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3. Sep 2021

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Lifestyle

Laser – Hilfen bei Fehlsichtigkeit

Journalist: Jörg Wernien

Rund 150.000 Menschen lassen sich pro Jahr an den Augen operieren. Das Geschäft mit der Korrektur der Augen boomt

Jürgen Klopp, der Trainer des FC Liverpool, steht seit neuestem ohne Brille an der Seitlinie des Stadions an der Anfield Road. Der BILD-Zeitung verriet er vor wenigen Tagen, dass er dank einer OP jetzt keine Brille mehr tragen muss. Wie Jürgen Klopp lassen sich viele Deutsche pro Jahr an den Augen operieren. 

Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine Verkrümmung der Hornhaut, Probleme, die sich nur mit einer Brille oder Kontaktlinsen behelfen lassen. Doch eine Brille stört beim Sport und viele vertragen keine Kontaktlinsen. Eine Möglichkeit ist das Lasern der Augen, eine OP-Methode, die die Fehlsichtigkeit beheben kann.

Aktuell gibt es drei unterschiedliche Verfahren, das bekannteste ist die LA-SIK-Methode. Vor jeder OP steht eine ausführliche Vorbesprechung und gründliche Untersuchung der Augen. Hier spielt die Dicke der Hornhaut eine Rolle, die Weite der Pupillen und ob es andere Erkrankungen am Auge gibt und gab. 

Die LASIK-Methode wird überwiegend mit einem Femto-Sekundenlaser durch-geführt, der besonders kurze Lichtimpulse auf die Hornhaut abgibt. Mit Hilfe des Lasers wird von der Hornhaut eine dünne Scheibe abgetrennt und nach oben geklappt. Bei einer Behandlung von Kurzsichtigkeit wird dann die Hornhaut mit der Hilfe des Laserns abgeschliffen, dann wird die Scheibe zur Abdeckung wieder zurückgeklappt. Noch schonen-der funktioniert eine Weiterentwicklung. Hier wird nur ein zwei Millimeter großer Zugang zur Hornhaut geschnitten, dann löst der Laser das Gewebe und entfernt es durch den kleinen Schnitt.

Sollte der Patient eine besonders dünne Hornhaut haben, kommt die LASIK-Methode nicht zum Zuge, dann müssen andere OP-Methoden gewählt werden. Bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung gibt es unterschiedliche Verfahren, bei Weitsichtigkeit kommt ausschließlich das LASIK-Verfahren in Frage.

Allerdings gibt es auch Risiken. Es ist ein Eingriff an einem gesunden Organ. „Am häufigsten klagen die Patient:innen nach einem solchen Eingriff über trockene Au-gen“, gibt die Klinik für Augenheilkunde der Uniklinik Freiburg weiter an. „Meist ist dies ein vorübergehendes Problem, das mit künstlichen Tränen behandelt wird. Möglich sind auch Entzündungen oder Schwierigkeiten beim nächtlichen Sehen.

Auch die Diagnose „Glaukom“, eine unheilbare Augenkrankheit und im Volksmund „Grüner Star“ genannt, ist für viele ein Schock. Oft werden die Symptome erst spät erkannt. Auch hier kann eine Laser-OP Abhilfe schaffen, denn viele Patienten müssen täglich Tropfen gegen den Augeninnendruck nehmen. „Augen-tropfen können den erhöhten Augeninnendruck senken“, sagt Professor Verena Prokosch-Willing. „Wir wissen aber, dass viele Patienten dem täglichen Tropfen nicht nachkommen“, fügt die Oberärztin für Glaukom Erkrankungen am Zentrum für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Köln hinzu. Nicht zuletzt für diese Patienten stellen Lasertherapien eine Alternative dar. Noch eines gibt es zu bedenken, alle Operationen sind private Leistungen und müssen privat bezahlt werden. Es gibt in Deutschland zahlreiche Angebote und mit 1.000 € muss Mann oder Frau mindestens rechnen. Für Jürgen Klopp hat es sich gelohnt, er hat jetzt ohne Brille, den Weitblick auf das Spiel seiner „Reds“ in der Coaching Zone. 

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.