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12. Dez 2023

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Lifestyle

Meine tägliche Wohlfühlzeit

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: ROMAN ODINTSOV/pexels

Stress und die Flut negativer Nachrichten können uns viel Energie rauben. Umso wichtiger ist es, sich täglich eine Weile nur um sich selbst zu kümmern.

Für sein seelisches und körperliches Wohlbefinden sind regelmäßige Pausen zum Kraftschöpfen wichtig. In Japan nennt man diese privaten kleinen Zeremonien des Glücks Ikigai. Sich ein paar Minuten am Tag auf seinen Lieblingssessel setzen und Schluck für Schluck einen erstklassigen Tee trinken, oder sich bewusst auf die Beobachtung der Vögel vor seinem Fenster zu konzentrieren kann dabei genauso Ikigai sein wie ein wunderschönes Lied zu hören oder einen kleinen Spaziergang an einen besonders schönen Ort zu machen. Denn Ikigai bedeutet für jeden etwas anderes, es ist das, was das Leben lebenswert macht und Freude schenkt. Das Finden unseres persönlichen Ikigai bringt uns Lebenssinn und fördert unser seelisches Wohlbefinden genauso wie unsere körperliche Gesundheit. Abschalten und Entspannung und Glück finden sind das Ziel.

Auch durch Yoga und Meditation bekommt man den Kopf frei und erreicht einen Zustand positiver Energie. Die tiefen Atemübungen beim Yoga lösen seelische Anspannung und lassen Negatives verschwinden, die Asanas wirken gegen Verspannungen in Muskeln und inneren Organen und stärken diese nachweislich.

Eine Meditation kann fünf Minuten oder zwei Stunden dauern, auch hier führt die Versunkenheit und tiefe Konzentration zu Kraft und innere Freude und Stärke.  

Andere schwören zur Entspannung auf ihr traditionelles Wellnessprogramm zuhause, schließen sich für eine Stunde im Badezimmer ein, stellen rund um die Badewanne Kerzen auf, und nehmen im warmen Schein des Kerzenlichts ein Bad mit ihrem Lieblingsduft.

Wenn keine Badewanne vorhanden ist, kann auch ein Gesichtsdampfbad Wunder wirken. Unter dem großen Handtuch atmet man tief den heißen Wasserdampf ein und zieht sich dabei für ein paar Minuten völlig von der Welt und ihren Problemen zurück. Das reinigt die Lunge und sorgt für schöne, weiche Haut und ein entspanntes, strahlendes Aussehen.

Wasser und Wärme sind zwei wichtige Punkte auf dem Weg zu wirksamer Entspannung. Auch ein Fußbad tut gute Dienste. Spezielle Fußbadgeräte mit Massage- und Sprudelfunktion wirken wie eine kleine Fußreflexzonentherapie. In Kombination mit ätherischen Ölen oder Badezusatz ist ein Fußbad eine wunderbare Möglichkeit, gerade abends zur Ruhe zu kommen. Eine intensiv pflegende Fussmaske wirkt nach einem Fußbad besonders gut und kann getrost über Nacht auf der Haut bleiben und für superweiche Haut an den Füßen sorgen.

Auch schöne Dinge wie ein Kamin und eine Sauna fördern die Entspannung und tun dem seelischen Gleichgewicht gut. Der Blick in das rot leuchtende Feuer eines Kamins, das Knistern der Holzscheite, und die wohlige Wärme, die sich im ganzen Haus ausbreitet, beruhigen Geist und Körper.

Viele ältere Menschen lieben es zu saunieren, mögen aber öffentliche Einrichtungen nicht besonders gerne. Eine Sauna für zuhause ist hier von unschätzbarem Wert. Es gibt sie auch für kleine Räume und als platzsparenden, ausziehbaren Einbau. Ein Becken mit Eiswasser ist dazu nicht unbedingt erforderlich, die kalte Dusche reicht völlig aus. Nur eine Liege oder ein Bett sollten vorhanden sein, um sich zwischen den Gängen tatsächlich ausruhen zu können. Angenehmes, gedämmtes und blendfreies Licht und der Verzicht auf Geräusche von Handy, Radio und Fernseher tragen viel zur Entspannung bei.

Ganz gleich, ob Ikigai, Yoga, Bad oder Sauna – das tägliche Wohlergehen ist wichtig für innen und außen.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.