden neu zugeschnitten, Entscheidungen stärker datenbasiert getroffen. Prioritäten verschieben sich spürbar im Tagesgeschäft, neue Produkt- und Serviceverständnisse entstehen und vertraute Routinen lösen sich auf. Hinzu kommen wachsende regulatorische Anforderungen: mehr Nachweise, klarere Regeln im Umgang mit Daten, Systemen und Verträgen. Was bislang informell funktionierte, muss nun sauber dokumentiert sein. Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. >Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. In dieser Verdichtung von Veränderungen wird deutlich, wie stark der Arbeitsalltag unter Druck steht. Nicht durch einen großen Umbruch, sondern vielmehr durch die vielen kleinen, kontinuierlichen Veränderungen, die parallel passieren. Und ja – ein großer Teil davon liegt auf den Schultern der Mitarbeitenden. Umso wichtiger ist es, dass klar wird, warum sich Dinge verändern und welche Rolle jede und jeder Einzelne dabei spielt. Erst dann entsteht aus vielen Maßnahmen ein stimmiges Gesamtbild. Wofür war noch gleich die nächste E-Learning-Schulung gut? Warum ist auch das nächste Compliance-Training wirklich wichtig? Die ehrliche Antwort: Weil Lernen heute einfach dazugehört. Nicht als Selbstzweck, sondern damit Orientierung entsteht, Sicherheit wächst und sich Arbeit eben nicht wie ein undurchdringlicher Regel-Dschungel anfühlt. Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives: ein gemeinsames Verständnis und die Fähigkeit, Veränderungen nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv mitzugestalten. >Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives.