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30. Jul 2020

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Lifestyle

Mit dem Rad durch Deutschland

Journalist: Aileen Reese

Dank der Corona-Krise denken viele daran, im Sommer zu Hause im eigenen Garten zu bleiben – für Urlauber, die es gern aktiver mögen ein No-Go. Für diejenigen ist eine Fahrradtour durch Deutschland eine erlebnisreiche Alternative.

Ob eine Tagestour, ein Wochenende oder gleich eine ganze Woche – schöne Landschaften und spannende Kultur mal einen ganzen Urlaub lang mit dem Rad zu erkunden, gehört in diesem Jahr auf die To-Do-Liste der Deutschlandurlauber. Als Fahrrad-Nation hat Deutschland viele Radtour-Anbieter mit einigem Service inklusive. 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat Touren, wie beispielsweise Fahrradtrips auf stillgelegten Bahntrassen, entlang von Flüssen und alten Pilgerrouten oder Thementouren wie „Wald trifft Weltkultur“ getestet. Auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette geht es bei dieser Tour von Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar und Jena bis Gera und Altenburg. Für Inspiration kann man hier stöbern und fündig werden. Mit der Mitgliedschaft im ADFC gibt es übrigens mobile Pannenhilfe, auch auf Reisen, inklusive.

Wer gern spontan entscheiden möchte, wo es langgeht, dem bietet das „Radnetz Deutschland“ eine gute Möglichkeit. Als eine Einheit von zwölf Radfernwegen verbindet es alle Regionen Deutschlands miteinander. Das Projekt des Deutschen Tourismusverbandes punktet auch mit Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und weiteren Serviceangeboten wie Tipps für Radtouren mit Kindern. So kann man auf der „D-Route 2“ beispielsweise die gesamte deutsche Ostseeküste entlang radeln, von Flensburg längs der Kieler Förde, rund um die Insel Fehmarn, über Travemünde und Stralsund bis nach Usedom. Dabei erkundet man Fährhäfen, zahlreiche Strandbadeorte, abwechslungsreiche Küstenlandschaften bis hin zu historischen Städten – die prägenden Eindrücke der deutschen Ostseeküste. Die Ostsee-Strecke ist bekanntermaßen etwas hügeliger. Um das Kinderrad streckenweise an das Fahrrad der Erwachsenen zu koppeln, empfiehlt sich eine Tandem-Fahrradstange. Wer es dabei etwas entspannter haben möchte, lässt streckenweise ein trendiges E-Bike für sich radeln. 

Das Gepäck bei längeren Touren sollte eher klug ausgewählt und sparsam in Satteltaschen verstaut sein. Absolutes Muss ist eine gute Regenbekleidung, denn gar nicht erst nass zu werden, ist das oberste Gebot eines jeden Rad-Urlaubers.Auch in puncto Fahrrad-Versicherung sollte man sich über die Details schlau machen. Bei einer Hausratversicherung mit Fahrradklausel oder einer speziellen Fahrrad-Versicherung wird der materielle Wert teilweise oder ganz ersetzt. Bei einer Hausratversicherung ohne Fahrradklausel stehen die Chancen nicht ganz so gut.
Die Fahrradklausel gibt oft gewisse Regeln vor. Sie finden in den Versicherungsbedingungen sowohl Vorgaben zu konkreten Schlössern von bestimmten Herstellern, als auch Mindestpreise. Ist eine Nachtzeitklausel im Vertrag vorgesehen, besteht Versicherungsschutz gegen Diebstahl zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr am nächsten Morgen nur, wenn Sie mit dem Rad unterwegs sind.

Auf Reisen ist eine extra Fahrradversicherung ist dann sinnvoll, wenn Ihnen der Schutz der Hausratversicherung inklusive Fahrradklausel nicht ausreicht. Ein teures E-Bike sichert man am besten ausschließlich über eine Fahrradversicherung ab.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.