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30. Mär 2022

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Lifestyle

„Meine Rückenverletzung war mein Weckruf“

Journalist: Pia Rische

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Foto: Presse

Er war schon immer Sportler, erzählt André Bossert. Die richtige Balance von Bewegung und Regeneration zu finden, ist für ein gesundes Leben entscheidend.

André Bossert, Profigolfer

Was zeichnet Ihre Leidenschaft zum Golfen aus?

Ich spiele seit ich jung bin Golf. Sieben Jahre nach Beginn meiner professionellen Karriere hatte ich eine starke Rückenverletzung. Nach zweijähriger Pause und Operation, konnte ich, mit einem anderen Bewusstsein für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden, weiterspielen. Meine Rückenverletzung war mein Weckruf, seitdem trainiere ich meinen Körper gesünder. Ich kam zwar nie zu 100% auf das Niveau von früher zurück, nehme aber weiterhin an Golfturnieren auf der ganzen Welt teil. Das ist meine Leidenschaft, zu spielen und mich mit anderen zu messen. Solange mein Körper mitmacht, mache ich weiter!

Haben Sie heute noch gesundheitliche Probleme – wie reagieren Sie dann?

Ich werde zwar fitter, habe aber trotzdem manchmal noch Rückenprobleme. Ich habe gelernt mehr auf meinen Körper zu hören. Früher verfolgte ich meinen Trainingsplan sehr strikt, auch wenn mein Körper nicht wirklich fit war. Heute weiss ich, wenn ich zu viel Golf- oder Krafttraining mache und die kleinsten Schmerzen merke, muss ich mit meinem Training aufhören und eine Pause einlegen.

Haben Sie einen Trainingsplan?

Ich verbringe mehr Zeit im Fitnessstudio als auf dem Golfplatz. Mein Körper ist mein Hauptfokus, an dem ich täglich arbeite. Meine Routine beginnt mit Aufwärmübungen und endet mit Cooldown-Übungen. Ich teile mein Training nach Stabilität, Kraft und Mobilisierung auf. Beim Golfen geht es auch um Geschwindigkeit, aktuell versuche ich mehr Schnelligkeit aufzubauen. Mein Trainingsplan ändert sich aber von Monat zu Monat.

Gibt es auch einen Ernährungsplan?

Ich habe nie viel Alkohol getrunken, nie geraucht und einfach darauf geachtet was ich esse. Ich wusste was gut und was nicht gut für meinen Körper ist. Zum Glück haben mir schon immer die gesunden Sachen geschmeckt, weshalb ich nie einen Diätplan verfolgte. Während Golf-Turnieren habe ich eine Flasche mit Wasser, eine mit Elektrolyten und ein Mix aus Nüssen und Beeren dabei. Nach einem intensiven Training achte ich auf genügend Proteine und ausreichend Vitamine. Es kommt einfach auf eine gute Balance an.

Haben Sie regelmässige Termine mit Therapeuten?

Aktuell habe ich zwei Physiotherapeuten in der Schweiz. In der Schulthess Klinik, die mich sponsert, gibt es ein golfspezifisches Training, in dem ich selbst involviert bin und auch regelmässig nutze. Wir treffen uns bevor, während und nach der Saison, oder bei akuten Problemen. Ansonsten habe ich regelmässige Physiotherapeutische oder Massage-Termine.

Ist der Sport schon immer eine grosse Leidenschaft?

Ich würde sagen ich war schon immer Sportler. In meiner Schulzeit in Südafrika habe ich Cricket, Rugby, Tennis und ab und zu Golf mit meinen Eltern gespielt. Ich hatte schon immer grosse Freude am Sport und an Wettkämpfen. Mit etwa 16 Jahren hat mich Golf endlich gepackt. 

Würden Sie rückblickend etwas ändern?

Wenn man jung ist, glaubt man, dass man alles kann. Das ist eine wunderbare Eigenschaft, ich wünschte aber, ich hätte mehr Wissen über Fitness im Golfen gehabt. Ich war nicht stark genug, bestritt zu viele Wettkämpfe und wusste nicht, wie wichtig Erholung ist. Deshalb kam es auch zur Rückenverletzung und ich konnte nicht die Karriere verfolgen, die ich mir gewünscht habe.

Wie verläuft Ihre Golf-Saison?

Früher habe ich im Winter die Sunshine Tour in Südafrika gespielt, jetzt bin ich zur Vorbereitung dort. Zwischendurch bestreite ich kleinere Turniere mit Spielern, die 30-40 Jahre jünger sind. Die reguläre Saison der Legends Tour geht von Mai bis November.

Was können Sie für ein gesundes Leben empfehlen?

Bewegung ist fantastisch! Die Rotation im Körper und die Bewegung – knapp 10km auf einer Golfrunde – machen das Golfen sehr gesund. Die anschliessende Dehnung und das Cool-Down sind entscheidend. Ausserdem: Regeneration! Ich hatte früher einen ineffizienten Golfschwung, der auch zur Verletzung beigetragen hat. Mittlerweile versuche ich einen guten Mix zwischen Fitnesstraining für den Körper und dem golfspezifischen, technischen Training zu finden. Es hilft wenn man eine gute Schwungtechnik hat, um lange und „gesund“ Golf zu spielen. Mir macht es Spass im Turnier alles zu geben, ich habe aber gelernt, dass ich mir auch Zeit für die Regeneration meines Körpers nehmen muss!

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Warum die Zukunft pflanzlich isst – mit Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends

![Katrin Kasper_credit_Dennis Williamson Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Katrin_Kasper_credit_Dennis_Williamson_Online_358773f745.jpg) ``` Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends ``` Immer mehr Menschen essen weniger Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Sie ernähren sich pflanzlicher – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie können. Sogar Discounter eröffnen heute eine vielfältige, genussvolle Welt an pflanzlichen Lebensmitteln. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Es geht nicht um Verzicht, sondern um eine Bereicherung: Neue Aromen, neue Texturen, neue Möglichkeiten – die pflanzliche Küche ist längst dort angekommen, wo Genuss, Gewissen und Gesundheit zusammenfinden. Das Bewusstsein dafür wächst, wie sehr uns diese Ernährungsform guttut. Viele spüren bereits nach kurzer Zeit, wie sich mehr Leichtigkeit, Energie und Wohlbefinden einstellen. Pflanzlich zu essen wird zu einer Form von Selbstfürsorge und Wertschätzung – für den eigenen Körper ebenso wie für die Natur, unsere Mitgeschöpfe und die Gesellschaft. Nur ein Beispiel: Die internationale Forschungsgruppe Zero Carbon Analytics rechnet vor, wie weniger Fleischkonsum unser Gesundheitssystem entlasten würde: In Deutschland könnten 1,9 Milliarden Euro für Medikamente und Behandlung eingespart werden – genug, um 36.500 Pflegekräfte zu beschäftigen. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um eine neue Idee von Luxus. Nicht stur am Gestern festhalten, sondern das Bessere entdecken. Eine pflanzenbetonte Ernährung öffnet Türen, statt sie zu schließen. Pflanzlicher zu essen bedeutet deshalb kein radikales Umdenken. Sondern die Einladung, Neues auszuprobieren – und direkt zu spüren, wie gut es tut. Mein Tipp: Essen Sie neugierig!